Meine beste Freundin, ihr Baby und ich

skalPaulinaWeinheim Was ist klein, neugierig und noch etwas wackelig auf ihren zwei Beinen unterwegs? Paulina natürlich! Hat sie vor vier Wochen schon zaghaft den ersten Schritt getan, so hat sie jetzt Gefallen daran gefunden, auf zwei Beinen unterwegs zu sein. Sie nutzt jede Gelegenheit, zieht sich am Sofa hoch und kann dann sogar schon für ein paar Sekunden frei stehen – bis sie sich danach noch einmal auf den Boden plumpsen lässt. Es ist aber auch gar nicht so einfach auf zwei Füßen zu stehen – und so anstrengend.

„Sie möchte am liebsten den ganzen Tag mit mir herumlaufen. Dann gehe ich mit ihr an den Händen Stück für Stück durch unser zu Hause und sie freut sich mit jedem Schritt“, erzählt mir Tina stolz. Paulina streckt die Arme nach oben – das Zeichen dafür, dass Mama mit ihr eine Runde durch das Wohnzimmer drehen soll – und zeigt, was sie kann.

Als ich Paulina und ihre Mama besuche, ist sie gerade auf großer Entdeckertour. Was sich wohl hinter der Wand verbirgt? Vorsichtig hochziehen und einen Blick nach vorne wagen. Noch einen Schritt weiter? Lieber doch nicht! Schnell zurück zu Mama krabbeln.

Paulina ist inzwischen zehn Monate alt und möchte ihre Umgebung jetzt ganz genau erforschen. So zeigt sie auf alle Gegenstände, die sie entdeckt, guckt einem dann mit ihren großen Augen ins Gesicht und hört genau zu, wenn man ihr die Namen der Gegenstände sagt – bis sie etwas Neues entdeckt. Vor allem Markus ist eifrig dabei, seiner Tochter das zu Hause im wahrsten Sinne des Wortes zu erklären. „Er hat Paulina immer die Fotos im Wohnzimmer gezeigt, auf denen eben ,Mama’ und ,Papa’ zu sehen sind. Das hat sie sich ganz genau gemerkt. Wenn wir sie fragen, wo ist die Mama’, dann zeigt sie oft auf das Bild anstatt auf mich“, sagt Tina und zwinkert mir dabei zu.

Ich: „Paulina, zeig mal, was du da hast.“ Ich setzte mich zu ihr auf den Teppich zwischen Spielzeugkiste, Puppe und Schnuller. Sie krabbelt auf mich zu.

Inzwischen hat sie sich ein Bilderbuch ausgesucht, dass ich ihr zeigen soll, nachdem die ersten beiden ihr nicht gefallen haben, was man ihrer Mimik gemerkt hat: Augenbrauen zusammengezogen und den Kopf geschüttelt – ok, dann eben das nächste Buch. Sie hält es mir vor die Nase. Die kleine Raupe Nimmersatt soll es werden. Der Klassiker. Eine gute Wahl, sage ich scherzend zu ihr. Sie nickt, obwohl sie mich ja eigentlich noch nicht wirklich verstehen kann… oder doch?

Ich: „Was hat sich geändert seit unserem letzten Treffen?“

Tina: „Es ist jeden Tage aufs Neue spannend mit ihr, sie ist sehr neugierig. Wir waren zum ersten Mal richtig mit ihr auf dem Spielplatz. Schaukeln, Wippen, zusammen Rutschen – das volle Programm. Es hat ihr riesigen Spaß gemacht, sie bekommt schon alles richtig mit. Es ist unglaublich schön, das zu beobachten. Auch die erste Runde im Riesenrad sind wir schon gefahren. Sie ist jetzt in einem richtig schönen Alter, aber es ist auch anstrengend für sie. Abends schläft sie deshalb ganz schnell ein.“

Anstrengend? Die einzige von beiden, die müde Augen hat, ist Tina. Paulina hält das Buch derweil fest in ihren kleinen Händen und schaut es sich ganz genau an. Wo ist denn nur diese Raupe? Vielleicht findet sie sich nicht, weil sie das Buch auf dem Kopf herum hält … aber das macht nichts, es scheint auch so sehr spannend zu sein.

Ich: „Sie ist schon eine richtige kleine Persönlichkeit.“

Tina: „Oh ja, das stimmt. Sie weiß genau, was sie möchte und versucht mit ihrem Charme, uns um den Finger zu wickeln – was auch klappt.“ Während wir dabei sind, die Spielsachen zusammen zu räumen, findet Paulina uns beide gerade  – warum auch immer – so lustig, dass sie ihre Hände über dem Kopf zusammenschlägt und kichert. Ihre ersten zwei Zähnchen kann man so sehen. Lange haben sie auf sich warten lassen, jetzt sind sie da.

Tina: „Wir merken, dass jetzt immer mehr Zähnchen einschießen. Sie schläft deshalb unruhig, aber auch das wird vorbei gehen.“

Zum Abschied bekomme ich von Paulina ein Küsschen auf meine Backe und sie winkt eifrig, während sie das kleine Buch immer noch nicht loslässt. Die kleine Raupe hat es ihr angetan. Ich bin gespannt, wie es mit dem kleinem Nimmersatt auf zwei Beinen weitergeht. Denn eines ist klar: Das ist erst der Anfang.

Zur Autorin:

Redakteurin Ann-Kathrin Weber hat zwar selbst noch keine Kinder, schreibt aber besonders gern über Kinderthemen. Für StadtLandKind hat sie ihre Freundin Tina durch die Schwangerschaft begleitet und besucht ab sofort Baby Paulina und ihre Eltern einmal im Monat für uns.

 

1 Kommentar

Tolles Gewinnspiel, die Email ist geschrieben, die Puppe ist wirklich ZUCKER, hoffe dass es klappt!

Kommentar schreiben