StadtLandKind macht Schule

Marco Schilling 12.01.2016 Weinheim SLK Stadt Land Kind zum Thema Transgender

Unser StadtLandKind-Heft  ist heiß begehrt und schnell vergriffen. Das wissen wir. Als aber unser Vertrieb vor einigen Wochen meldete, dass die Helen-Keller-Schule in Weinheim sage und schreibe 100 Exemplare unseres Familienmagazins für den Unterricht bestellt hatte, waren selbst wir überrascht.  Der Grund:  Einer der Artikel sollte im Rahmen der Erzieherausbildung  an der Fachschule für Sozialpädagogik thematisiert werden.  Das hat die Redaktion neugierig  gemacht.

Lehrerin Waltraut Schwab-Domeier erklärte auf Nachfrage, es sei der Artikel über Transsexualität  gewesen,  der ihre Aufmerksamkeit geweckt habe. Unter dem Titel „Paul ist Paula – wenn der Körper nicht zur Seele passt“ hatte die StadtLandKind-Redaktion für die Dezemberausgabe ein Interview mit zwei Kindern geführt, die im Körper eines Jungen geboren sind, sich aber als Mädchen fühlen.

Marco Schilling 12.01.2016 Weinheim SLK Stadt Land Kind zum Thema Transgender
StadtLandKind-Redakteurin Sarah Hinney im Gespräch mit den Schülerinnen der Weinheimer Helen-Keller-Schule  zum Thema Transgender-Kinder.

Die engagierte Lehrerin berührte das Thema sehr. Ihr sei bis dato nicht bewusst gewesen, dass sich Kinder schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen können.

Waltraut Schwab-Domeier bildet an der Helen-Keller-Schule künftige Sozialpädagogen aus. Jene Pädagogen, die später unter anderem im Kindergarten arbeiten werden. Trans-Kinder nehmen in diesem Alter oft erstmals wahr, dass sie sich anders fühlen. Ihre Eltern sind dann vielfach ratlos, mit der Thematik erst einmal allein und überfordert, haben Fragen, suchen Antworten.

Im Lehrplan steht das Thema Transsexualität nicht. Trotzdem war es Schwab-Domeier wichtig, mit ihren Schülern darüber zu sprechen und sie zu sensibilisieren. Die StadtLandKind-Redaktion durfte dabei sein und traf auf höchst interessierte Schüler, die sich rege am Unterricht beteiligten und kritisch hinterfragten. Einig waren sich alle, dass es wichtig sei, dass Erzieher einen Einblick in die Thematik erhalten, um im Einzelfall reagieren zu können und sei es nur, um beispielsweise Eltern, die Unterstützung brauchen, die richtigen Ansprechpartner benennen zu können. red // Fotos: mschi

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