Meine beste Freundin, ihr Baby und ich

Folge III: Breiessen, Fremdeln und Babyschwimmen!

PaulinaskalBunte Bauklötze, Spieluhren und selbstgenähte Decken in Rosa und Rot – Paulina ist mittlerweile fünf Monate alt und so langsam ein richtiges Kleinkind mit Vorlieben und Wünschen. So macht ihr am meisten das Herumtollen auf ihrer Spielwiese Spaß, aber nur, wenn Mama neben ihr liegt. „Manchmal sitze ich den ganzen Tag im Wohnzimmer auf der Spieldecke und komme mir vor wie ein Animateur“, sagt Tina mit einem Lächeln, während sie Paulinas Spielsachen von der einen in die andere Ecke räumt.

Aus Wochen werden Monate. Zählte Tina in ihrer Schwangerschaft zunächst in Wochen, dann Monaten und schließlich in Tagen, bis Paulina endlich auf der Welt war, so geht jetzt alles wieder seinen umgekehrten Weg. „Jetzt können wir schon sagen, dass Paulina fünf Monate alt ist. Die Zeit rast“, sagt Tina.

Ich: „Paulina ist jetzt schon ein richtig großes Mädchen geworden. Welche Unterschiede siehst du zum Anfang?“

Tina: „Am Anfang musste ich sie immer stillen und Tag und Nacht bei ihr sein. Jetzt ist sie schon viel größer und ich kann andere Sachen mit ihr unternehmen. Eine Freundin von mir hat vor wenigen Tagen ihr erstes Kind bekommen. Ihr habe ich gesagt: Im Bezug auf die Anstrengung und den Stress wird es nicht besser, es wird nur anders, umso größer die Kinder werden. Es verändert sich immer etwas, aber letztendlich bleibt es doch gleich. Ich bin gespannt darauf, wie es wird, wenn sie anfängt zu krabbeln oder sich an Schubladen hochzuziehen.“ Wahrscheinlich braucht Tina dann ein paar Knieschoner, denn, wenn Paulina so krabbelt, wie sie jetzt schon strampelt, kann sie sich auf einiges gefasst machen.

Von Monat zu Monat kann Tina immer mehr Veränderungen bei ihrer kleinen Tochter feststellen. So kann Paulina zum Beispiel jetzt schon gezielt greifen: Am liebsten greift sie nach ihrer ersten Puppe, mit der sie schon spielt. „Und nach Haaren greifen kann sie auch besonders gut“, sagt Tina, während Paulina sich vergnügt auf ihrer Mama hin und herdreht.

Paulina kann sich jetzt schon selbstständig vom Rücken auf den Bauch drehen. „In die umgekehrte Richtung schafft sie es noch nicht, was für mich bedeutet, dass ich sie dann wieder zurückdrehen muss.“ Deshalb werden die Nächte auch wieder ein bisschen kürzer: „Sie schläft auf dem Bauch und jetzt wache ich immer auf und gucke, ob sie sich nachts beschwert. Jedes Geräusch macht mich aufmerksam.“ Auch ihren Kopf kann Paulina schon alleine heben und guckt fröhlich in der Gegend herum.

Eine weitere Veränderung ist, dass Paulina keine Lust mehr hat, nur noch Milch aus der Flasche zu trinken. Seit knapp zwei Wochen isst sie leidenschaftlich gerne Brei zum Mittagessen und außerdem lässt sich der so gut wieder auspusten, erzählt Tina. Und Paulina hat mit ihren fünf Monaten schon einen ganz eigenen Geschmack. „Es war gar nicht so einfach herauszufinden, was ihr schmeckt. Und ich habe vorher nie darüber nachgedacht, dass auch kleine Babys ihren eigenen Geschmack haben. Dann habe ich verschiedene Gläschen ausprobiert, um herauszufinden, was ihr schmeckt, mit dem Fazit: Brei mag sie, aber Kürbis verträgt sie nicht. Von daher koche ich Brei aus allen Gemüsesorten, die es gibt.“

Ich: „Hast du noch ein paar Vorlieben von Paulina entdeckt?“
Tina: „Schon zwei Mal war ich jetzt schon mit Paulina beim Babyschwimmen. Den Tipp habe ich von einer Freundin bekommen. Wir planschen dann durch das Becken und ich ziehe sie durchs Wasser. Ich glaube, Paulina ist eine richtige Wasserratte. Denn sie lacht durchgehend eine halbe Stunde, wenn wir im Wasser sind.“

Bei all der schönen Zeit, wird Tina mit jedem Tag bewusster, dass ihre kleine Tochter viel Aufmerksamkeit braucht. Seit kurzer Zeit fremdelt Paulina.„Das ist allerdings tagesformabhängig. An manchen Tagen klappt es gut, an anderen Tagen kann ich sie gar nicht abgeben, so zum Beispiel an einem Abend; ich war seit Langem mal wieder verabredet und gestriegelt für eine Mottoparty mit dem Resultat, dass ich eine halbe Stunde später mit einem schreienden Kind wieder auf der Couch saß – das Leben ändert sich halt.“

Die größte Veränderung liegt für Tina und Markus aber in den Gesprächsthemen mit Freunden, die selbst auch schon Kinder haben. Da dreht sich alles um die Kinder, den Brei, der momentan am besten schmeckt und volle Windeln. „Ich habe das Gefühl, dass wir richtig angekommen sind und in unsere Elternrolle hineingewachsen sind“, sagt Tina, nachdem sie Paulina ins Bettchen gelegt hat und die Spieluhr nicht nur Paulina, sondern auch uns beide müde macht.

Als nächstes steht das Impfen auf dem Programm. „Davor graut es mir jetzt schon, denn auf die letzte Impfung hat Paulina mit Fieber reagiert. Mal sehen, wie sie es dieses Mal verträgt.“ Bis dahin gibt es noch viel zu entdecken.

 

Von Ann-Kathrin Weber
Zur Autorin: Volontärin Ann-Kathrin Weber hat zwar selbst noch keine Kinder, schreibt aber besonders gern über Kinderthemen. Für StadtLandKind hat sie ihre Freundin Tina durch die Schwangerschaft begleitet und besucht ab sofort Baby Paulina und ihre Eltern einmal im Monat für uns. 

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