Medienkompetenz im Grundschulalter

Wo Kinder surfen dürfen

„Wissen, wie’s geht! Zeigen, wie’s geht!“ – Medienkompetenz im Grundschulalter. Das war jetzt das Thema eines Elternkurses an der Friedrich-Grundschule in Weinheim. Konzipiert und angeboten wurde er von Elena Gramatikov, einer Mitarbeiterin des Bildungsbüros Weinheim, gemeinsam mit der Fachreferentin des Landesmedienzentrums, Eva Weiler. Von Konrektorin Melanie Graf, die die Eltern herzlich an ihrer Schule begrüßte, hatte sie die nötige Unterstützung erhalten.

Laut der Kinder und Medien-Studie, kurz KIM-Studie, des Medienpädagogische Forschungsverbunds Südwest, nutzen 63 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen  das Internet. Das Fernsehen bleibt jedoch für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren das wichtigste Medium. 79 Prozent der Kinder schauen täglich fern. „Wir wollen Eltern darin stärken ihre Verantwortung bei der Medienerziehung ihrer Kinder wahrzunehmen. Gerade im Grundschulalter wird der Grundstein für den richtigen Umgang mit dem Internet gelegt“, erklärte Elena Gramatikov. Zu diesem Zeitpunkt falle es den Eltern noch leicht zu erfahren, was ihre Kinder im Internet machen und mit ihnen darüber zu reden. Damit werde eine Basis geschaffen, auf die man zurückgreifen könne, wenn die Kinder älter sind.

Eva Weiler begann mit dem Internet-ABC. Unter dem Motto „Wissen, wie’s geht! Zeigen, wie’s geht!“ hilft es, sich und Kinder fit zu machen für das Internet. Denn auch Grundschulkinder benutzen schon gerne das Internet, um Informationen über ihre Hobbies zu finden, zu spielen oder auf YouTube Videos anzuschauen. Doch im Netz sind nicht alle Seiten für Kinder geeignet und deshalb die Empfehlung der Fachfrau Weiler, mit dem KinderServer (www.kinderserver-info.de) einen kindgerechten Surfraum zu schaffen.  Die Chats werden von Experten kontrolliert, nur altersgemäße Seiten seien zugänglich und der Schutz der Kinder sei  gegeben.

Praktische Erfahrungen konnten die Eltern selbst gleich an den Schulcomputern machen. Auf sinnvolle Apps und Spiele für Smartphones wurde hingewiesen. Aber auch das Fernsehen kam nicht zu kurz. Wie nehmen Kinder Fernsehen wahr? Worauf sollte bei der Programmauswahl geachtet werden? Welche Möglichkeiten zum aktiven Umgang mit den Fernsehinhalten gibt es? , lauteten die Fragestellungen. Hier hatte FLIMMO seinen großen Auftritt. Er ist ein Projekt des Vereins „Programmberatung für Eltern e.V.“ Es gibt FLIMMO als Webseite (www.flimmo.de) und in Heftform. Er enthält Bewertungen von Sendungen, die Kinder und Jugendliche gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. FLIMMO beschreibt, worüber Kinder lachen, was sie fasziniert, traurig macht, verwirrt oder erschreckt, so die Erläuterung der Macher.

„Wir haben viele nützliche und umsetzbare Tipps erhalten. Nun fühle ich mich einfach sicherer im Umgang mit dem Thema Medien“, so das Resümee einer Teilnehmerin.

Auch Elena Gramatikov zog eine positive Bilanz. „ Auf die Idee zu diesem Kurs kamen wir durch  Eltern, die den Wunsch geäußert haben, mehr über den sinnvollen Umgang mit Medien zu erfahren“, fasste sie zusammen. Mittel aus dem Landesprogramm „Stärke“ haben ermöglicht den Wunsch zu realisieren.

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