Meine beste Freundin, ihre Tochter und ich

Laufende Nasen, tränenden Augen und bellender Husten: Die Grippe hat momentan fast alle fest im Griff, auch Paulina und ihre Familie. So hat Tina nicht nur eine, sondern zwei kleine Töchter zu Hause, die sich am liebsten auf Mamas Arm gesund schlafen. Der einzige, der den fiesen kleinen Übeltätern trotzte, war Papa Markus – eben ein richtiger Superheld für seine kleinen Töchter.

Für Tina ging es also in den letzten Wochen darum, Paulina und Luisa irgendwie von den Grippesymptomen von Fieberzäpfchen zu Fieberzäpfchen abzulenken. Ballett, Schwimmen, Kindergarten – von all dem musste leider eine Zwangspause eingelegt werden. Also funktionierte Tina das Haus kurzerhand zu einem Spiele-Paradies um.

Ich: „Wie hast du die Zeit mit den beiden gestaltet?“

Tina: „Wenn wir uns gerade nicht gesund geschlafen haben, haben wir Runde um Runde ,Mensch ärgere Dich nicht‘ gespielt. Mittlerweile ist Pauli darin ganz groß – und sie gewinnt natürlich immer, was ihr sehr gut gefällt.“

So schafft es Paulina ihre Mama mit Geschick und etwas Glück beim Würfeln noch kurz vor dem sicher geglaubten Sieg ins Aus zu katapultieren, sodass sie mit großem Abstand gewinnt. Dann freut sie sich und zeigt einen Blick, der so viel aussagt, wie „Mama, ärgere dich nicht.“ Ein weiteres Spiel, von dem Paulina nicht mehr die Finger lassen kann, ist der Klassiker „Memory“. Daran hat sich also auch in den letzten 20 Jahren nichts geändert. „Und wir puzzeln ohne Ende“, sagt Tina.  So liegen kleine Puzzleteile zwischen Buntstiften und Papier und neben der Lieblings-DVD „Bibi und Tina“.

Wenn sie nicht zusammen gespielt haben, dann hat Tina ihre Tochter Paulina in das Kochen mit eingebunden, was ihr auch sehr viel Spaß macht. „Aber wenn man krank ist, hat man einfach keinen großen Appetit – das ging auch unserem kleinen Chefkoch so“, sagt Tina. Wer dagegen aber unentwegt Möhrchen verdrücken kann, sind Paulinas Meerschweinchen Brownie und Cookie. Diese beiden zeigt Paulina gerne ihrer kleinen Schwester und ist dabei stolz wie Oskar auf ihre kuschelweichen kleinen Freunde. Pauli hofft, die beiden bald öfter aus ihrem Häuschen wieder in den Garten setzen zu können. Paulina und all ihre zwei- und vierbeinigen Familienmitglieder sind also  (sowas von) bereit für den Frühling.

Besonders für Luisa dürfte es spannend werden, denn sie wird neugieriger und erkundet ihr Zuhause – genau wie Paulina vor noch gar nicht allzu langer Zeit. „Sie zieht sich überall hoch und stellt sich hin … Man muss also wirklich alle Augen auf ihr haben.“

Ich: „Wie gehen die beiden Schwestern mittlerweile miteinander um? Gibt es Veränderungen?“

Tina: „Paulina und ihre kleine Schwester Luisa lieben sich immer noch. Paulina knutscht ihre kleine Schwester den ganzen Tag ab, was natürlich bei zwei erkälteten Kindern nicht gerade förderlich ist … Es kam aber auch schon zu ersten kleinen Streitigkeiten zwischen den beiden.  Luisa will nämlich gerade momentan immer das Spielzeug in der Hand halten, mit dem gerade ihre große Schwester Paulina spielt, was sie wiederum nicht toll findet. Das kann zu  kleinen Reibereien führen.“

Mach dir nichts draus, Pauli. Da muss jeder mal durch. Teilen lernen ist nicht einfach, für manche ist es sogar eine Lebensaufgabe. Wenn du dich mit deiner kleinen Schwester das nächste Mal kabbelst, dann denk‘ einfach: „Mensch ärgere dich nicht“.

Von Ann-Kathrin Weber

Über die Autorin: 

Redakteurin Ann-Kathrin Weber hat zwar selbst noch keine Kinder, schreibt aber besonders gern über Kinderthemen. Für StadtLandKind hat sie ihre Freundin Tina durch die Schwangerschaft begleitet und besucht Paulina und ihre Eltern einmal im Monat für uns.

 

 

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