Erbacher Stadtführung zu den Rauhnächten

Für unsere Vorfahren galten die Tage zwischen Winteranfang und Dreikönigstag als „aus der Zeit herausgefallen“. In den zwölf sogenannten „Rauhnächten“ schwirrten angeblich die Geister der Ahnen durch die Lüfte, und die Menschen trafen Vorkehrungen gegen drohendes Unheil.

Auf einem Rundgang durchs Städtel, den Schlosshof und die dunklen Ecken und Winkel der Erbacher Altstadt lässt Gästeführerin Anke Scholl die unheimlichen Geschehnisse in den zwölf Rauhnächten für die Besucher lebendig werden. Dabei werden auch die uralten Bräuche zur Abwehr möglicher Heimsuchungen im neuen Jahr vorgestellt. Welche Folgen hatte also das Aufhängen von weißer Unterwäsche auf der Leine, und wie zeigten Zwiebelschalen das Wetter der nächsten zwölf Monate an? Warum sollte Verliehenes unbedingt wieder zurückgegeben werden und das Spinnrad in dieser Zeit ruhen?

Die zirka dreiviertelstündigen Stadtführungen zu den Rauhnächten mit Geister abwehrendem Umtrunk finden am Freitag, 29. Dezember, und am Samstag, 30. Dezember, jeweils um 17 und um 19 Uhr, statt. Treffpunkt ist vor der Touristik-Information am Marktplatz. Die Teilnahmegebühr inklusive Umtrunk beträgt 6.- Euro pro Person.

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird eine vorherige Anmeldung bei der Touristik-Information unter Telefon 06062 6480 oder an tourismus@erbach.de empfohlen

 

Foto: Anke Scholl (Warum die Wäscheleine in den Rauhnächten leer bleiben sollte, davon berichtet Gästeführerin Anke Scholl während der Stadtführung durch die Erbacher Altstadt)

 

 

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