Nachwuchs bei den Großen Kudus

Nachwuchs

Am Afrikahaus im Zoo Heidelberg stoßen die Besucher seit ein paar Tagen auf  verschlossene Türen mit der Information, dass Nachwuchs zur Welt kam. Der Grund ist ein Kudu-Mädchen, das am 21.09. geboren wurde. Da sich die Innengehege der Großen Kudus im Afrikahaus befinden, bleibt das Haus zunächst als Ruhezone für Mutter und Tochter übergangsweise geschlossen. Das Jungtier kann dort bereits seine ersten Schritte tun, bevor es mit den anderen Tieren auf der Afrikaanlage zusammentreffen wird. Mit großen, dunklen Augen betrachtet das Kalb bereits aufmerksam die Umgebung und dreht die auffallend großen, beweglichen runden Ohren nach jedem Geräusch in der Nähe. 

Als sogenannter „Ablieger“ wird das Kleine auch im Außenbereich anfangs häufig im Strohbett liegen, während die Mutter zum Fressen unterwegs ist. In ihrer Heimat, den afrikanischen Savannengebieten, liegen die Jungtiere oft stundenlang reglos gut getarnt im hohen Gras, wenn die Mutter auf Nahrungssuche ist. Einzig die Ohren und die wachsamen Glanzaugen sind dabei in Bewegung, um die Umgebung zu beobachten. Trotz der eindrucksvoll schraubenförmig gedrehten Hörner der männlichen Kudus mit Längen bis über einen Meter verlassen sich die Tiere vorrangig auf ihre gute Tarnung im Versteck. Das graubraune Fell mit den langen weißen Streifen, die von der Rückenmitte nach unten laufen, verschmilzt dabei optisch mit der Umgebung. Sie sind jedoch auch gute Sprinter und können sehr weit springen. Mit einer Schulterhöhe von bis 150 cm können bei Gefahr auch hohe Zäune bis zu drei Meter mühelos überwunden werden. Die vorrangig
dämmerungsaktiven Tiere ruhen tagsüber häufig im Schatten. In den kühleren Wintermonaten sind sie vermehrt am Tage aktiv.

Das Jungtier wird im ersten halben Jahr noch gesäugt und nicht selbst auf Futtersuche gehen. Im Außengehege trifft es schon bald auf die anderen Bewohner der Afrikaanlage.  Dort gibt es für das Jungtier einiges zu entdecken, denn im Zoo Heidelberg leben die Großen Kudus gemeinsam mit Blessböcken, Zebras und Straußen. Das großzügige Terrain reicht bis hinüber zum Teich der Pelikane.

Foto: Zoo Heidelberg

Eine Antwort hinterlassen:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *