Kinder malen ihre Flucht

malenmalenEin Kind malt immer wieder das blaue Meer. Es war sein Weg nach Europa. Gefahr und Hoffnung gleichermaßen. Ein anderes zeichnet Männer mit Gewehren und blutende Menschen. Die Farben blau und rot sind sehr nachgefragt im GUPS-Hotel, wo Ursula Irle-Böhnisch seit September 2015 mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien malt. Sie tun das zum Zeitvertreib, zur Zerstreuung und Ablenkung, zur Förderung der Kreativität – aber auch, um Erlebnisse und Eindrücke zu verarbeiten.

Ursula Irle-Böhnisch, früher Vorsitzende des Kunstfördervereins, Gründerin und Vorsitzende des Afrika-Vereins „Kofi&Amma“, Kunst- und Ethnologieexpertin in einer Person, wird im GUPS-Hotel von „ihren“ Kindern „die Mal-Oma“ genannt. So hat sie auch die Einladung zur Ausstellungseröffnung unterschrieben: denn die malenden Flüchtlingskinder stellen ihre Werke nun erstmals öffentlich aus.

Die Ausstellung „MalenMalenMalen“ wird am Samstag, 17. September, 17 Uhr, in der GRN-Klinik in der Röntgenstraße eröffnet und ist dort rund um die Uhr bis zum 14. Oktober zu sehen. „Die Kleinen malen einfach drauflos“, schildert Irle-Böhnisch, die dabei von Peter Kückelhaus und Alba Gotterbarm unterstützt wird. Gemalt wird mit Acryl-Farben auf Leinwand oder auch Papier. Die „Mal-Oma“ schildert: „Was sie malen ist sehr eindrucksvoll, manches Bild schön und traurig zugleich.“ Die Finanzierung des Materials wird vom Malteam, privaten Spenden und dem Verein Kofi+Amma e.V. getragen.

Zur Ausstellungseröffnung sind alle herzlich eingeladen.

 

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