Sehr geehrte Frau Karliczek,

Sie sollen nun also unsere neue Bildungs- und Forschungsministerin werden. Dann wünschen wir uns, dass Sie sich möglichst bald gut in beide Themenbereiche einarbeiten. Wir fürchten nämlich, da hapert es noch etwas.
Anders jedenfalls ist es nicht zu erklären, dass Sie von den umfangreichen Studien – man könnte es auch Forschung nennen – die sich seit Jahrzehnten über die Entwicklung von Kindern, die mit homosexuellen Paaren aufwachsen, beschäftigen, gar nichts wissen.

Schließlich sagten Sie im Sommer 2017: „Im Gegensatz dazu wie immer behauptet wird, gibt es keine Langzeitstudien zu den Auswirkungen auf Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften.“ Das ist natürlich falsch.  Es gibt zahlreiche Studien. Laut ADR-faktenfinder etwa 75. Und eine überwältigende Mehrheit dieser Studien kommt zu dem Schluss, dass Kindern, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften großgezogen werden, nicht schlechter aufwachsen, als andere. Aber das nur so am Rande.
Wichtig wäre uns auch, an dieser Stelle noch eine Kleinigkeit zum Thema Bildung klarzustellen. Sie, Frau Karliczek, sagten damals weiter: „Meine Einschätzung als Mutter dreier Kinder ist die, dass es für die Entwicklung von Kindern wichtig ist, das emotionale Spannungsfeld zwischen Vater und Mutter zu erleben.“ Als künftige Bildungsministerin wären wir Ihnen sehr verbunden, wenn Sie sich in ihren politischen Entscheidungen künftig nicht auf ihre persönliche und rein subjektive, emotionale Einschätzung als Mutter dreier Kinder verlassen würden, sondern auf Tatsachen.

 

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