Was, verdammt noch mal, läuft falsch in unserem Schulsystem?

Rh

Am Dienstag hab ich ein Reh gemalt. Für meine Tochter. Sie musste ihr Heft noch hübsch verzieren und hatte verdammt noch mal keine Zeit, weil sie noch Deutsch machen musste. Und Mathe. Und so gern noch ihre Puppe umziehen wollte.


Das Schuljahr ist jung, es ist Oktober. Ich fühl mich wie Juli nur kälter. Ich hab die Nase voll. Jetzt schon. Was, verdammt noch mal, läuft falsch in unserem System, dass ich mir als Mutter zweier Kinder mehr  Gedanken um das Thema Schule mache, als um meinen eigenen Job?

Was läuft hier falsch, dass ich als Mutter zweier Kinder an manchen Tagen Stunden darauf verwende, Vokabeln abzufragen, nicht verstandene Grammatik zu erklären, Übungsblätter (auf Geheiß der Lehrer hin und mit kryptischen Zeichen vom Kind im Hausaufgabenheft notiert) im Internet zu suchen, auszudrucken und hinterher zu erklären, abgefahrene Wasserfilter-Experimente mit Klopapier vs. Küchenkrepp durchzuführen,  Herbstblätter zu sammeln, Strafarbeiten mit Unterschriften zu versehen, noch mal Vokabeln abzufragen, schnell noch die Mathehausaufgaben zu kontrollieren, rasch ein Diktat zu üben, eben kurz die Kommaregeln zu wiederholen, ein Gedicht abzufragen.
Immer schnell, schnell.
Weil die Kinder ja auch irgendwann noch Freizeit haben möchten.
Und ich auch. Haha.
Es muss doch was falsch laufen, wenn es in der Whats-App-Gruppe des Sportvereins –  in dem die Kinder zweimal die Woche trainieren – regelmäßig  von Eltern entschuldigende Nachrichten hagelt, dass ihr Kind nicht kommen kann, weil es mit den Hausaufgaben wieder nicht fertig geworden ist. Versehen mit bitterlich weinenden Emojis.
Oder weil das Kind noch lernen muss. Irgendwas. Egal. Frierendes Emoji, weinendes Emoji.
Und das, obwohl das Training doch erst um 17:30 Uhr beginnt. Das ist die Uhrzeit, zu der der gemeine Arbeitnehmer aber mal längstens den gepflegten Feierabend antritt,  zur Gym geht oder sich zischend ein Bierchen vor der Glotze öffnet.

Außer er ist unglücklicherweise Mutter. Oder noch unglücklichsterweise Kind.

Es gibt Tage, da fühle ich mich von morgens bis abends wie ein weinendes Emoji. Ich finde mich zum kotzen, wenn ich meine Kinder schon um kurz vor sieben Uhr mit erst halb offenen Augen zur Eile antreibe, selbst zur Arbeit haste, mittags kaum den Übergang vom eigenen Arbeitsdasein in das liebevolle-aufmerksame-ich-koch-noch-schnell-und-dann-macht-ihr-Hausaufgaben-nebenbei-saug-ich-noch-huch-die-Wäsche-oh-Kind-beeil-dich-du-musst-jetzt-zum-Chor-wie-war-es-in-der-Schule-Dasein finde.

Aber ich hab ein unverschämtes Glück: Ich kann das. Und meine Kinder, die können das auch.
Wir sind nicht so sehr gut in diesen Dingen. Es reicht nur für Mittelmaß. Aber es reicht. Mit Ach und Krach. Ehrlich gesagt, mit  Ach und noch viel mehr Krach.
Und manchmal schummeln wir auch. Am Dienstag hab ich ein Reh gemalt. Für meine Tochter. Sie musste ihr HuS-Heft noch hübsch verzieren und hatte verdammt noch mal keine Zeit, weil sie noch Deutsch machen musste. Und Mathe und  so schrecklich gern pünktlich ihre Theatergruppe besuchen wollte. Und eigentlich auch ihre Puppe noch umziehen wollte, aber für so einen Kinderkram bleibt ja das Wochenende.
Also koch ich mir einen Kaffee gegen die unendliche Mittagsmüdigkeit nach fünf Stunden Halbtagsjob und zu wenig Schlaf und mal halt noch ein Reh nach dem frisch gekochten gesunden-ausgewogenen Mittagessen und ich mal auch noch ein paar schiefe Bäume hin und weil ich gar nicht malen kann, wird das der Lehrerin gar nicht auffallen, dass ich das war. Und nicht das Kind. Hauptsache meine Tochter findet es schön.
Und manchmal, da rette ich meinem Sohn zum Spätnachmittag telefonisch noch den Arsch, weil ich noch genug Kraft aufbringe, mich auch ab und an mal mit Lehrern zu streiten. Über unsinnige Strafarbeiten zum Beispiel oder irgendwas, was er vergessen hat. Weil er halt vergesslich ist und völlig verpeilt, ja  – und anstrengend,  ja, aber deshalb noch lange kein hoffnungsloser Fall.

Aber manchmal, da hab ich auch keine Kraft und nullkommanull Geduld und bin unendlich genervt und brülle rum und fetze schluderige Hefte vom Tisch und bin ungerecht und laut und verzweifle, weil sie irgendwas nicht kapieren oder trödeln oder träumen, in die Luft gucken oder testen, wie tief man sich Kaktusstacheln unter die oberste Hautschicht des Zeigefingers stechen kann, ohne dass es blutet, statt endlich dieses verkackte Deusch-Arbeitsblatt zum Thema Aktiv-Passiv auszufüllen und die scheiß-dämliche-Schultasche für morgen zu packen.

Aber irgendwann abends, da finden wir wieder Frieden. Da lachen wir wieder gemeinsam. Weil wir es irgendwie hinkriegen. Gemeinsam. Alle. Das ganze Drama.
Und dann, wenn ich irgendwann doch Feierabend habe, so gegen halb zehn und wieder nicht direkt ins Bett gehe, obwohl ich das eigentlich müsste, um all die Kraft zu haben für den nächsten Tag, der um 6:30 Uhr beginnt.  Und lieber noch ein Glas Wein trinke und unvernünftig noch ein zweites, dann frage ich mich, was ist eigentlich mit all jenen, die das nicht hinkriegen?

Was ist mit jenen Müttern, die nicht die Kraft dafür haben, das alles zu schaffen. Das mit dem Arbeiten und dem Haushalt und den Kindern und dem ganz normalen Leben.
Weil ihr Job sie auffrisst. Weil sie Existenzängste haben. Oder einfach Kummer. Weil sie Alleinerziehend sind. Weil das ganz normale Leben nicht immer freundlich ist. Und das System unbarmherzig. Weil sie nicht immer stark sind.
Weil ihre Kinder auch nicht auf Anhieb in diesem System funktionieren. Nicht alles sofort kapieren. Weil  sie es einfach nicht schaffen. Weil sie keine drei Sprachen sprechen. Vielleicht nicht mal Deutsch.  Weil sie auch Mathe vielleicht schon in der eigenen Schulzeit nicht kapiert haben oder nie gelernt. Weil sie keinen Bezug zu Erdkunde und der Oberrheinischen Tiefebene haben. Weil sie vielleicht aus einem anderen Land kommen, einem Land in dem es möglicherweise eine Rolle spielt, wer gegen wen Krieg führt, aber nicht, welche Gesteinsschichten, wo vorkommen. Weil sie ihren Kindern hier eine Zukunft bieten möchten, ihnen aber unser Schulsystemvöllig  fremd ist.
Weil sie vielleicht nicht mal ein dämliches Vierte-Klasse-Reh malen können. Weil sie es vielleicht  – sogar ganz sicher  – könnten, aber weil ihre Kinder sich nicht trauen würden, sie darum zu bitten. Weil die Kinder schon verstanden haben, dass dieses blöde Reh zu viel wäre.
Was ist eigentlich mit jenen Müttern und Kindern in diesem Schulsystem?
Sie sind verloren.

Und das geht so nicht.

shy

306 Kommentare zu “Was, verdammt noch mal, läuft falsch in unserem Schulsystem?

  1. Eva

    Du sprichst mir aus der Seele!
    Wie recht du hast mit den Emojis, die ich mehrmals wöchentlich mit „wie schade“, „hoffentlich kommt xy bald mal wieder ins Training“ beantworte. Oder die Mails der Eltern: “ Mein Kind Mussehe für die Schule lernen, keine Zeit mehr für Sport“, das macht mich echt traurig. Wie sind wir bloß alle groß geworden? Mit Hobbys und Freunde treffen täglich. Wie haben wir es bloß geschafft, einen Abschluß zu machen, einen Beruf zu erlernen oder gar zu studieren?
    Kinder mit Problematiken, Nichtstillsitzer, Meinungsäußerer…die sind alle krank! Krank gestempelt vom System. Passen nicht rein. Dabei finde ich es toll, was solche Kinder für Ideen haben, was für unglaublich positive Seiten sie haben. Aber die Gesellschaft will das nicht sehen. Denn was nicht passt, wird einfach passend gemacht, oder?
    Ich bin wirklich sehr stolz auf meine Kinder, die sind wie sie sind. Ich finde es auch toll, dass dein Sohn noch träumen kann und deine toughe Tochter, die so viel lacht finde ich auch toll!
    Es erwärmt mir das Herz, wenn ich dich lese ❤️️

    • SARAH

      Leider habe ich einen so genannten „Problemfall“ zu Hause und ich finde ihn wunderbar so wie er ist . Er sieht die Welt mit ganz anderen Augen und das ist toll. Doch leider „funktioniert“ er nicht so wie die Gesellschaft ihm das vorschreibt und soll daher Medikamentös eingestellt werden … Die spinnen doch alle die einzigen die Medikamente brauchen sind die , die meinen dass BESONDERE Kinder Medikamente brauchen um so zu funktionieren wie die es gerne hätten !!!! Mich macht es jedesmal so wütend wenn jemand zu mir sagt mein Kind wäre nicht normal … Was ist normal? Ein „Ja“sager ? Ein Kind was keine eigene Meinung haben darf weil es dann nicht der Norm entspricht? Es ist einfach nur zum kotzen !!!

      • Simone

        Sobald du bei uns nicht mehr in die Norm passt, bist du ein Sonderfall. Und wirst mit sämtlichen Therapien noch mehr eingeengt. Darüber denkt aber keiner nach das dies ein ewiger Kreislauf ist der alles nur noch schlimmer macht. Man macht und tut und wird hinterher doch nur blöd angeschaut. Es ist einfach widerlich.

        • Svenj

          Ich selbst bin so ein „Sonderfall“ (und nicht besonders glücklich damit, um ganz ehrlich zu sein)… ich hatte überforderte Lehrer, habe einen IQ-Test hinter mir und auch einen Erziehungsberater der meine Mutter empfohlen hat, mich mit Medikamenten vollzustopfen…
          Wieso? Weil ich eine unterforderte, verträumte Leseratte war, die im Kindergarten schon schreiben konnte… (bin jetzt 15)
          Es sind nicht nur die, die Verhaltensprobleme/Krankheiten aufweisen, die nicht ins System passen. Nein, auch solche, die einen höheren IQ als alle Anderen habenwerden eingeengt, anstatt dass man uns fördern würde.
          Die, die für unsere Ausbildung zuständig sind, scheinen sich zu denken, man müsse unsere „speziellen Fähigkeiten“ so lange wie möglich ignorieren und uns Kinder davor schützen. Es wird schlecht gemacht oder wir werden darauf reduziert und blöd angeschaut wenn wir mal eine Antwort nicht wissen.
          Ich hatte mal ein Gespräch mit einem Lehrer, nur weil ich in einem Test knapp genügend war. Dass ich aber die ganze vorige Woche krank war, und vor zwei Tagen erst erfahren hatte, dass wir an jenem Tag einen Test schreiben würden, hat er gekonnt ignoriert.
          Auch wir sogenannt hochintelligenten Kinder (von Mama liebevoll „kleine Genies“ genannt) können nicht immer funktionieren. Wir sind auch nicht perfekt!

          • Nicole

            Du sprichst mir total aus dem Herzen! Bin jetzt 30 und auch ich kenne das was du beschreibst aus meiner eigenen Schulzeit. Ich finde es toll zu sehen wie reflektiert du das mit 15 Jahren schon einschätzen kannst, so weit war ich damals bei weitem nicht. Mach weiter so und lass dich nicht unterkriegen, aber finde dich vorsichtshalber schonmal damit ab, dass sich dieser Effekt nicht nur auf die Schule beschränkt, sondern sich leider leider im Berufsleben fortsetzen wird… Der Trost, man kann trotzdem ganz gut leben!

          • alex

            geht mir genauso.. ich bin jetzt anfang 30 und habe 3 abgeschlossene studiengaenge.. und bekomm nirgends einen job… nur weil ich mein hobby zum beruf gemacht habe und einfach alles wissen und koennen muss, was es in diesem bereich gibt und saemtliche personalchefs/abteilungsleiter etc. damit in den wahnsinn treibe (anscheinend), nur weil jene keine ahnung von der materie haben… habe mich dann vor ein paar jahren selbstaendig gemacht und naja das passt schon so. hab auch in der 4. klasse schon programmieren koennen und mir wurde mitte der 90er immer eingetrichtert – den *computerscheiss* wird nie einer brauchen und es waere absolut *sinnfrei* so etwas zu koennen…..jo genau….. wenn man so eine *art* mensch ist, dann wird es NIEMALS besser -.-* leider

      • Megi

        Auch mir gehts so. Bin aber strickt gegen Medikamente. Darf ich fragen, wie Du das Problem Schule löst?? Alles Liebe, eine ebenfalls kämpfende Mama :)

        • Megi

          Haha strickt XD Natürlich *strikt*. Aber ihr wisst jetzt, was ich grad für meine Kleine mache & auch dafür das Netz brauch, weil stricken nicht mein Fachgebiet ist :)

        • Brigitte Gomernik

          Biggi
          Keine Medikamente. Lernorte wechseln, eventuell in der Natur, wenn es die Temperaturen zulassen. Oder vielleicht bei jemand anderem, Fragen Sie ihr Kind. Immer ein Stück weit Eigenverantwortung geben und auch zulassen, wenn mal etwas nicht so perfekt ist, wie Sie oder andere es gerne hätten. Kreativität ist die Freude am Leben. Ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung: Die Lehrerin meines Buben beschwerte sich bei mir , dass er nicht schön zeichnen kann. Ich habe ihr darauf gesagt, dass viele Künstler auch nicht schön zeichnen können und trotzdem werden ihre Bilder verkauft. Meine Buben brauchen Hammer und Nägel und sie werden staunen, was sie daraus machen. Damit war für mich die Sache erledigt und hörte nie mehr eine Beschwerde. Seien Sie mutig Ihre Meinung zu sagen und zwar immer in einer respektvollen Form, denn dann ist Ihre Meinung auch bestimmt. Kinder sind kostbare Perlen, die nicht rund sein müssen sondern so wie diese, durch Einschlüsse eigene Formen annehmen dürfen. – Meine Meinung: Wir hätten nicht so viele Genies, wenn alle gleich gut wären. – Geben Sie dem Kind die Sicherheit, dass Sie ganz hinter ihm stehen. Wichtig ist Konsequenz und auch das Einhalten derselben. Planen Sie mit dem Kind die Zeit und schreiben Sie es auf. Es gibt verschiedene Typen des Lernens. manche müssen beim Lernen herumlaufen, andere brauchen dazu Musik, wieder andere Ruhe und auch unterschiedliche Lernzeiten. Ich habe eine tolle Idee im Internet gefunden, die glaube ich funktionieren könnte, natürlich altersgerecht zu formulieren und anzuwenden.
          Hausaufgabenvertrag
          *****************
          -Ich, ………, darf eine Woche lang selbst bestimmen, wann ich die Hausaufgaben erledige
          -Die Hausaufgaben müssen jedoch vor dem Abendessen erledigt sein
          -Falls ich die Hausaufgaben mehr als einmal nicht vor dem Abendessen gemacht habe, dürfen meine Eltern für den Rest des Monats bestimmen, zu welchem Zeitpunkt ich die Hausaufgaben mache
          -Wenn ich es schaffe, die Hausaufgaben regelmäßig vor dem Abendessen zu machen, wird dieser Vertrag um eine Woche verlängert
          Unterzeichnet:

          ………..________________Eltern_________________
          Dieser Vertrag klingt plausibel und würde dem Kind auch einiges abverlangen. Vor allem sich selbst entscheiden zu dürfen und zu lernen bei Nichterfüllen des Vertrages die Konsequenzen zu tragen (natürlich auf einen beschränken Zeitrahmen, dann wieder neu versuchen).
          Aber bleiben Sie und alle, die dies lesen weiterhin Kämpfer für die Kinder. Liebe Sie sie mit ganzem Herzen und verzeihen Sie auch ohne Vorhaltungen. Entschuldigen Sie in der Schule nur was wirklich zu entschuldigen ist – Krankheit, Arztbesuch oder andere besondere Vorkommnisse-, für selbstverschuldete Fehler – Schulschwänzen, zu spät kommen aus eigener Schuld, weil nicht aufgestanden uvm. -, soll das Kind selbst Verantwortung übernehmen. Lieber später in die Schule als gar nicht. Begleiten Sie ihr Kind und hören Sie was es sagt. Das Kind lernt von Ihnen und merkt, dass es wichtig ist, Dass sein Beruf Schüler/ Schülerin zu sein mehr ist und dass es auch dafür Verantwortung übernehmen darf und kann.

          • Uli Kaube

            Danke Brigitte für diese Supi Antwort, die genau des Pudels Kern trifft. Dieser Text sollte unbedingt weiterverbreitet werden.

          • Sandra

            Großartige Empfehlungen. Danke für Ihre helfenden Worte und weiterhin viel Erfolg.

          • Claudia

            „Kinder sind kostbare Perlen, die nicht rund sein müssen sondern so wie diese, durch Einschlüsse eigene Formen annehmen dürfen.“ – ein sehr schönes und treffendes Bild!

      • nicole

        Robert Betz hat mal gesagt: wenn dir jemand sagt „du bist ja nicht normal“ dann freu dich und bedank dich ehrlich für dieses tolle Kompliment!

      • lena

        Es ist das beste was ihm passieren konnte eine mama zu haben die das so erkennt! Alles liebe

      • Anna

        Hallo Sahra, mein kleiner Bruder ist jetzt 10 Jahre alt. Die erste Klasse hat er in der Waldorfschule in Offenburg erlebt. Als die aber die Meinung geäußert haben, er solle doch mal schauen ob nicht die örtliche Psychiatrie etwas für ihn wäre, haben meine Eltern ihn natürlich sofort von der Schule genommen. Leider haben wir erst danach herausgefunden, dass er Hochsensibel ist. Als mein Bruder dann auf die staatliche Schule gewechselt hatte sagte er einmal :“Hier werde ich endlich wie ein Mensch behandelt“. Das sagt doch schon alles oder?

      • Heutschi Markus

        Gratuliere…. Dann hast Du ein Kind, welches selbst denkt und hinterfragt. Ein Kind welches sich später einmal nicht von unseren Medien und Politikern verarschen lässt. Was denkst Du, weswegen man dein Kind umprogrammieren will? Solche Kinder könnten im Erwachsenenalter „systemkritisch werden, wie sie es nennen. Es liegt nicht im Interesse hochrangiger Politiker, Bankiers und Geschäftsleute, dass sie Gegenwind bekommen und/oder Menschen sich deren Griff entziehen. Das wäre wie wenn einem Bauer die Milchkühe davonlaufen.

        Dass sich dein Kind Wissen aneignet ist gut. Dass es selbständig denkt und forscht, ist noch besser. Der grösste Teil unserer Bevölkerung besteht mittlerweilen leider aus programmierten Zombies, deren einzige Aufgabe es ist, für eine kleine Handvoll Leute weltweit, das kümmerliche Restkapital der vararmenden Welt auch noch einzuheimsen.

      • Lena

        Lass dir nix einreden !! Ich passe bis heute nicht ins system .. denke anders und kenne viele die sog. ADHS -Kinder waren .. Lächerlich .. das sind normale Kinder mit nen bisschen mehr energie . !!!!

        Anbei noch was zum Thema ADHS

        Der amerikanische Psychiater Leon Eisenberg gilt als der Erfinder des psychiatrischen Krankheitsbilds Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätssyndrom, kurz ADHS – im Volksmund auch Zappelphilipp-Syndrom genannt. Mit diesem Etikett werden Kinder und Jugendliche pathologisiert, die in der Schule durch unruhiges, impulsives Verhalten auffallen. In der Regel wird dann von Psychiatern das Stimulanz Methylphenidat (Handelsname Ritalin) verschrieben, welches von Spöttern auch als “Koks mit Kinderfreigabe” bezeichnet wird.

        Kritiker unterstellen schon seit langer Zeit, ADHS wäre eine erfundene Krankheit.

        Kurz vor seinem Tod gestand Eisenberg dem Medizinjournalisten Jörg Blech, daß AHDS ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung sei, wie die FAZ berichtet. Ferner stellt die FAZ fest, daß psychische Krankheiten keine Krankheiten, sondern ein Deutungsmuster seien: Als psychisch krank würde definiert, was gegen bestimmte Regeln verstoße und von Normen abweiche. Diese Normen wären nicht ein für alle Mal fest-gelegt, sie könnten sich verändern.

        Damit ist nun die konservative FAZ zu einer Meinung gelangt, die der libertäre Psychiater und Psychiatriekritiker Thomas Szasz schon lange war. Szasz meint, es gäbe psychische Krankheiten gar nicht im eigentlichen Sinne, sondern nur als Metapher für unerwünschtes Verhalten.

        Im Deutschlandradio gab Blech ein Interview, in dem er über seinen Besuch bei Eisenberg berichtet. Eisenberg kämpfte einst darum, ADHS als angebliche Hirnstörung in das DSM – die Bibel der Psychiatrie – aufzunehmen. Doch Eisenberg habe seine Meinung geändert. Er sei jetzt der Meinung, Kinderpsychiater müssten viel gründlicher die psychosozialen Gründe ermitteln, die zu Verhaltensauffälligkeiten führen könnten.

        Doch die Modediagnose AHDS ist vor allem eines: Ein riesen Geschäft für die Pharma-industrie. Laut Spiegel seien die Verschreibungen von Ritalin von 34 Kilogramm im Jahre 1993, auf Jahr 1760 Kilogramm im Jahr 2011 angestiegen.

         https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2012/02/12/ein-goldesel-fuer-die-pharmaindustrie

        • iche bins

          Ich kenne viele Kinder die „ADHS“ haben. Jedes Kind reagiert anders. Komisch ist nur, das einige „ADHS – Kinder“ über einzelne „ADHS – Kinder“ urteilen: „ich / wir haben auch ADHS, aber so ein Benehmen habe ich / wir nicht.“
          Stimmt!
          Schlimm ist aber, wenn sich Eltern und auch Kinder hinter dieser „Krankheit“ verstecken. „Mein Kind hat ADHS, also ist es (das Kind) so!“ und noch schlimmer “ Ich habe ADHS, also kann und darf ich alles machen was will und nicht normal ist“ Ausspruch vom Kind.
          Richtig ist, diese Kinder brauchen unsere besondere Aufmerksamkeit, meistens mehr Forderungen und auch Förderung, Jedoch aber NICHT unser Mitleid.

          • Steffi

            Ich bin 33 und habe ADHS. Ich bin höllisch froh das ich vor ca. 8 Jahren meine Diagnose bekommen habe und Medikamente nehmen darf die mir helfen. Ich wüsste nicht wo ich sonst wäre.. oder wie es mir ginge. Das liegt im übrigen nicht am System :)
            Bevor über jemanden geurteilt wird den man nicht kennt.. sollte man erst mal in dessen Schuhen laufen.
            Natürlich gibt es Fehldiagnosen. Natürlich werden auch mal Medikamente verschrieben obwohl es nicht nötig wäre.. und natürlich spricht nicht jeder auf jedes Medikament gleich gut an. Aber.. natürlich gibt es auch Menschen (Kinder und Erwachsene) denen damit geholfen werden kann und die diese Hilfe auch bitter nötig haben.

        • Steffi

          Ich bin 33 und habe ADHS. Ich bin höllisch froh das ich vor ca. 8 Jahren meine Diagnose bekommen habe und Medikamente nehmen darf die mir helfen. Ich wüsste nicht wo ich sonst wäre.. oder wie es mir ginge. Das liegt im übrigen nicht am System :)
          Bevor über jemanden geurteilt wird den man nicht kennt.. sollte man erst mal in dessen Schuhen laufen.
          Natürlich gibt es Fehldiagnosen. Natürlich werden auch mal Medikamente verschrieben obwohl es nicht nötig wäre.. und natürlich spricht nicht jeder auf jedes Medikament gleich gut an. Aber.. natürlich gibt es auch Menschen (Kinder und Erwachsene) denen damit geholfen werden kann und die diese Hilfe auch bitter nötig haben

      • sjöberg

        Ich finde es super das Du so ein ,,Problemfall,, NICHT mit Pillen vollstopfst !!!Anstrengend können sie sein,jedoch sind sie ganz toll ANDERS und das sollten Eltern ihnen lassen.!!!

      • Jeannette

        Dein Sohn ist genau richtig, du bist genau richtig ! Und dein Sohn ist kein „Problemfall“, sondern das System und die Menschen darin.
        Das sage ich als Großmutter, die das Glück hatte ihre 3 Kinder vor 25 Jahren in der Schule zu haben. Ja, auch da hat es schon bisschen angefangen „Stupid“ zu werden ! Aber was heute läuft! Oh heiliger Shit !!! Ich will nicht mit euch tauschen und trotzdem sehe ich was läuft in unserem ach so modernen Schulsystem. Meine 8 Enkel die zum Glück alle „ziemlich“ normal ! sind und deren Eltern die den ganzen Leistungsdruck zum teil mit Gelassenheit probieren hinzunehmen, sind auch immer auf einer Gratwanderung..
        Ich weiss…. für eine (nur Großmutter) ist es easy zu sagen; doch, probiert den Kindern zu Hause ihre Oase zu geben.
        Nicht zu Hause auch noch Druck…. und sagt auch mal entschieden nein zum Lehrer. Euer Kind wird es euch später danken.

      • Heidi Steffl

        Liebe Sarah,
        ich kann Deine Sorge wegen der Medikamente gut verstehen, ich hatte auch einen so genannten “ Problemfall“ zu Hause und ich wusste auch nicht was die Leute für Probleme mit ihm hatten, denn für mich war mein Sohn einmalig und toll wie er war. Heute ist er fast 22Jahre und leider muss ich dazu sagen, dass wir uns damals den Ärzten angepasst haben da wir von der Schule den Druck hatten etwas zu tun damit man ihn nicht in die Sonderschule schickte. Es hat ihm nicht geschadet, er konnte sich besser konzentrieren und das Lernen in der Schule fiehl ihm leichter als vorher…..aber das heißt nicht das unsere Kinder deshalb nicht normal sind, im Gegenteil sie sind perfekt für uns weil wir nicht so verkorkst sind wie die, die unsere Schulsystem geschaffen haben und uns ihre blöden Regeln aufzwingen wollen und wenn die alle normal sind, dann bin ich gerne NICHT NORMAL!!! Es ist einfach alles zu kompliziert geworden, die Kinder werden in der Volkschule schon überfordert und das geht die ganzen 9 Jahre so weiter und wenn sie irgendwas nicht schaffen oder verstehen werden sie als nicht normal abgestempelt. Ich liebe meine Kinder und für mich sind sie Perfekt wie sie sind und das wird sich nie ändern <3

      • Elli

        Liebe Sarah,
        Meinem Sohn wollten sie damals auch Medikamente geben weil er angeblich hyperaktiv sei. Das habe ich nicht zugelassen, er war schwierig, aber besonders. Für alle Seiten nicht einfach.
        Heute ist er 25 Jahre, macht eine Ausbildung und schreibt in der Berufsschule nur Einsen und Zweien.
        Jedes Kind hat sein eigenes Tempo, und manchmal sollte man einfach seinem Kind vertrauen.

      • Claudia Bruske

        Es gibt kein Normal. Jeder ist und bleibt einzigartig. Und das ist auch gut so. Die meisten Schulkinder fallen nicht aif, weil sie durchschnittlich sind. Sobald aber jemand schlechter ist, warum auch immer, wird meist nicht die Ursache erstnal gesucht. Sondern das Kind deutlich als „besonders“ behandelt. Meist ein Leben lang. Kein Lehrer hat Zeit sich dem anzunehmen. Sonderschule heißt das Stichwort, für schwer erziehbare Kinder. Ich finde es echt abartig diese Ausgrenzung. Flüchtlinge sollen wir integrieren. Wir schaffrn es doch noch nicht mal mit unseren eigenen Mitbürgern.

    • Kati

      Oh, wie finde ich uns in deinem Text wieder
      Das gibt Kraft, wenn man weiß, daß man mit dieser Einstellung nicht allein da steht.
      Bei meinem Sohn war es in der Grundschule sogar so schlimm, das sie uns zu einer Förderschule rieten, heute ist er 10. Klasse, wird voraussichtlich einen FOR mit Berechtigung zur Gym- Abschluss schaffen und wir haben das wissen, das er einen IQ von weit über 150 hat….
      Es tut mir auch jedes mal soooooo leid, wenn ich meine verträumte Tochter antreiben muss und es nicht mehr schaffe Geduld aufzubringen , obwohl ich in meinem Beruf als Erzieherin mit den Kindern immer sehr geduldig bin….
      Ich danke dir für deinen Text

    • nicole

      Wir haben uns für eine Montessori-Schule für unsere beiden Kinder entschieden weil wir sie nicht in dieses System pressen wollten, von dem wir nicht überzeugt sind und das bei uns selbst schon unschöne Spuren hinterlassen hat -obwohl unsere Schulzeit im Vergleich wahrscheinlich ein Spaziergang war.
      Es war die beste Entscheidung meines Lebens! Sie gehen heute in die 6. Und 8. Klasse und freuen sich immer noch, wenn die Ferien endlich vorbei sind….

    • DIANA

      Oh wie wahr!
      Und zum Thema von Mama gemalten Rehen (bei uns war es ein Topfdeckel)…Der zu aller Schande am Elterabend zum Thema gemacht wurde und mit nicht unmissverständlich Blicken abgestraft wurde um die angagierte Hilfe als Mutter anzuprangern…Fazit :“ das Kind ist überfordert und bedarf jetzt kommts!… Sonderpädagogischen Förderbedarf! Und Schuld war dann wohl ein nicht gelungener Topfdeckel !? Nicht mit uns!
      Sonderpädagogischen Förderbedarf bedeutet für das Kind das es in der Schulakte als „behindert“ vermerkt ist laut Sonderpädagogin bezeichnet man das so nicht mehr, deswegen Sonderpädagogischen Förderbedarf…aha also nur eine andere Namensgebung für ein und die selbe Sache?! Liebe Muttis bevor Ihr Euren Kindern solch ein Antrag stellt bedenkt ,das er auf ewig am Kind haftet…Das Kind erfäht Inklusion in dem es aus dem Regelunterricht geholt wird und separat durch Pädagogen für Förderbedarf getestet wird und auch nur die Basics geschult bekommt. Die Lücke des eigentlichen Schulstroffes Stand 4/5.Klasse (obwohl 7.Klässer! ) Muss natürlich von den Eltern aufgearbeitet werden! Wir kämpfen nun das 7te Schuljahr und haben nun endlich erwirkt das das Kind dem Regelunterricht mit riesen Lücke folgen darf (wobei der Sonderförderbedarf nur ausgesetzt wurde) wir haben Ihn nicht los!
      Woran es wohl nun liegt am Topfdeckel oder dem System…Darüber streiten sich die Geister!

      • Beate

        Da kann ich dir nur bdingt zustimmen Diana.Meine Tochter hatte auch Sonderpädagogischen Förderbedarf ,wir haben uns bis zum 5. Schulbesuchsjahr dagegen gesträubt sie auf eine Förderschule wechseln zu lassen haben mit einer Ergotherapie und Nachhilfe versucht sie auf der Regelschule zu lassen,aber Mitte 4. Klasse ging nix mehr .Sie hatte dann die Möglichkeit an der Förderschule zu Hospitieren und wollte , was vorher undenkbar war von diesem Tag an, in diese Schule gehen.Bei ihr hätte der Wechsel früher stattfinden müssen ,sie war schon an der Grenze zur Lernverweigerung durch die ständige Überfoderung.Fazit ,der Wechsel war absolut richtig das Klientel an der Schule schwierig aber sie hat es geschafft, hat heute einen Qualifizierten Hauptschulabschluss, eine geförderte Ausbildung als Verkäuferin und arbeitet im Visual Merchedeising Bereich, Führerschein hat sie auch.Es gab Zeiten da hätten wir all dies nicht für Möglich gehalten und ich möchte hier darauf hin weißen das eine Förderschule nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten muss sondern auch eine Chance für das Kind sein kann und letztlich auch für die Familie.Aber ich kann natürlich deine Vorbehalte verstehen wir hatten sie auch und ich würde mir wünschen das Besondere Kinder in Zukunft in der Regelschule Integriert werden. Der Hauptartikel hat mir übrigens auch aus der Seele gesprochen, ich habe insgesamt 3 Töchter und die Geschilderten Situationen kamen mir alle bekannt vor ;-) LG Beate

    • Sophie

      Ich finde diesen Artikel ziemlich plakativ und vereinfacht dargestellt, denn es ist nicht ausschließlich das System sondern leider auch wir als Eltern, die diesen Unfug mitpraktizieren, unterstützen und fördern durch einen Leistungswahn der seines Gleichen sucht. Wie würdet ihr reagieren, wenn eine Schule sagen würde: Lasst die Kinder wieder Kinder sein, keinen Druck, keine Hausaufgaben etc. Die Mehrheit der Eltern würde nach kürzester Zeit auf der Matte stehen und die Angst um die mangelnde Förderung und vor allem Forderung ihres Nachwuchs lautstark kundtuen. Ihr solltet nicht korrigieren, hinterhersitzen, euren Kindern Rehe ins Heft malen, vielmehr solltet ihr sie motivieren das alles selbst zu wollen und zu machen. Korrigieren ist Aufgabe der Lehrer und was ist so schlimm daran, wenn meine Tochter/mein SOhn einmal nicht alle Strophen des Gedichts aufsagen kann, dafür aber einen schönen Nachmittag mit Freunden verbracht hat!? Mut zur Lücke! Vertraut in die Fähigkeiten eurer Kinder und das Leben wird für euch und vor allem für das Leben eurer KInder einfacher.

      • Elisa Martin

        Würde ich den Unfug nicht mitpraktizieren, dann würde mein Kind auf der Strecke bleiben, ganz klar!!! Und mein Kind ist NICHT auf dem Gymnasium sondern „NUR“ auf der Realschule! Mein Kind ist von einer normalen Schulwoche total übermüdet. Er hatte zum Beispiel vor Kurzem 4 Klassenarbeiten in einer Woche, davon waren sogar 2 Klassenarbeiten (in Hauptfächern) an einem Tag, weil Lehrer es heutzutage nicht mehr gebacken kriegen sich absusprechen! Das war auch nicht nur ein Zufall sondern das ist ständig so“
        Wenn die Lehrer, wie sie schreiben, „KORRIGIEREN“ würden, dann wäre das ja ok. Aber heutzutage tut das kein Lehrer mehr (Ausnahmen möge es ja geben; wohl aber eher selten).
        An jedem Elternabend wird durch die Lehrer betont, dass die Verantwortung für den schulischen Erfolg bei den Eltern liegt….die Zeiten haben sich nunmal gewandelt und wir leben nicht mehr in 1990!!!

        • Birgit

          Das Buch „Bei schlechten Noten helfen gute Eltern“ berichtet von Studien, die bestätigen, dass Eltern einen größeren Einfluss auf die schulischen Leistungen als die Lehrer haben. So ist der Einfluss der Eltern bei 30-50% während die Lehrer die Leistungen nur zu 5 bis 15% beeinflussen.

          Die Eltern sollen den Kinder nicht Ersatz-Unterricht geben sondern vor allem darauf achten, dass sie sich um ihre Sachen kümmern, eine positive Einstellung zur Schule haben, ordentlich die Aufgaben erledigen, das Hefteinträge vollständig sind und Ähnliches. Eben das, was man als Eltern besser leisten kann als die Lehrer. Wenn ein Kind im Unterricht richtig aufpasst und aktiv mitarbeitet sollte es kein Problem haben,

      • horus

        offensichtlich, arbeiten wir in diesem land an japanischen zuständen… dort bringt sich jeder vierte teenager, wegen überforderung um.
        ich bin kein vater und werde das wohl auch nicht werden, da ich meine eventuellen kinder diesen zuständen nicht ausstzen möchte.
        ps die fehlende großschreibung, resultiert aus faulheit :)

      • Barbara

        Danke, das habe ich auch gerade gedacht. Ich würde meinem Kind kein Reh malen sondern Fragen willst du das Reh malen oder geht es auch ohne Reh? Lernen Prioritäten zu setzen. Wäre bei mir Mathe und für das Kind Sport und die anderen Fächer laufen nebenher. Man muss nicht perfekt sein. Vlt geht ja auch ein Reh Sticker…

    • Madlen

      Es ist nicht die Gesellschaft, die die Kinder so haben will sondern die Marktwirtschaft. Ich kenne niemanden, der diesen ganzen Stress für Kinder gutheißt noch rechtfertigt. Es wird uns von den Medien so eingehämmert, dass wir superflexibel und immer leistungsfähig sein sollen. Ist aber gar nicht möglich sowas. Außerdem macht es dauerhaft krank. Dazu gibts genug Studien.

    • Anna

      Ich kanns nicht mehr hören. Ja, ich mag meine Kinder auch. Ja, meine Kinder sind auch nicht perfekt, ich arbeite auch halbtags, ich bin schon gar nicht perfekt, und wir haben auch alle so unsere Probleme.
      Aber das Gejammer da geht mir schon sowas von über! Was erwarten denn alle Eltern? Die kunterbunte Kuschelschule, in der sich alle wohlfühlen und trotzdem viel lernen? Lehrer, die milde lächeln, wenn sich eines der KInder total daneben benimmt, andere stört (im besten Fall), belästigt oder körperlich angreift (im schlechteren Fall)?, die sagen: „Macht ja nichts“, wenn ein Kind was vergisst (Was ja an und für sich nicht schlimm ist. Nur wenn das einreist, dann denkt halt gar keiner mehr an was). Und wie schrecklich – manchmal müssen Kinder was mitbringen in die Schule – Blätter zum Beispiel. Wie kann man nur?
      Hausaufgaben korrigiere ich nur noch in Extremfällen nach, das geht auch mit 8 Jahren alleine. Und wenn Fehler drin sind? Ja, dann sind sie halt drin. Dann muss der Fehler eben verbessert werden. Was bringt es, wenn die Mama mit dem Radierer daneben sitzt? Wer lernt dabei?
      Der Stress mit Chor, Ballet, Sport, … der ist hausgemacht! Wenn es sich ausgeht, machen die Kinder was (heuer der große Musik), wenn nicht, dann nicht.
      Fazit: Alles Lernen ist Arbeit. Es gibt keine Methode, bei der die Kinder nur spielen müssen, und alles können. Und es gibt Kinder, die tun sich schwerer als andere (mein Kleiner zum Beispiel). Aber wenn sie nicht selbständig werden dürfen, wenn sie nicht wissen, wo ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen sind (und jeder ist halt nicht überall gleich gut oder schlecht) – dann wirds noch schwieriger für die KInder. Nicht die Lehrer, die Gesellschaft, die Schule – wir Eltern habens in der Hand. Hört doch endlich auf zu Jammern! Diese ewige Angst – mein Kind könnte nicht mitkommen! Mitkommen wohin? Halbwegs glücklich sollen sie sein. Und das kann ich vorbereiten.

      • SW

        Beste Antwort Anna, genauso stimmt’s.
        Und vonwegen der normale Arbeitnehmer sitzt um 17:30 Uhr daheim – dass ich nicht lache -, die Lebensrealität für Vollzeitarbeitnehmer sieht heutzutage leider anders aus, liebe Autorin des Leitartikels.

      • Birgit

        Sehr guter Beitrag!

    • B

      Mutig und ehrlich, all‘ dass was hier zu lesen ist. DANKE dafür.
      Es geht mehr Müttern und Kindern so, als es vll. scheint.
      Nur wenige Mütter haben eben diesen Mut und die Kraft die Sachlagen konkret zu benennen, nicht auszublenden, … geschweige denn den Mut und die Kraft ihre Kinder zu wenigstens hier und da frei denkenden und handelnden Individuen! werden zu lassen. Sie also zu bestärken in ihren Gefühlen, ihren Stärken und Schwächen, Neigungen, Interessen, Fertigkeiten und sie zu akzeptieren wie sie sind. Die ihre Kinder nicht in Schemata pressen (lassen ) und somit nicht zu Marionetten dieser Gesellschaft / Wirtschaft .
      Das kostet Lebenskraft und -Zeit.
      Sich diese Zeit zu nehmen kostet wiederum Mut, Verzicht. Besonders als Mutter, weil es bedeuten kann, dass Beruf und z.B. finanzielle Vorsorge , („Luxus“ – z.B. Fernreisen) zurück stehen oder nur eingeschränkt möglich sind.
      Wir sind Eltern von zwei sehr unterschiedlichen Jungen (11, 9 ), die jeder auf seine Weise begleitet, gestärkt und gefördert werden wollen, tlw. müssen. Habe mir mein Berufsleben mit akademischen Abschluss und kontinuierlichen Fortbildungen auch anders vorgestellt.
      Überaus glücklich bin ich jedoch darüber, dass beide gesund sind und ich weiß, dass ich /wir Ihnen mit unserer Zeit, die wir ihnenen widmen und dem Raum, den wir ihnen lassen, zum einfach nur SEIN können, einen Beitrag leisten, dass sie hoffentlich nicht als junge Erwachsene bereits ausgelaugt /erschöpft in ihr (Berufs-) Leben treten.
      Ich wünsche allen Müttern und ihren Kindern mehr Achtsamkeit für sich selbst und den Mut sich Zeit zu nehmen .

    • stella

      dein artikel ist toll und spricht sicherlich zig müttern aus der seele! es könnte auch fast ein exaktes abziehbild unseres alltags sein, mit dem unterschied, dass ich ein u3-kind habe und eine 1stklässlerin….. sie geht auf eine reformschule, wovon wir uns etwas weniger druck erwarten – mal abwarten….
      dein titelthema ist die bekackte schulsituation in unserem land – unser verschissenes bildungssystem. aber du sprichst indirekt so viele themen an, die uns und so viele familien bewegen: die jobs, der gesellschaftliche druck und irgendwie auch die emanzipation auf männlicher, wie auf weibleicher seite, die, so wie das sehe, irgendwie so gar nicht funktioniert…. die frauen arbeiten halbtags und managen dazu den ganzen familienalltag… die väter bemühen sich ohne ende den fuß in diese mutter-kind-haushalt-familienleben-blase zu kriegen und doch klappt auch das nur so halb….. beide elterteile zerreissen sich wo sie nur können…
      und was ist mit den vielen alleinerziehenden – da darfst du gar nicht drüber nachdenken – es ist zum heulen…..
      am ende kann ich auch mit dir einstimmen: wi kriegen das auch alles ganz gut hin – aber es ist ein drahtseilakt und es klappt nur, weil wir die prioritäten so setzen, dass wir mit möglichst wenig druck, viel freude, genügend auszeiten, urlaube planen und im allgemein eher wenig konsumieren – matrialismus ist ein winzig kleine thema in unserem leben. aber, wie gesagt du musst dich stets darauf besinnen und stetig autosuggestion betreiben….
      mach weiter so! setz dich für deine kinder ein und ich finde du hast das recht mitzuentscheiden, wieviel zeit deine kinder nach der schule noch mit schularbeiten etc. verbringen….

    • Iris Kreye

      Mein ältester Sohn, heute 21, hat sich mit ADS durch Kindergarten und Schule gequält- bis hin zu Selbstmordgedanken. Verständnislose Lehrer und Eltern haben uns das Leben sehr, sehr schwer gemacht. Nicht nur unser Sohn, sondern auch wir Eltern, wurden ausgegrenzt. Uns wurde verdeutlicht, wir würden unser Kind nicht erziehen, würden alles falsch machen. Jahrelang waren wir völlig überfordert, trotz Ergotherapie und etlichen anderen Therapien. Unserem Sohn, der sehr intelligent ist, wurde das Lernen gründlich verhagelt – und das bis heute. Trotzdem hat er eine abgeschlossene Ausbildung als Elektriker und ist im Ausbildungsbetrieb übernommen worden und hat heute viele Freunde und auch eine feste Freundin. Gott sei dank hat er den Glauben an sich wiedergefunden, denn in der Schule wurde ihm sämtliches Selbstbewusstsein genommen.
      Unser zweiter Sihn ging glatt durch die Schule und es war auch für uns als Eltern eine völlig neue Erfahrung, als „normale“ Eltern behandelt zu werden.

    • Nicole

      Ich sitze hier, meine 5 Minuten Ruhe morgen, bevor der Sturm lis geht und weine, wirklich ich weine… Wir schaffen es zur Zeit, noch,aber wie….und ich werde nie aufgeben!
      DU SPRICHST MIR AUS DER SEELE, DEM HERZEN….
      Meinem Sohn wurde schon ab der dritten Woche im ersten Schuljahr vermittelt, du bist nicht ok, was du tust ist nicht ok.. jetzt hat er sich aufgegeben, aber wir nicht….
      Aber es ist schwer, verdammt schwer…
      Denn mein Kleiner der als Baby eine schwere Op hatte, der ist wohl auch nicht ok so wie er ist und da sind wir auch schon zu allen möglichen Terminen unterwegs. Denn wir werden nie aufgeben!

    • Barbara

      Was will man haben erfolgreiche Kinder oder Glückliche Kinder?
      Was müssen wir tun um das zu bekommen?
      Sind erfolgreiche immer glücklich?
      Können glückliche Erfolgreich sein?

    • VOLLZEITMUTTER MIT JOB

      Danke. Endlich weiß ich bin nicht allein. Mir fehlten bloß die endlosen Gespräche mit Lehrern und anderen Eltern weil eines meiner Kinder etwas doofes zu einem anderem gesagt hat. Und nicht zu vergessen die Vorwürfe der Teilzeit arbeitenden Mütter man arbeite zu viel. Das einzige war mich das durchstehen lässt sind meine zwei Kids die sagen das sie froh sind mich als Mutter zu haben.
      Nochmal danke für deine offenen Worte! Du sprichst so vielen damit aus der Seele und manchmal hilft ja genau das. Zu wissen es geht nicht nur mir so.

  2. Maya

    Ich glaube, das ist auch selbstgemachter stress.
    Ich helfe bei den Hausaufgaben bei einzelnen fragen „mama wie sage ich xy auf englisch“, aber ich fühle mich nicht für ihre Hausaufgaben verantwortlich. Ixh mache Gebrauch von den Richtlinien, die es in jedem BL gibt, wie lange Hausaufgaben etwas dauern sollten und breche dann auch an, wnen die kinder nicht mehr können- mit einer kleinen Notiz ins Hausaufgabenheft.
    Ich habe sowohl sehr organisierte als auch absolute chaoskinder und bringe ihnen von Anfang an bei selbst mir den Konsequenzen (strafarbeiten/nachsitzen) zu leben, wenn sie ihr zeug vergessen.
    Ich mache Lehrer deutlich, dass ich kein hilfslehrer bin und nicht die Richtigkeit von haushaufgaben kontrolliere, sondern das ihr job ist.

    Ja Schule ist stressig und nervig ubd kann das familienLeben beeinflussen- aber wie sehr hat man auch ein grosses Stück selbst in der hand. Man kann kinden Eigenverantwortung beibringen und dass schule ihr Gebiet ist in dem sie weitestgehend frei von elterlichem kontrollwahn agieren dürfen -mit allen Freiheiten aber eben auch Pflichten und konsequenzen.
    Dieses loslassen tut dem Familienleben sehr gut.

    • helga

      Wenn wir jeden Tag die Zeit einhalten würden die für die Hausaufgaben vorgesehen sind, dannn hätten von 25 Kindern nur 5-8 Kinder am nächsten Tag ihre Hausaufgaben komplett fertig. Kinder sollten Sport machen, was aber wegen der Hausaufgaben tatsächlich sehr oft nicht geht, denke und glaube das auch, das liegt nicht an unseren Kindern.

      • Anonymus

        Und was wäre, wenn nur 5-8 Kinder die Hausaufgaben komplett fertig hätten? Ernsthaft. Was wäre dann? Das Problem ist doch, dass es kein „wir“ gibt, wir nicht solidarisch die Hausaufgaben nur 30-45 Min. machen lassen (Grundschule), sondern die meisten Eltern den Kindern noch die verdammten Rehe zeichnen, damit das Kind nicht als Einziges am nächsten Tag „doof“ da steht.

        • Ajs

          Ganz genau! Wären es nämlich wirklich nur 5-8 Kinder mit fertigen Hausaufgaben, und zwar täglich, dann würde es bei den Lehrern auch irgendwann „Klick“ machen und vielleicht käme es dann endlich mal zu der dringend notwendigen Diskussion über das bestehende System. Aber solange die Eltern das übernehmen, werden die Lehrer immer denken, dass die paar Kinder, die nicht das „Glück“ haben Eltern zu haben, die das übernehmen (etwa weil sie wie ich vier Kinder plus Vollzeitberuf haben) „weniger leistungsfähig“ „dümmer“ oder einfach „fauler“ sind als die anderen. Was passiert: überlastete Muttis auf der einen Seite, frustrierte Kinder auf der anderen Seite. Dass da frühzeitig die Lust am lernen verlorengeht – und zwar ALLEN, ist vorprogrammiert.

          • Elisa Martin

            Tja, leider vergeht einem Kind auch die Lust am Lernen, wenn man das enige Kind in der Klasse ist das das keine Reh-Zeichnung im Heft hat…..

        • helga

          das stimmt, „wir“ sind leider so

          • Barbara

            Glaube ich nicht. Man kann mit Kindern in dem Alter schon gut sprechen.
            Hey, du hast keine Lust ein Reh zu malen, ich auch nicht wollen wir lieber mal die wichtigen Sachen anguggen? Was macht dir Spaß? So lassen wir das mit dem doofen Reh mal links liegen.
            Du mussst nicht wie alle anderen sein.
            Bestimmt gibt es auch noch andere, die keine Lust auf Reh malen haben.
            Geh lieber zu deinem Sport, mach Mathe und ließ ein paar spanende Bücher. Malen sollst du nur was du magst u d was dir Spaß macht. Kunst zur Pflicht zu machen ist entartend.

      • Birgit

        Die Frage ist, wie zügig die Kinder ihre Arbeit erledigen. Ich weiß sehr wohl, dass mein Sohn die Zeit beim HA machen vertrödelt. Dann dauert es halt länger. Dann fallen halt andere Freizeitaktivitäten weg.
        Wir müssen als Eltern die Kinder nicht antreiben sondern eher die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Hausaufgaben zügig erledigt werden können, indem wir z.B. dafür sorgen, dass der Schreibtisch aufgeräumt ist und nichts da ist, was ablenkt. Das eventuell die Tür zum Arbeitsplatz verschließen, wenn wir selber stören könnten. Das wir gucken, dass das Kind auch dabei bleibt, z.B. indem wir wenn möglich den Arbeitsplatz immer Blick haben.
        Erst wenn wir dafür gesorgt haben, können wir die Arbeitszeit wirklich beurteilen.

    • Silvia

      Maya, das spricht mir aus dem Herzen.
      Als alleinerziehende Mutter habe ich es genau so gehalten! Mein Kind hat sein Abi völlig allein gemacht und wenn es das Zeug dazu nicht gehabt hätte wäre es eben die Realschule geworden.
      Wir hatten klare Rituale und es kam nur selten vor dass ich mich mit der Schule auseinandersetzen mußte.

      • Ira

        Maya und Silvia, Euch schließe ich mich an. Töchter haben Abi und sind jetzt am Ende von Ausbildung und Studium. Sie haben seit Grundschulzeiten ihren Schuljob allein erledigt und sind jetzt sehr selbständige junge Erwachsene, auf die ich stolz bin. Rückblickend war mein persönlicher Stress mit der Schule hauptsächlich der Besuch der Elternabende mit den ganzen völlig überkandidelten Müttern und Vätern. ;-)

    • Mareike

      Danke. Genau das war es, was ich beim Lesen des Blogs dachte. Ich kann gut reden, noch sind wir ja nicht in der Schule. Aber wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, haben meine Eltern sich so gut wie gar nicht um so etwas wie Hausaufgaben oder meine Freizeitgestaltung gekümmert. Chorstunden? Sportverein? Theaterproben? Kann man alles machen, schadet sicher auch nicht, aber man wird auch ohne glücklich (bzw. hat mehr Zeit für Freunde und was man sonst so spontan machen möchte :-)). Ich jedenfalls habe auch ohne den ganzen Heckmeck mein Abitur geschafft und immer Jobs gehabt, die mich zufrieden machen. Mit diesen Erfahrungen im Hinterkopf schaue ich eigentlich ganz entspannt in die noch ziemlich ferne Schulzukunft und hoffe, dass ich mir diese Gelassenheit bewahren kann.

      • Hildegard

        Liebe Mareike,
        So wie du habe ich die Schulzeit meiner Kinder auch erwartet, aber es kam ganz anders. Heute – meine Kinder sind 16 u. 13 Jahre – hätte ich den Text schreiben können…
        Das liegt u.a. an einem Schulsystem, dass bei mir selbst heute noch nachwirkt und das trotz Abitur und Studium. (Ich hab übrigens auf Lehramt…. ;-) )
        Es ist nicht immer der berufl. Erfolg, der über das Gelingen eines Lebens entscheidet.

    • Nadine

      Meine Tochter ist in der 4. Klasse.
      Sie hat mehr bürokratischen Aufwand als Studenten an der Uni, das kann ich mit Sicherheit sagen.
      Das beginnt mit Lernplänen und unsinnigen Lernjobs, was bedeudet, dass sie pro Tag 2 Deutschblätter und ein Matheblatt als Kopie mit nach Hause bekommt. Dazu einen Plan wo sie ausfüllen muss, welchen LernJob sie an welchen Tag gemacht hat.
      In den ersten 3 Klassen schafften es die Lehrer nicht mal, auf den Blättern zu vermerken, welcher Lernjobs es ist.
      Hätte ich dies nicht Montags sortiert, und übernommen hätten wir ein heilloses Chaos gehabt.
      Sicherlich eigenverantwortung hin oder her, aber wenn es 3 mal hiesß ein Job sei nicht erledigt worden, obwohl du weißt er wurde es und du hast es sogar selbst eingeheftet, musst du was machen.
      Nachdem ich es selbst beschriftete und abhakte was erledigt wurde, kam sowas zum Glück nicht mehr vor.

      Ja ich mache mich auch nicht mehr zum Hilfslehrer und ich sage meiner Tochter auch nach 1,5 h Hausarbeitenzeit sie soll aufhören. Ob sie alles hat oder nicht. Mein Kind soll noch Freizeit im Leben haben. Viele ihrer Freundinnen dürfen vor Klassenarbeiten keine Freunde mehr treffen und spielen.

      Leute das kann unmöglich sein, was für die Kids wollen. Dann haben wir 1-2 Jahren Lauter Jugendliche mit Burn-out!
      Lasst die Kinder Kinder sein!

  3. Anette

    Hier gerade genau dasselbe Thema, nur noch vergleichsweise harmlos, weil erst eins der Kinder die Schule besucht. Mir reicht’s jetzt schon. Wir mussten vorgestern auch das heißgeliebte Fußballtraining absagen, weil die Hausaufgaben nicht fertig waren. Ich helfe nicht direkt, sorge nur dafür, dass der kleine Bruder nicht stört (allein das ist so fies, er leidet auch darunter) und mahne ab und an zu Konzentration. Gestern waren es 2,5 Stunden netto an Hausaufgabenzeit. Und das mit dem Verzieren – da könnte ich ausflippen. Meine Tochter soll ihre Matheaufgaben verzieren. Wenn sie es so macht, dass man merkt, sie hat mindestens 30 Minuten an der Verzierung (nicht an der Aufgabe!) gesessen, bekommt sie ein Sternchen dafür. Und für zehn Sternchen gibt es einen Hausaufgaben-Nichtmach-Gutschein. Ich habe ihr gestern vorgerechnet, dass das ein schlechter Deal ist. Fünf Stunden sinnfreie Verzierarbeit für einen Gutschein, der ihr eine Stunde Freizeit bringt (denn offiziell soll die Hausaufgabenzeit ja 60 Minuten täglich nicht überschreiten, hier in Bayern). „Aber alle anderen sammeln auch Sternchen …“ Was ist denn das für eine Methode? Unfaire Belohnung für Fleißarbeit? Hausaufgabengutscheine gegen Kästchen ausmalen? Gegen wertvolle Kinderfreizeit? Das heißt ja, dass Hausaufgaben per definitionem etwas Blödes sind, von dem man sich freimalen kann. Toller pädagogischer Ansatz. Fleiß statt Denken.

    • Maya

      Deshalb kann man in bayern ja auch wunderbar die Hausaufgaben nach 60min abbrechen und eine entsprechende Notiz ins Heft schreiben

      • Anette

        Leider bekommt das Kind trotzdem einen Eintrag und nach fünf Mal muss es nachsitzen.

      • Birgit

        Das ist in Bayern wohl nicht überall so…
        Als ich nach einem Klassenwechsel ins Heft schrieb; dass mein Sohn, der die Deutschaufgaben nach dem System der alten Klasse bearbeitet hatte (inhaltlich richtig, aber in der falschen Form) , falls gewünscht, die Aufgaben nach der Form der neuen Klasse (am Wochenende) nacharbeitet, wurde er am nächsten Tag ans Pult zitiert. Dort wurde ihm erklärt, dass in dieser Klasse die Aufgaben IMMER bis zum nächsten Tag erledigt werden müssen. Auch wir sind in Bayern.

    • Cornelia Ernst

      Die Verzierarbeit ist kreatives Tun ich finde das hundertmal sinnvoller, als stundenlange Hausaufgaben.

      • Anette

        Die Verzierarbeit ist zusätzlich zu den Hausaufgaben. Und kreativ ist leider nicht erwünscht. Nur Fleiß.

    • Ajs

      Passt doch toll in die politische Welle der Zeit. Erzieht die Menschen schon frühzeitig zu fleissigen, gehorsamen und nicht-denkenden Wesen, dann lassen sie sich später weitaus leichter lenken.

    • Juno

      Verzierarbeit? Was ist das denn? Dafür gibt es Kunstunterricht oder Mandalahefte. Wahnsinn!

    • Kat

      Vielleicht solltest du der Lehrerin mal zurückmelden, dass dein Kind 2,5 Stunden für die Hausaufgaben braucht. Das ist wichtig, damit die Lehrerin die Masse der Hausaufgaben besser anpassen kann, falls es mehrern Kindern so geht. Außerdem ist es absolut legitim, nach einer gewissen Zeit die Hasuaufgaben abzubrechen und eine Notiz an die Lehrerin mit Zeitangabe zu schreiben. Das mit dem Verzieren klingt wirklich nach Quatsch. Hast du die Lehrerin dazu mal befragt? Vielleicht hat dein Kind da was falsch verstanden. Grundsätzliche Regel: lieber das Gespräch suchen, anstatt sich im Internet groß aufzuregen…

    • Madlen

      Was soll denn der Blödsinn? Unbedingt dagegen vorgehen! Dazu gibt es doch Elternsprecher etc. .

    • Roman

      Dann spricht doch mal mit dem Lehrer oder der Lehrerin. Dialog heisst das Zauberwort.

    • Barbara

      Kann es sein, das ihr das malen Spaß macht und sie deshalb so lange daran sitzt?
      Also ich würde da jetzt weg von der Pflicht gehen und aufs Kind schauen. Was will und braucht das Kind.
      Wenn das Kind Spaß am Malen hat dann ist das mit dem Verziren doch eine schöne Aufgabe wenn nicht dann wird das Kind spätesten nach der Rechnung damit aufhören.

  4. Line Fuks

    Oh das liest sich ja schlimm!
    Auch wir waren in diesem Hamsterrad!
    Heute sind wir FREILERNER und FREILEBER :-)
    Wir haben den Weg raus gefunden und müssen all das jetzt nicht mehr mitmachen und führen ein artgerechtes Leben.

    Schau gerne mal bei uns auf dem Blog vorbei?
    wildnisfamilie.net

    • Juno

      Wäre nicht alles was für mich (windelfrei), aber ich finde es toll, dass Ihr Euer Ding macht und aus dem „Hinterherschwimmen“ ein selbstbestimmtes Leben macht! Viel Glück und Spaß!

  5. Katrin

    Das, worüber ich einen Blog geschrieben habe, geht zwar über diesen Stress und Leistungsdruck hinaus, aber es passt sehr gut. In diesem Praxisbeispiel erzähle ich, was mit Müttern geschieht, die nicht den verlängerten Arm der Schule spielen können oder wollen und dass der darauf hin entstehende Psychoterror dennoch kein Schicksal ist. Hier mein Artikel „Die drei Säulen, schulischem Psychoterror nachhaltig ein Ende zu setzen – anhand eines Praxis Beispiels“

    http://heliaconsulting.de/2016/10/3saeulenschulterrorstoppen/

  6. Tanja

    Ich gehöre zu diesen Müttern, die es nicht schaffen!
    Meine große Tochter (11) ist Legasthenikerin und derzeit in einer 6. Klasse der örtlichen Realschule. Leider kenne ich dieses Hamsterrad nur zu genüge. Kinder die nicht 100% ins System passen, fallen einfach durch. Da muss in jedem Fach um geltendes Recht gekämpft werden, nämlich das ihr die Rechtschreibfehler nicht bewertet werden. Oder das ein Lega aus einem Buchstabensalat kein Wort bilden kann. Immer wieder Kämpfen … ich bin so müde. Müde vom Kämpfen für mein Kind! Kämpfen für einen Schulwechsel, wobei alle Schulen überfüllt sind und keiner „SIe“ will!
    All das frist mich auf! Frisst meine Energie! Die Energie, die ich eigentlich für meine Kinder benötige, damit ich ihnen eine Liebevolle Mutter und Freundin sein kann. Die Realität sieht meinst anders aus.

    • StR

      Da dürfte es aber keine Diskussion geben. Wenn die Legasthenie attestiert ist, gibt es Nachteilsausgleich und gut ist.
      Und das muss dann auch nicht von Elternseite für jedes Fach erkämpft werden.

      • Hildegard

        Das ist leider ein Trugschluss. In NRW z. B. gibt es einen Erlass aus dem Jahr 1991. Ein Erlass ist nicht bindend!

        • Elsa Eigner

          Mein Kind hat auch ADHS, trotzdem steht seit 8 Jahren in jedem Zeugnis eine grottenschlechte Verhaltensbemerkung. Er ist ein braver, hilfsbereiter, aber lebhafter Junge, der im Unterricht nicht stillsitzen kann.
          Wenn er in einem Fach zwischen 2 Noten steht, bekommt er im Zeugnis grundsätzlich die schlechtere, oder sogar noch schlechter! Jedes Zeugnis ist für mich ein Schlag ins Gesicht! Einem Rollstuhlfahrer würde man in Sport auch keine Note 6 geben, aber bei ADHS Kindern

    • Barbara

      Dein Kind muss nicht ins System passen. Es wird seinen Weg finden. Lass doch einfach Noten Noten sein. Die interessieren später doch sowieso keinen. Hat dein Kind Freunde in der Klasse dann lass es da und sch… auf die Noten. Noten haben nur die Bedeutung die man ihnen gibt.
      Wichtig ist, dass dein Kind gerne lernt und Spaß an seinen Aufgaben hat. Ich bin auch leichte Legasthenikerin und habe ab und zu auch noch Probleme, besonders wenns um Fremdsprachen geht. Man kann viel trainieren und lernen. Man muss es auch nicht immer leicht haben.
      Untergräbt das System mit Gleichgültigkeit

  7. Kristin Lehmann

    Danke für diesen Artikel!
    Wir haben das Thema Schule für uns abgehakt, weil die Bedürfnisse der Kinder, und da meine ich Lernbedürfnisse, das Bedürfnis nach freier Persönlichkeitsentfaltung und die nach einem sozial ansprechend agierenden Umfeld, in (vielen/ den meisten/allen?) Schulen nicht gegeben sind.
    Wer mehr über freie Bildung ohne Schulbesuch in Deutschland erfahren will, kann sich gern an mich wenden oder auf unserer Seite http://www.BVNL.de Informationen erhalten.
    Herzliche Grüße

    Kristin Lehmann

  8. Andrea Schober

    Aus meiner Sicht kann sich jede Familie für oder gegen das Regelschulsystem entscheiden. Es gibt genügend Alternativen!

    • RooWoo

      Ja, nee, is klar. Kann sich auch jeder leisten.

  9. Anna

    Ja, Gott sei Dank gibt es Alternativen!! Meine Tochter ist in einer Waldorfschule, dort ist sicher auch nicht alles perfekt..aber ich bin sehr froh. Wir haben überhaupt keinen Schulstress. Man darf den Kindern nicht ihre Kindheit weg nehmen…

    • Thomas

      Dafür zahlt das Kind spä den Preis, weil es massiv mit der Leistungsgesellschaft überfordert sein wird. Gibt leider viele solcher Fälle.

      • Maya

        Man muss auch nicht jeden scheiss mitmachen. Schadet nichts wenn es menschen gibt, die dafür arbeiten,diese leistungesellschaft zu entschärfen.
        Ich halte wenig vom waldorfschulKonzept, aber überfordert scheinen mit die waldorfschüber als Erwachsene nicht zu sein -sie haben nur oft keine Lust den ganzen Mist mitzumachen

      • Petra

        Die gibt es auch von Regelschulen ! Waldorf ist für mich die beste Schulform .Man sollte sich erst mal gründlich informieren bevor man urteilt.

      • Jan

        Solche Fälle kenne ich nicht. Aber viele erfolgreiche ehemalige Waldorfschüler; auch Akademiker. Verblüffend, wie hartnäckig sich das Gerücht hält, Waldorfschüler könnten weniger leisten. Aber vielleicht könnten Sie ja mal Quellen für Ihre Behauptung anführen.

        • Evimat

          Otto Schily war auch Waldorfschüler

      • Nora

        So ein Blödsinn! Waldorfschüler die mittlere Reife oder Abi machenNora haben mehr gelernt als „nur“ ihren Schulabschluss zu schaffen, da sie ab der 12. Klasse kapieren müssen, freiwillig zu arbeiten und zu lernen. Dann sind sie allerdings in einem Alter in dem sie auch dazu fähig sind. Und das wiederum ist
        die beste Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium. Meine Kinder haben Abi an der Waldorfschule und studieren (z.T. schon fertig).

      • Barbara

        Kommt drauf an in welcher Gesellschaft man leben will. Wir sind hier ja sehr vielfältig.
        Ich denke, dass sichere Kinder ihren Weg finden werden. Bitte zeig mir doch mal Beispiele von Kindern, die nicht zurechtkommen weil sie Waldorfschüler waren. Da steckt bestimmt nicht das waldorfkonzept hinter den Problemen.

  10. kate

    Du sprichst mir aus der Seele….man versucht es allem und jeden halbwegs recht zu machen und bleibt selbst auf der Strecke…und ganz ehrlich…wer versteht schon dieses Schulsystem…wo 3 Stunden Reli die Woche wichtiger sind, wie ordentlich Mathe und Deutsch zu lernen…und dann wundert man sich wirklich drüber, das die Kids nicht schlau aus dem Lehrplan werden. Wir haben das doch auch alles gelernt und ich könnte wetten, das war einfacher und nicht so umständlich und kompliziert. Schriften werden gefühl jedes Jahr geändert, Rechenwege neu erfunden…warum…wenn ich nicht mal einem Grundschulkind plausibel erklären kann, wie Mathe funktioniert…Nein Mama, das geht anders!?!?!
    Der ganz normale Wahnsinn…und auch ich schaffe nur dass Mittelmaß…ungenügend…setzen. Kopf hoch…irgendwann sied sie durch die Schule….ich hoffe, es bleibt was hängen.

    • Hildegard

      Nachweislich nicht viel. Nach 2 Jahren sind noch etwa 10% des „Gelernten“ vorhandem, nach 10 Jahren geht esgegen 0!

    • horus

      3 stunden reli?
      das, bei allem göttern ist irrsinn!
      ich bin als atheist, ohnehin kein freund des religions unterrichts, da der, meines erachtens nach, gegen das trennungsgebot von staat und kirche verstößt.
      aber zu meiner zeit, hat eine stunde ethik die woche, auch gereicht und ich bin bis jetzt noch nicht amok gelaufen…
      ich glaube langsam wirklich, daß im diesem land, ganz massiv was geändert werden muß.
      werte und normen, mathe deutsch und englisch, sind wichtig aber 3 stunden reli, ist verschwendete zeit, wer glauben möchte, soll sich das bitte in der freizeit, als erwachsener, von einem pfaffen erklären lassen.

  11. Sandra Ochs

    Das hört sich für mich nach klassischem Kontrollzwang durch Helikoptereltern an. Das Leben nach der Schule wird auch kein Ringelpiez mit Anfassen. Es war noch nie anders. Mich nervt diese ewige Rummjammerei. Die Lehrer und das System sind immer Schuld. Ich sage dazu: Ich bin keine Lehrerin, alleinerziehende Mutter zweier Kinder und arbeite. Dann sucht euch Hilfe, wenn ihr es nicht packt.

    • Katja

      So sehe ich das auch! Wir sind auch durch unsere Schulzeit gekommen, es war nicht immer Zuckerschlecken. So war das halt. Meine Mutter hat uns auch nicht ständig kontrolliert. Und ein Studium hat man dann auch noch hinbekommen.
      Mein Sohn ist in der zweiten Klasse. Er hat viel Freizeit. Alles läuft gut. Ich höre auch ständig Eltern meckern, dass die Hausaufgaben zuviel sind. Kann ich nicht bestätigen.
      Das Problem der Gesellschaft ist, dass viele immer meckern, anstatt dankbar zu sein, welche Möglichkeiten man hat. Vielleicht auch einfach mal ein bisschen loslassen………

      • helga

        na ja, dann hast du Glück das dein Kind zu den Kindern gehört die die Hausaufgaben schnell erledigen. Bin gespannt, ob du in 2-3 Jahren auch noch so redest.

      • Hildegard

        …wenn man statt „meckern“ andere Worte benutzt und sich dann noch die „Großen Meckerer“ der Geschichte (alle Bereiche) ansieht, wird man erkennen, dass immer diese es waren, die etwas bewegt haben. Nicht immer, aber oft zum Guten!

      • Elena

        Genau richtig! Liebe Damen (und Herren), Ihr wolltet diese Kinder, dann setzt Euch für sie ein. Nicht jedes Kind, das herum trödelt oder gewisse Sachen einfach nicht versteht, ist ein besonderes Kind, sondern vielleicht „nur“ intelligenzmässig überfordert. Hausaufgaben sind meiner Meinung nach primär Sache der Kinder, Nachkontrolle darf gerne von den Eltern übernommen werden. Ich habe mittlerweile zig Lehrer kennen gelernt, die kurz vor einem Burnout stehen…warum? Weil viele Kinder zu Hause keinen Respekt und Anstand mehr lernen, ihnen von ihren Eltern vorgelebt wird, dass man keine Schulbildung braucht um leben zu können oder die Erziehungsberechtigten schlichtweg das Gefühl haben, die Lehrer seien für die Erziehung ihrer Sprösslinge zuständig. Dem ist aber nicht so!
        Das Schulsystem muss reformiert werden, keine Frage, aber nicht mit Schnellschüssen wie der „neuen deutschen Rechtschreibung“, sondern wohl überlegt und konzipiert von Menschen, die Kinder als Ganzes anschauen und nicht nur kleine Drillmaschinen sehen. Ich bin sicher, mit der Zeit wird sich vieles ändern, nicht nur im Schulsystem!

      • Madlen

        Da hast du aber bestimmt kein Bachelorabschluss gemacht.

    • Alex

      Und weil es noch nie anders war, muss es auch für immer so bleiben. Nur weil ihr euch dem Schulsystem unterwerft ohne es kritisch zu hinterfragen. Das Schulsystem und die Art wie gelernt wird gehört reformiert, denn Kinder müssen nicht schon von klein auf , auf Leistung gedrillt werden.

      • Katja

        Ich bin schon ein Mensch, der kritisch hinterfragt, aber eben auch in die andere Richtung. Das Problem sind nicht die Kinder, das Problem ist oft, was die Eltern aus dem Schulsystem machen. Die sind nämlich ehrgeizig und machen den Kindern oft Druck. Wie gesagt, bei uns gibt es wenig Probleme. ;)

        • Diana

          Genau so sehe ich das auch, Katja. Schon beim Lesen des Artikels dachte ich „MUSS sie das HuS-Heft verzieren?“ Ich denke nein, sie WILL, um eine bessere Note zu bekommen. Will die bessere Note nun das Kind oder -sorry liebe shy- die Mama?
          Ja, auch ich bin eine Mama, die nur das Beste für ihre Kinder will und es hat zwei harte Jahre gedauert bis ich akzeptieren konnte, dass Hausaufgaben und Schule zum „Job“ meiner Kinder gehören und nicht mein Bier sind. Es fällt mir heute dennoch immernoch schwer, die juckenden Finger still zu halten, wenn ich Fehler in den Hausaufgaben entdecke (hier kann ich nur dringend an die Eltern appellieren, die Fehler bitte zu belassen, denn es ist eine Rückmeldung an die Lehrer, was die Kinder noch nicht ganz verstanden haben; es geht nicht um „gute“ oder „schlechte“ Kinder).

          Hier in Niedersachsen liegt die HA-Zeit bei 30 min. Danach ist Schluss. Wenn ich sehe, dass mein Kind 30 min nur träumt, lass ich es weiterarbeiten. Hat es 30 min konzentriert gearbeitet, dann lege ich nahe, mit den HA aufzuhören. Will das Kind weitermachen, dann darf es das, muss aber nicht. Dies hat keinerlei Konsequenzen für das Kind in der Schule. Wenn ich wie oben lese, dass ein Kind nach 5mal HA-Abbruch nachsitzen muss, bin ich fassungslos (dem Kind ist nicht klar, warum es bestraft wird und vor allem in dieser Form???). Da läuft an der Schule was echt verkehrt.

          Was aus meiner Sicht schief läuft: Lernen ist eine sehr individuelle Angelegenheit, unterschiedliche Lerntypen brauchen verschiedene Anreize oder Lehrformen. Das kann in der Schule, wie es sie heute gibt, nicht geleistet werden. Ich mache da auch keinen Vorwurf an die Lehrerinnen und Lehrer, die unglaublich viel leisten und den versch. Anforderungen nicht mehr gerecht werden können (zeitliche Belastung). Es braucht einen kompletten pädagogischen Umbau der Schule.
          Auf der anderen Seite sehe ich aber auch Eltern, die fordern, fordern, fordern und sich dann aufregen, dass die Kinder keine Freizeit mehr haben. STOP!!! Hört auf damit! Die Kinder brauchen keinen 1,0er Schnitt. Wenn die HA nicht geschafft werden – so what? Warum soll ein Kind 2,5 Stunden an den HA sitzen?

          Denkt doch über beide Seiten mal nach; nicht nur über das „böse“ Schulsystem ;-)

          • Jasmin

            Doch, es ist tatsächlich so, dass mancherorts Deckblätter gestaltet werden müssen. Fehlt es, gibts ne 6.
            Ebenso ist es hier zum Beispiel die Praxis, dass vergessene Hausaufgaben nachgearbeitet werden müssen und es trotzdem eine 6 oder einen Strich gibt. Natürlich gibt es aber auch neue Hausaufgaben… Wie soll da Lernen Spaß machen? Und ja, dann macht man auch nach 3 Stunden und Kampf etc aus lauter Erschöpfung und Verzweiflung mal die Hausaufgaben der Kinder. Ich habe 3 in verschiedenen Alterssstufen. Und alle 3 brauchen meine Aufmerksamkeit bei Hausaufgaben . Weil ich sie immer wieder fokussieren muss. Weil sie müde sind. Weil ich sie überrede, doch noch die eine Nummer zu machen. Gleichzeitig ist das nicht möglich. Somit ist der Nachmittag an schlimmen Tagen gelaufen. Und ja, hier kann man an der Hausaufgabenmenge die Laune des Lehrers ablesen.

          • Lieschen

            Wir erleben das leider auch anders… Ich lasse meinen Sohn (1. Klasse) auch nach 30min konzentrierter Arbeit entscheiden, ob er weitermachen mag, oder nicht. Allerdings: was heute nicht geschafft wurde, muss nachgearbeitet werden. Das läppert sich im Lauf einer Woche dann auch gerne mal auf knappe 5 Stunden am Wochenende zusammen, damit er wenigstens nicht auch noch was mit in die nächste Woche nimmt. es werden dann gelbe Zettel in die Aufgabenhefte geklebt, überall dort, wo noch etwas gemacht werden muss. Bis es erledigt wurde bleiben die Zettel drin und wenn es Wochen dauert. Und das Malen, kenne ich leider auch anders… Das ist hier oft genug Pflicht und mit sehr strengen Vorgaben. Ein Beispiel: die Aufgabenstellung lautete, ein Chamäleon bunt auszumalen. Mein Sohn ist Naturwissenschaftlich sehr interessiert (er/wir lesen keine Kinderbücher, sonder lieber Sachbücher, die leiht er auch gerne in der Bücherei selber aus) und meinte ganz richtig, dass das Chamäleon braun angemalt werden müsse, da es auf einem Ast sitzt und dieser eben auch braun sei. Das hat er dann so gemacht und kam am nächsten Tag, sehr zerknirscht, mit der gleichen Aufgabe nachhause. Begründung der Lehrerin: Aufgabenstellung nicht eingehalten! Das Chamäleon wäre bunt (!) anzumalen gewesen. Also nochmal machen, zusätzlich zu den neuen Aufgaben.

            So viel dazu

        • Bettina Ziegler

          Wahre Worte! Aus der Seele geschrieben!

          • Beatrice Mikas

            Diana, du kennst das Schulsystem in Bayern nicht. Dagegen ist Niedersachsen pille palle. Dort ist die Kritik durchaus gerechtfertigt. Das hat auch nichts mit jammern zu tun. Schule nimmt zu viel Raum ein und das ist nicht richtig.

        • Tamara

          Sei mir nicht böse, aber ich finde es etwas „überzogen“. Ja, unser Schulsystem stinkt zum Himmel, der Wegfall der OS (Orientierungsstufe) macht viel Druck und die Inklusion ist nett erdacht, aber schlecht umgesetzt.
          Mein Sohn geht in die 4. Klasse, ist kein Zappelphillip aber hat das eine oder andere kleine Problem dem ganzen Stoff zu folgen … jedoch ist (war und wird es auch immer so sein) das nicht jeder alles kann oder in allen Fächern talentiert ist.
          Üben ohne Druck!
          Meine Tochter ist in der 2. Klasse und das komplette Gegenteil. Hausaufgaben erledigt sie meist schon im Unterricht … Kinder die im Unterricht nicht mitgekommen sind, haben den Stoff zusätzlich als Hausaufgaben auf. Ich schätze dies wird bei euch auch der Fall sein.
          Einziges Problem ist das sie seit sie 4 war an (in der Kinderklinik diagnostizierter) Migräne leidet und eines dieser zappeligen Kinder das ständig schreit und brüllt bei ihr Migräneanfälle auslöst :(
          Ich stelle mir die Frage: wäre ein solches Kind nicht auf einer anderen, speziellen Schule besser aufgehoben? Selbst die Kinder die keine Migräne haben werden dauernd gestört. Die Lehrerin kann nicht mit dem Stoff weitermachen.
          Inklusion ist eine tolle Sache, doch dabei bleiben nun „normale“ Kinder auf der Strecke.
          Wie, ich meine Kat schon schrieb, finde ich es furchtbar über Lehrer, Unterrichtsmethoden und Schulsystem zu pöbeln ohne bei der Lehrerin/dem Lehrer erfragt zu haben was los ist.
          Aber auch solche Eltern kenne ich zu hauf und das ist schade, so wird Lehrern ihre Arbeit unnötig schwer gemacht!

  12. Lisa Scheiber

    Ich bin Lehrerin und ich liebe meinen Job. Ich habe keinen Beruf, sondern eine Berufung! Was am Schulsystem falsch läuft? Es passt für unsere Kinder einfach nicht mehr. Viele Lehrer hinterfragen die persönliche Situation der Kinder nicht, wissen nicht bescheid. Ich bin von Herzen dankbar, wenn mir eine Mama sagt, du, das war zu viel… oder diese Hausübung hätte man doch teilen können… dann fange ich an zu denken. Meine Schüler und Schülerinnen wissen auch, dass irren menschlich ist und so fordere ich sie auch nach einer Schularbeit auf, alles zu fragen, was ihnen am Herzen liegt. Wenn sie die Beurteilung unfair finden, dürfen sie kommen und wir besprechen alles. Wenn sie mich vom Gegenteil überzeugen, dann muss ich auch erkennen, dass ich falsch liege, mich entschuldigen und nachgeben. Ich bin Lehrerin, nicht Gott.
    Vom Schulsystem wünsche ich mir, dass es für alle passend gestaltet wird. Warum muss man nach der Theaterprobe noch pauken? Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, die Vokabeln in einer integrierten Lernstunde, gemeinsam mit den Mitschülern zu lernen und den Englischlehrer mal schnell fragen, ob er fie Grammatik noch mal kurz erklärt. Freies, begleitetes Lernen mit Freude, das wäre das Ziel! Aber im Moment sieht es noch nicht danach aus, dass wir bereit sind, so einen großen Schritt auf unsere Kinder zuzugehen. Schade, eigentlich, denn ich kenne viele Eltern, die genau deinen beschriebenen täglichen Kampf nicht schaffen…
    Ich wünsche mir, dass sich das irgendwie irgendwann ändert!

    • RooWoo

      Vielen Dank für diesen Einblick und Deine Arbeit. Solche LehrerInnen brauchen wir. <3

    • Cornelia Ernst

      Die Veränderung ist im Gange – in Baden-Württemberg bieten Gemeinschaftsschule Raum für diesen Wandel.

      • Heide Krebs

        In Sachsen gibt es eine ähnliche Form. Kinder/ Schüler haben die Möglichkeit 4x in der Woche , unter Aufsicht von Fachkräften, ihre Hausaufgaben zu erledigen. Gibt es keine schriftlichen Aufgaben, wird für Arbeiten gelernt oder freie Zeit zum Spielen genutz;. Dafüt haben wir 45 Minuten. Leider muss man aber feststellen, dass diese Möglichkeit nur von wenigen Schülern genutzt wird, schade. Ist es doch eine Einrichtung, die die Eltern entlastet und deren Kindern eine Struktut bietet.Während der Hausaufgabenstunde können sich die Schüler gegenseitig helfen , was nicht verstanden wurde, wird noch einmal erklärt. Ich freue mich immer, wenn Schüler stolz gute Ergebnisse melden. Ein gutes Ergebnis ist manchmal auch die Note“drei“.
        Diese Form nennt sich“ Ganztagsangebot in der Oberschule“, Betreuer sind ehemalige Lehrerinnen, die gern diese Arbeit durchführen, denn auch sie lernen noch durch diese Tätigkeit und bleiben dabei fit.

    • Katja

      Ein Schulsystem kann man nicht für alle passend gestalten. So ist das nun mal.

      • Hildegard

        Liebe Katja,
        es ist schön, dass du und dein Kind (Kinder?) so durchflutschen. Genieße es!
        Aber ein Schulsystem, das heute einen Ausschuss von bis zu 15% hat – damit meine ich Kinder, die keinen Abschluss schaffen, die vielen mit psychischen Problemen habe ich rausgelassen – kann nicht mehr in Ordnung sein. Jedes Wirtschaftsunternehmen, das so arbeitet, ginge pleite oder würde schleunigst an den Strukturen arbeiten.
        Leben ist Veränderung; die Lebenswirklichkeit hat sich drastisch verändert. Das hat z.B. auch den Vorteil, dass für sehr viele Menschen sehr viel Wissen verfügbar ist.
        Wer sich die Mühe macht, dieses Wissen für seine Meinungsbildung zu nutzen, wird sehr viel differenzierter argumentieren. Denn es gibt eine Vielzahl an Studien und wissenschaftlichen Belegen dafür, dass unser Schulsystem nicht mehr funktioniert. Lernen geht gaaaanz anders, als es heute noch praktiziert wird. (viele Eltern spüren das, werden dafür aber meist belächelt oder – schlimmer – beschimpft!) Natürlich gibt es immer Kinder die problemlos durchflutschen, aber der Anteil derer, die Schwierigkeiten haben, wird immer größer.
        Die Wirtschaft ist gerade dabei zu erkennen, dass heute andere AN gebraucht werden, als das noch vor ein paar Jahrzehnten der Fall war. Auch zur Zeit der Einführung der Schulpflicht, gab es gute, aber ganz andere Gründe dafür… Für die Länge der Schulstunden, die Aufteilung der Fächer und die Form der Unterrichtsführung gibt es übrigens weder pädagogische noch psychologische Gründe.
        Zum Thema „uns hat das auch nicht geschadet…“ oder „das ist eben so!“, erst im Jahr 2000 wurde gesetzlich verankert, dass Kinder nicht geschlagen werden dürfen. Bis dahin waren Schläge in weiten Teilen gängige Erziehungspraxis und auch heute gibt es noch Menschen, die das für nicht so schlimm erachten. Vielleicht für Verteidiger der These „uns hat das….“ erst seit 1997 ist die Vergewaltigung in der Ehe strafbar! (sehr drastisch, ich weiß, aber manchmal muss man wohl den Holzhammer benutzen ;-) )
        Ich bin sehr dankbar für Lehrer wie Lisa Scheiber (s.o.), die tatsächlich die Kinder sehen, und hoffe, sie erhält sich ihren Idealismus und erfährt durch ihr Umfeld viel Unterstützung, denn ändern kann man nur durch Vorbild.
        M.E. liegt dem Festhalten an diesen überalterten Strukturen ein ganz furchtbares/kirchenkonformes Menschenbild zugrunde. Wir glauben immer noch, Kinder müssen zu etwas Gutem gemacht werden – was für eine schreckliche These!!!!!!
        Ps.: Wer Interesse hat, es gibt gaaaanz viel tolle, kurzweilige UND wissenschaftliche Literatur zum Thema. Denn Lernen gelingt nur mit Begeisterung und OHNE Druck.

    • Katrin

      Bekommst Du denn von Deinen Kollegen nicht Druck und wirst argwöhnisch dafür behandelt, dass Du so kinderfreundlich bist, auch mal nachgibst und Fehler einräumst? An den Schulen, die mir bekannt sind, werden solche Lehrer gerne ausgegrenzt oder von Kollegen angeheizt, bei irgendwelchen Spielchen gegen Schüler mitzumachen und sich von den Eltern nicht weichkochen zu lassen. Kinderfreundliche Lehrer, die nicht immer alles mit Biegen und Brechen bis in letzte Konsequenz durchziehen und sich nicht an den Strafsystemen beteiligen, sind dort nicht gerne gesehen. Ich finde es super, dass Du Deinen Job – egal ob es bei Dir so ist, oder Du an einer Schule gelandet bist, wo sowas akzeptiert wird – im Sinne der Kinder mit Leib und Seele machst, wie es Dir eben möglich ist. Oder unterrichtest Du an einer reformpädagogischen Schule?

      • Kat

        Sorry, aber das halte ich doch für sehr weit hergeholt. Man wird ausgegrenzt, wenn man als lehrer kinderfreundlich ist? Dass man Kinder mag, ist beim Großteil der (Grundschul!)lehrer der Hauptgrund, diesen Beruf zu ergreifen. Fehler machen und zugeben ist menschlich und wird bei den meisten Kolleginnen, die ich habe, als ganz normal angesehen. Ich bin Lehrerin an einer Regelgrundschule.

    • helga

      In den Grundschulen gibt es leider solche Lehrerinnen viel zu wenig, wäre schön wenn es mehr davon gäbe. Noch schlimmer wird es dann auf den weiterführenden Schulen, da haben die Lehrer leider sehr wenig Interesse an der Persönlichkeit etc. ihrer Schüler.

    • Jenna Katzer

      Oja ich finde auch, dass das Schulsystem gänzlich überholt werden müsste! Und zwar zurück wie es früher war!
      1980 hat man in der Grundschule noch folgendes gelernt: In Deutsch Lesen und (richtige!) Rechtschreibung, hin und wieder ein Gedicht auswendig lernen um das Gedächtnis zu schulen, in Mathe die 4 Grundrechenarten mit ein wenig Textaufgaben und in Heimat und Sachkunde ein bisschen über die lokale Stadtgeschichte und Pflanzen und Tiere, z.B. den Igel und den Winterschlaf.
      Mein Sohn (Grundschüler 4. Klasse) lernt heute keine Rechtschreibung mehr (hat noch nie ein Diktat geschrieben!) und kein Lesen (er bekommt lediglich einen Lesevertrag als Hausi in die Hand gedrückt), das ist alles Nebensache. Dafür lernt er wie man Projektarbeit macht und wie man richtig präsentiert, und wie man Diskussionen führt und wie man Buchanalysen schreibt und über den Autor des Buches recherchiert. Gelegentlich analysiert er Texte nach Subjekt, Prädikat, Objekt. In Mathe lernt er das Subtrahieren auf gleich zwei verschiedene schriftliche Weisen (und kommt damit so durcheinander dass er keine richtig kapiert). In HSK lernt er nicht mehr von Igel oder dem Winterschlaft, neiiiiin, hier lernt er über den Hedgehog und Hibernation. Alles auf Englisch, da ja möglichst schon Grundschüler englisch bilingual erzogen sein sollten! Er bekommt Wochenhausaufgaben um sich selbst zu organisieren und sich diese einzuteilen.
      Meine Meinung: Alles völliger Blödsinn! Kein Kind kann diesen oben genannten Schwachsinn alleine! In der weiterführenden Schule wird man sehen wie es mit den Grundlagen der Kinder (Schreiben, Lesen, Rechnen) steht, denn sie werden nichts davon sicher beherrschen und sich auch nicht organisieren können.
      In der GRUNDschule sollte man, wie es der Name schon dagt, die GRUNDlagen lernen!

    • Marina

      Liebe Frau Scheiber, kennen Sie sich mit dem “Lehrplan 21“ aus? Wirds damit besser? Immer weniger Eltern können sich es leisten, ihren Kindern nachzuhelfen und die Aufgaben der Schule zu übernehmen. Der ökonomische Druck wird grösser, selbst in der heilen Schweiz… Familien mit niedrigem Einkommen, wo meistens auch richtig geschuftet wird, haben kaum Ressourcen, ihre Kinder in Sachen Schule zu begleiten. Zusätzliche Angebote sind dringend nötig, und zwar kostenfrei. Die müssten von der Schule kommen.

  13. Heike

    Ich glaube ich muss keinen langen Text dazu schreiben. Ausser: absolut fantastisch, realistisch und auf den Punkt genau getroffen.

  14. Cornelia Ernst

    Solange Eltern für Kinder Hausaufgaben malen und Ihnen Lerninhalte erklären bekommen Lehrer nicht mit, dass sie etwas ändern müssen. Selbst wenn es angesprochen wird entsteht ja kein Handlungsbedarf. Ich finde Kinder müssen lernen für sich einzustehen. Und wenn Schulaufgaben nicht zu schaffen sind, dann können sie das den Lehrern selbst sagen. Im Zweifel bestätige ich das als Mutter schriftlich.Ich bin allein erziehend und ich mache nicht die Hausaufgaben meiner Kinder. Solange Eltern die Verantwortung fürs Lernen übernehmen lassen die Kinder das gerne bleiben.

    So läuft das System weiter, statt sich zu ändern und diejenigen, welche die Verantwortung ihrer Mitmenschen übernehmen machen sich kaputt.

    Unser Schulsystem geht am Leben und menschlichen (Lern-)Bedürfnissen vorbei. Immer mehr Firmen schauen nicht nach Noten sondern nach Fertigkeiten.
    Dazu gehört, dass Menschen für sich einstehen. Als Erwachsener lernt sich das schwerer. Als Kind sind Eltern da, die einen darin bestärken sollten, statt für die das System am Laufen zu halten. Das ist meine Meinung.

  15. Susan Schimmel

    Wir haben eigentlich Ferien mussten für die 6. Klasse noch eine Buchvorstellung erarbeiten ,Mathe Hausaufgaben von 2 Seiten erledigen und Physik steht auch noch an. Waren jetzt auch mal ne Woche weg . Dann noch ne erst Klässlerin die auch noch Übung zu erledigen hat. Hoffentlich hatten die Lehrer wenigstens mal Urlaub

    • Diana

      Liebe Susan,

      bei Deiner Erstklässlerin kann ich Dich nur dazu ermuntern, die Übungen NICHT zu erledigen. Ferien sollen insbesondere in der Grundschule Ferien sein. Punkt. Hier in Niedersachsen ist das auch juristisch festgeschrieben, dass HA über’s WE und über die Ferien nicht zulässig sind. Also: sein lassen.

      Und zum letzten Satz: es gibt solche und solche. Ich kann von den Klassenlehrerinnen meiner beiden Grundschüler nur sagen, dass sie in den Ferien gearbeitet haben. Nämlich die Sachen „weggeschafft“, die liegen geblieben sind und solche Sachen, die den Klassenzusammenhalt stärken sollen.

      Liebe Grüße – und Mut zum „aufmüpfig“ sein :-)

      • helga

        Wir wohnen in Baden-Württemberg, da ist es üblich das übers Wochenende Hausaufgaben gemacht werden müssen. Die Hausaufgaben werden Freitags gegeben und sollen bis Montags erledigt sein. Das zählt für mich übers Wochenende. Das sollte grundsätzlich verboten werden, denn auch Kinder brauchen Freizeit.

        • Diana

          Da bin ich voll und ganz bei Dir.

          Hier ist es ein Erlass (doch kein Gesetz), dass in der Primarstufe und Sekundarstufe I übers WE keine HA gegeben werden dürfen (Ausnahme: Lektüre lesen).

          • Diana

            Hallo Helga,

            in BW gibt es die „Verordnung des Kultusministeriums zur Notenbildung“ (Notenbildungsverordnung, NVO). Hier ist in §10, Abs.3 NVO geregelt, dass die Gesamtlehrerkonferenz die Themen Dauer der HA und HA über’s WE aufnehmen und darüber entscheiden kann. Letzteres mit Zustimmung der Schulkonferenz, also mit Elternvertretern. Dann trete doch mal der Elternvertretung auf die Füße ;-)

            Beste Grüße, Diana

  16. Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit)

    Was mich am meisten schockt ist, wie viele Eltern das mitmachen und nicht infrage stellen. DAS finde ich befremdlich. Wie sollen denn die Kinder jemals lernen, selber zu denken oder wenn nötig Befehle zu verweigert, wenn ihnen ihre Eltern das nicht vormachen.
    Zettel ins Aufgabenheft: „:Kind braucht Bewegung und frische Luft, ich habe die Hausis nach einer halben Stunde abgebrochen und übernehme die Verwantwortung“. Fertig. Scheissdrauf.

    • Diana

      <3 Ganz viele Daumen hoch! So sehe ich das auch. Musste das aber echt lernen

    • helga

      In welcher Welt lebst du? Wenn wir das machen muss das Kind darunter leider, wie weiter oben schon mal von einer Mutter erwähnt. Schön wenn es bei euch so funktioniert.

      • Diana

        Hier bin ich echt froh, dass unsere Schulleitung (!!!) das genau so sieht: wenn zu viele HA waren, dann eine kurze Nachricht ins HA-Heft und die Kinder nicht unnötig „triezen“. Sie sollen Freude am Lernen haben.

  17. Sven

    Das Thema Schule und Hausaufgaben ist echt eines bei dem einem die Hutschnurr hoch gehen kann.
    Nun, ich bekomme es häufig nur indirekt mit, da ich unter der Woche meistens aus beruflichen Gründen nicht zu hause bin, also fungiert meine Frau quasi auch als alleinerziehend,Doch wenn ich dann doch mal Urlaub habe und es wieder nicht geklappt hat ihn mit den Ferien(die ja auch immer wieder quer durch das Jahr geschoben werden wie es den Ministern so passt)zusammen zu führen, fällt mir mit großen Schrecken auf wie sehr da etwas schief läuft!
    Ich meine, wie kann es sein das ein Kind in der vierten Klasse nachmittags keine Zeit mehr zum spielen hat, oder Training Wengen den Hausaufgaben in die Zeit direkt vor dem Schlafengehen verschoben werden muss. Und es keine Zeit für ein paar gemeinsame Familienstunden mehr gibt.
    Also aus Sicht unserer Kinder mögen wir ja schon uralt sein, Aber so lange ist es ja auch noch nicht her, dass meine Frau und ich in der Schule waren.
    Aber ich hab oft das Gefühl, das wir noch Zeit hatten Kinder zu sein, man hat ich um 3 mit den Freunden verabredet, war draußen an der frischen Luft, hat gespielt und auch so manches fürs Leben gelernt und Abends sass man mit der Familie beim Abendbrot und war einfach glücklich und vorallem ein Kind!
    Und seien wir ehrlich eigentlich ist doch aus uns allen etwas geworden.
    Ich bin gespannt wenn die Grundschule hier zur Ganztagsschule wird, dann ist es endgültig vorbei mit Freizeit und Spass am kindsein. Dann gehen die Kinder fast so lange in die schule wie ich arbeiten muss!

  18. Manuela

    Ich denke, dass sich die meisten Eltern einfach zuviel bei den Hausaufgaben der Kinder beteiligen. Die Lehrer als solches können gar nicht mehr selektieren, ob das Maß nun entsprechend war oder überschritten, wenn immer alles Kinder alles perfekt in die Schule mit bringen (keiner scheibt darunter, dass das Kind nun statt vorgesehener 45min 90m daran saß und am Ende sogar noch Hilfe brauchte, weil es sonst nicht geklappt hätt). Und solange Eltern ihren Kinder hier mehr helfen, als nötig, wird dies kein Ende nehmen und immer mehr zunehmen. Die Problematik besteht hier, aus diesem System auszubrechen, denn womöglich ist das Kind dann plötzlich das Einzig, welches die Hausaufgaben nach einer Stunde konzentrierter Arbeit aus der Hand genommen bekommen und nicht vollständig ab gibt, da der Umfang einfach zu groß war. Aber hier muss man klar Zeichen setzten und im Kontakt mit den Lehrern bleiben. Aber so lange bei Thema Hausaufgaben genau so viel geflunkert wird, wie beim Thema, mein Kind ist schon sauber, solange werden es unsere Kinder sein, die darunter leiden. Das Schulsystem kennt hier ganz klare Regeln zum Thema Zeit für Hausaufgaben und es ist an uns Eltern dafür Sorge zu tragen, dass diese Zeiten auch nicht überschritten werden. Mehr Mut zu weniger Perfektion und ehrlichem Feedback an die Schule!

  19. Kristina

    Nun, einerseits stimmts. Ich mache den Shit gerade mit. Laden eröffnet, Kind jeden Tag bis 1 Schule, viele Hausaufgaben viel zu lernen. Ich bin alleinerziehend, zumindest unter der Woche. IIch komm vor 5 meist nicht mit ihr aus dem Laden raus, danach quälen wir uns durch die Hausaufgaben. Nicht immer bin ich einverstanden mit dem, was sie Schultechnisch machen – weil ich finde, dass andere Dinge wichtiger wären, aber okay – es ist so. Wir mussten durch, sie müssen durch.

    Aber, und jetzt kommt das große ABER, dass Kinder anstrengend sind, dass Schule anstrengend ist, dass ein Job anstrengend ist, ist uns allen vorher bewusst – oder es sollte uns bewusst sein.
    Dass die Kinder ordentlich lernen sollten, damit aus ihnen mal was ordentliches wird – sie genügend verdienen um nicht die selben Existenzängste haben zu müssen wie wir – müssen sie sich eben auch den Arsch aufreissen.
    Hätten wir vielleicht auch tun sollen.

    Zeiten für Veränderungen gibt es immer & wenn wir was nicht schaffen, liegt es an uns und nicht nur an den anderen. Wir müssen uns besser organisieren, Pläne erstellen? ect.pp

    Es wird verdammt viel gefordert in der Schule ja, und ich find es manchmal auch einen Ticken zu viel – ich motze ebenso oft und ärgere mich und mein Kind tut mir auch schrecklich leid, wenn sie mal wieder einen Tag nur mit Lernen verbracht hat – ABER das ist der Lauf der Dinge.

    Man kann nicht sagen, machen wir weniger Schule, lernen wir weniger, geben wir keine Hausaufgaben auf. Warum nicht? Weil die Kinder dann FAUL werden und aus ihnen nichts wird. Weil sie dann in unserem Alter da sitzen und sich denken “ hätte ich mir mehr Mühe gegeben „. IST so.
    Freizeit ist eben so wichtig, sehe ich genau so. Aber das kann man alles einbauen – wir können uns eine Stunde einbauen indem eine Lernpause ist, eine Arbeitspause – die Zeit intensiv mit den Kindern nutzen.

    Vokabeln, Mathe, Englisch – kann man ebenso spielerisch nebenbei lernen, man muss nicht immer verzwickt vor dem Schreibtisch sitzen, nein man kann sie ebenso draussen beiim Spazieren gehen üben, neben dem Abwasch, wenn man die Wäsche macht. So schwierig ist es nicht – man nennt das ganze ORGANISATION UND FANTASIE, meiner Meinung nach.

    Nicht immer klappt das und manchmal sind richtige Scheiss tage dabei – ABER es ist kein Weltuntergang wenn auch ien Kind mal einen scheiss Tag hat. Wenn es mal die Hausaufgaben vergisst, wenn es mal Fehler macht. Wir müssen aufhören zu wollen dass unsere Kinder die perfekten Lernroboter sind. Fehler machen ist Menschlich und gehört ebenso dazu.

    WENN uns am Schulsystem etwas nicht passt, nutzt es uns nichts unseren Kummer im Internet breit zu treten. Dafür gibt es Ansprechlehrer, Direktoren ect.pp. Dann muss man seinen Arsch hoch kriegen und schauen dass sich etwas ändert. Wir SCHAFFEN DAS !

    Und zum Thema, ausserschulische Aktivitäten – puh … ich bin da selber grad eingefahren. Wir haben Maschinenschreiben, Kochen und Kinderturnen und einen Tag bei der Tierstation. Macht sie alles nebenbei und möchte sie auch. Mir wäre es lieber, wenn sie etwas kürzer getreten wäre, weil man im Vorhinein ja nie weiß wie anstrengend etwas wirklich ist.
    Ich bin allerdings so eine Mutter, die sie on den ganzen Sachen wieder abmelden würde, wenn ich weiß dass es ihr zu viel wird.

    Wir Eltern müssen beim Freizeit verplanen eben auch beachten – dass es sich immer noch um FREIZEIT handelt und dass Pauke, Turnen, Maschineschreiben einfach HOBBYS sind und diese Hobbys dürfen nicht zu einer Zwanghaften Pflicht werden, schon gar nicht wenn man merkt dass es das Kind nicht schafft.

    Im Endeffekt gehts nur darum einen Mittelweg zu finden & ja den finden auch die armen armen alleinerziehenden, oder die, die kein Geld haben.
    Zeit für Liebe; Geborgenheit und ZEIT für die Kinder – die gibt es immer – WENN MAN ES DENN WIRKLICH WILL.

    just my 1 cent.

    • helga

      Mein Gott, bist du toll. Und für das, das du es blöd findest etwas zu posten hast du ganz schön viel geschrieben.

  20. Mirjam

    Das ist ja ähnlich wie bei uns. 2. und 5. Klasse mit ADS und auffälligem Kind mit zu hoher emotionaler Belastung, weil Alleinerziehend, Patchwork-Fern-Familie und nun ist auch der wichtige Opa ohne Anzeichen plötzlich gestorben.

    Ich weiß nicht, ob es am Schulsystem liegt … aber es ist nicht so einfach, weil meine Kinder sehr schnell überreizt und Konzentrationsschwach sind, aber es ist ne Hausnummer.

  21. Charlotte Fingerhut

    Was für ein brillianter Artikel!
    Genau, dass ist die Frage: Was ist mit denen!
    Du hast es hervorragend auf den Punkt gebracht.
    Ich bin begeistert.
    Beste Grüße
    Marina

  22. Karl

    Was, verdammt noch mal, läuft falsch mit den Eltern?
    Wann hat sich in uns die Einstellung breit gemacht, dass wir unsere Kinder morgens in die Schule stecken können, Mittags/Nachmittags abholen und wir sie nicht mehr bei schulbezogenen Aktivitäten unterstützen müssen?
    Weil die lieben Eltern für ihre Kinder auch noch den Verein und dieses Hobbie planen – es machen ja auch die Nachbarskinder und Schulfreunde – dann aber die Zeit ausgeht, alles nur mehr mit Stress und Eile machbar ist, muss natürlich die Schule als Sündenbock herhalten!

    • Karl Beck

      Thema verfehlt – Setzen! – Sechs!

  23. Hannes

    Oh mein Gott was für eine fürchterliche Jammerei…
    Das Kinder Aufmerksamkeit brauchen war immer schon so und wird immer so sein. Wenn sie Babys oder Kleinkinder sind kannst du auch nicht um 17:30 sagen – so jetzt ist Feierabend und ich kümmere mich wieder morgen ab 06:30 um sie…

    Du klingst fürchterlich überfordert und viel. schickst du deine Kinder auch in eine Schule die für deine Kinder nicht geeignet ist. Dann bist du selbst Schuld und tust deinen Kindern auch nichts gutes – aber du kannst natürlich jedem erzählen wie toll deine Kinder im Gymnasium sind..

    Und warum brauchen die Kinder nahezu täglich eine Beschäftigung nach der Schule die wieder nur dich und auch die Kinder zum teil stresst.. Fußballtraining, Chor, Musikunterricht, Turnen was auch immer…. Verbringe diese Zeit mit deinen Kindern – geht in die Natur, macht gemeinsam Sport, bastelt oder genießt einfach das was Euch Spaß macht.

    Und dann noch zu jammern das du kochen, die Wäsche machen und putzen musst – kotzt mich an.. Du müsstest das auch tun, wenn du keine Kinder hättest – klar je mehr Personen in einem Haushalt leben, desto mehr fällt an. Da verhält es sich aber wie vorhin schon geschrieben mit der Aufmerksamkeit…

    Und wenn du dann Abends nicht schalfen gehst und lieber Wein säufst, dann brauchst du dich am nächsten Morgen auch nicht zu ärgern, wenn du nicht ausgeschlafen bist… Das wäre aber auch ohne Kinder so..

    Und Kinder die unsere Sprache nicht können muss man unterstützen und ihnen helfen, dafür geben die Regierungen genung Geld aus (in Österreich nächstes Jahr viele Mio. €)

    • Dodo

      Jupp, vielen Dank für genau die Antwort, die mir auch im Kopf schwirrte. Immer ist es das Schulsystem, welches schlecht ist. Vielleicht muss auch einfach die Schulstufe eine ebene gesenkt werden, in dem nicht so hohe Anforderungen an das Kind gesetzt werden. So bleibt dann auch viel mehr Zeit für die eigene Freizeit…

      • helga

        Wenn ihr richtig gelesen hättet, es geht um die Grundschule, deshalb finde ich eure Kommentare nicht gut.

        • Dodo

          Richtig, es geht bei der Tochter um ein Mädchen, welches in die vierte Klasse geht. Deswegen wäre es doch eine Überlegung wert, sie bei der nächsten Klasse dann nicht gleich aufs Gymnasium oder Realschule zu setzen (je nachdem, welches Schulsystem überhaupt in dem Bundesland besteht), sondern in eine Hauptschule zu setzen.

          Man kann nun mal nicht für jedes einzelne Individuum ein absolut passendes Schulsystem bauen. Es gibt halt Menschen mit einer besseren Auffassungsgabe und welche, mit einer nicht so guten. Wenn ich als Elternteil es beurteilen kann, ist das natürlich super und kann mein Kind versuchen, in das entsprechende „System“ zu setzen. Wenn nicht, muss ich da auf die Lehrer oder andere zugehen. Wenn ich jedoch weiß, dass mein Kind in einigen Feldern Probleme hat, würde ich die Freizeit nicht mit Theater, Sport, Ausflügen oder sonstigen Aktivitäten voll füllen. Wobei es ja auch nicht so ist, dass die Hausaufgaben täglich so viel sind. Zur Not gibt es auch Möglichkeiten der Nachhilfe. Und drei Sprachen in der Grundschule sprechen, naja, ist auch etwas übertrieben.

          Generell ist muss man einfach sagen, dass Schule nun mal keine Spaßveranstaltung ist. Sie soll jeden auf das Berufsleben vorbereiten.

          Aber ich halt mich nun aus weiteren Diskussionen raus. Ihr kriegt das alles schon so hin.

  24. Guido H.

    Hm…..
    Ich bin 51 und mehrfacher Opa. Was shy da schreibt brüllt aus meiner Seele. Es kommt einen vor, als ob „Schule“ schon ab der ersten Klasse nur das Hauptfach „schneller zum Burn out“ hat.
    Dann lasse ich mir erzählen, von meiner Tochter, was so im SOS Kinderdorf landet. Genau die, die in „Burn out“ durchgefallen sind – abgestempelt als „Abfall des Systems“…
    Ich bin 51 und sehe ich das Schulsystem meiner Enkel, dann hab ich Angst.

  25. Gicki Ho

    Ja, das trifft die „Zustände“ schon sehr genau. Aber ich mach da auch mit….warum? Naja..meine Kinder brodeln meist nach dem Mittagessen rum, Buch lesen, Handy spielen, mit dem Freund telefonieren, echt dummes TV ansehen…..sie schaffen es also meist nicht zügig die Hü zu machen. Meine Art wäre das nicht. War es auch nie. Für mich galt: hinsetzen, Hü machen, frei! Ich weiß, würden sie sich hinsetzen und die Hausaufgabe einfach erledigen (ohne murren, motzen, streiten, raufen, essen, trinken,….) dazwischen, dann wäre ihr Pensum in…sagen wir einer Stunde erledigt und am Abend vor dem Schlafen gehen, wäre nur in einem Fach noch was durchzulesen für den nächsten Tag.. Aber es dauert alles ewig, eben weil dazwischen eine Klositzung stattfindet, ein Tee getrunken (oder noch besser über dem Heft verschüttet), gestritten (dein Buch liegt zu nahe an meinem!) wird. Ich versuche sie anzuhalten ihre Aufgaben zügig zu erledigen, weil ich denke, weil ich weiß, dass es klüger ist und sich dann alles gut ausgeht. Weil ich weiß, dass sich Menschen, die das schaffen sich zu organisieren, auch im Arbeitsleben, im Studium leichter haben. Derzeit sind wir noch nicht so weit….aber es wird schon…das nenne ich Erziehung. Ich habe Kinder, ich möchte, dass sie sich in dieser Welt zurecht finden lernen. Ich erwarte nicht, dass sich die Welt nur nach meinen Kindern richtet. Ich bin eine große Verfechterin des Wir vor ICH. Das gehört eben auch dazu….und man lernt dabei sein Schulleben zu organisieren. Chaotisch manchmal und scheiternd….aber nur so lernt man. Würde man von Kindern immer nur erwarten, was sie bereits können, dann würde viel Entwicklung auch nicht passieren. Erst an der Herausforderung wächst man. Zumindest bei meinen Kindern….un dja..vielleicht schaffen ich talle die Matura, das kann sein, aber das erwarte ich auch nicht. Wenn das Kind glücklicher ist als Tischler, als als Anwalt, dann soll das Kind Tischler werden und sich viele Jahre Schulstress sparen.

  26. Katrin

    Woohoo! Genial geschrieben! Vielen Dank für den tollen Beitrag! Ich habe 3 schultechnisch total unterschiedliche Kinder und wir haben schon so viel durch. Besten Dank!

  27. Tim

    Weshalb muss das Kind zwei mal die Woche zum Sport? Weshalb muss es neben der Schule auch noch zum Chor? Achja, das ist soo wichtig heutzutage! Viel wichtiger als Schule oder Freizeit! Jaja, die lieben Eltern, die nur das beste für ihre Kinder wollen, und dabei vergessen, dass sie Kinder haben und keine Maschinen…

  28. Dr. Gerald Hofner

    Ein wunderbarer Beitrag … Und das ist ja nur die Sicht einer Mutter … Dazu kommt ja noch die Sicht des Kindes, das ja auch selbst unter diesem Druck steht. Wir thematisieren dies regelmäßig in unserem derkinderarztblog.com … Danke!

  29. David

    Sorry aber das ist typisch: das Schulsystem ist Schuld! Wir Eltern? Niemals!
    Wie viele Leute schon schrieben gibt es zum Glück sehr viele Alternativen heut zu Tage.
    Einerseits wollt ihr keine Ganztagsbetreuung, weil man ja „auch noch was von den Kids haben will“, andererseits dann im Blog genau dieses anprangern. Komisch, mein Sohn (11) hat genug Freizeit, lernt selbstständig und schreibt gute Noten ohne dass ich ihn jeden Tag durch irgendwelche Aufgaben prügeln muss. Wenn ich heim komme sind seine Hausaufgaben selbstständig erledigt – in der Grundschule gab es für die Betreuung in der Hausaufgabenzeit den Hort.
    Was ich mich gerne frage: wollen die Kinder wirklich „schrecklich gerne zum Chor/Theatergruppe/Sport usw.“ oder wollen die Eltern das schrecklich gerne? In beiden Fällen: wenn dadurch die Schule leidet vielleicht mal Prioritäten setzen, wenn ihr offenbar schon beim Grundschulpensum verzweifelt. Ansonsten einfach mal weniger Weinen und sich fragen wie die Leute das früher gepackt haben.

    • abraxa

      Also in unserer Ganztagsbetreuung wird regelmäßig darauf hin gewiesen, dass es zwar eine Zeit gibt in der die Kinder Hausaufgaben erledigen können, dass sie dort aber wegen Unruhe/Lautstärke und überhaupt wahrscheinlich nicht fertig werden und dann gefälligst die Eltern zuhause nach der Betreuung noch die Hausaufgaben zu machen haben.

      • Heide Krebs

        Dann muss dieses Problem angesprochen werden. Schüler / Kinder müssen angeleitet werden. Man sollte ihnen zeigen, wie Hausaufgaben erledigt werden. Sie einfach nur in einen Raum setzen und dann mach mal, funktioniert nicht. Leider ist dieses Vorgehen weit verbreitet.Während der Erledigung der Hausaufgaben muss Ruhe sein.Im Hort sollte auch eine Bewertung erfolgen und die Kinder zur selbstständigen Arbeit angehalten werden. Ein Erzieher sollte hilfreich zur Seite stehen! Außerdem müssen Hausaufgaben maßvoll, sinnvoll und koordiniert erteilt werden.
        Wichtig sind sie schon, dienen sie der Festigung und der Sicherung des Wissens, sie schulen die Merkfähigkeit und prägen das Pflichtgefühl.Wenn ich Schüler in ihrer Freizeit beobachte, dann fällt mir auf, dass viele nur noch mit dem Handy beschäftigt sind und sich mit Inhalten beschäftigen, die der Entwicklung wirklich nicht dienlich ist.Auch darüber muss nachgedacht werden!

  30. Marlene

    Solange Kinder in die Schule gehen müssen und Eltern sie dort hin schicken müssen, wird das Schulsystem weiterhin so krank bleiben, wie es ist.

    Ich habe irgendwann für meine Tochter die Reißleine gezogen und mir gesagt: lieber einen glücklichen Teenager ohne Schulabschluss zuhause.

    Was ich bedaure ist, dass ich nicht früher gewisse Leute und Möglichkeiten gekannt habe. Dann hätte ich meine Tochter schon viel eher aus der Tretmühle Schule raus geholt.

    Übrigens frage ich mich, wie Kinder für sich lernen können, wenn sie für die Schule lernen müssen.

    • StR

      Was schlägst du vor? Schulpflicht abschaffen? Das löst bestimmt alle Probleme…

    • Holly

      Und von was wird dein glücklicher Teenager mal leben? Von Luft und Liebe?

    • Heide Krebs

      Was für eine oberflächliche Haltung,

  31. Ina

    Liebe Shy

    Ich habe eben mit einem nicken deinen Beitrag verschlungen und mich selbst darin nur zugut widererkannt. – Jeden Tag holen einen die Aufgaben ein, man muss noch schnell etwas für Mathe machen, die Vokabeln wollen einfach nicht in den Kopf, aber man will dennoch Spaß haben – ja ich erkenne mich wieder- aber ich bin 32 Jahre alt und kann sagen, dass war heute wie damals nichts anderes. Ich war zum Leidwesen meiner Mutter wohl eher ein „Problemkind“ – dennoch ist heute aus mir ein erfolgreicher und anständiger Mensch geworden (das eine schließt das andere nicht zwingend aus) – meine Mutter kannte „Problemkinder“ – sie ist Lehrerin an einer Berufsschule und ich muss sagen, auch wenn man sich damit immer leicht tut und sagt, die Lehrer sollen mal Ihren Job machen!!! – Fällt mir jeden Tag mehr auf, an dem Beispiel meiner Mutter, SIE machen Ihren Job!!! Mehr als noch zu meiner Zeit. Heut ist es normal das ein Lehrer das Haus morgens um 6.30 Uhr verlässt und abends um 19.30 zuhause ist. Unser Schulsystem ist komplexer geworden. Es reicht heute nicht normalen Unterricht abzuhalten, den man dennoch mühselig vorbereitet hat und wo sooo viele Schüler drin sitzen, die schwätzen, auf dem Tisch malen und naja vergessen wir einfach mal nicht, auf dem Handy rumtippen. Nein man hat Schulreformen, Lehrerkonferenzen ein paar Schüler die einfach gar nicht erst in der Schule auftauchen und und und … die Liste könnte ich bis ins unermessliche erweitern, aber auch hier jeder macht seinen Job, Sie, du, er. Meine Mutter und das sage ich nicht, weil Sie meine Mutter ist, sondern weil sie einfach der Schlag Lehrer ist, der immer versucht jedem Schüler die entsprechende Aufmerksamkeit zu geben – Sie versucht für Ruhe zu sorgen damit andere, die es vielleicht nicht so einfach haben, mit zukommen. Man sollte hier nicht außer Acht lassen, dass oftmals gerade Schüler die einen Migrationshintergrund haben, oder auch die Sprache erst gelernt haben, fleißiger und besser in der Schule sind. Warum ist das so? – Das ist ganz einfach – Wir und da schließe ich mich mit ein, uns wurde alles komfortabel gestaltet, wir bekommen ein Handy mit 10 und einen nagelneuen Rucksack, der eine Stange Geld kostet, dazu gibt es coole Sneakers und einen Hippster Pulli, aus dem wir zwar in 2 Monaten rausgewachsen sind, das spielt keine Rolle, weil wir es können und weil uns die Gesellschaft vorlebt wir müssten unsere Kinder einkleiden, wie JayZ und Beyonce und weil das Internet ein Medium für jedes Lebensalter geworden ist. Und ja wir haben es oft schwer in der Schule, weil die äußeren Einflüsse es nicht zulassen, dass wir uns konzentrieren – und für die die sich gar nicht konzentrieren können, ist auch schon eine Krankheit gefunden – ADHS! Dann stelle ich Euch einfach mal vor – wir nennen Ihn mal Ali – weil es einfach so ist. Ali´s Vater ist mit der Familie vor 3 Jahren nach Deutschland gekommen, es war nicht immer einfach, ein fremdes Land, man kann die Sprache nicht, man lebt mit mehreren Menschen unter einem Dach, aber man kennt Sie nicht. Die Kleider werden einem gestellt und sie passen nicht! – Ali hat in seinem Land eine Lehre als Schlosser gemacht, dort werden die nämlich gebraucht, hier kommt Ali her, bekommt abgetragene Schuhe einen Rucksack den keines unserer Kinder auch nur im Ansatz tragen würde und Ali muss in die Schule weil er 15 ist. Dort kommt er nun an, er kann die Sprache nicht richtig, hat aber beim Deutschkurs für Migranten ein bisschen aufgepasst. Er versteht die erste Zeit nichts, oder zumindest nicht viel, alle Schüler meiden Ihn – „was soll ich mit ihm reden“- „ah schau mal wie der aussieht“- „er passt nicht zu uns“ , sind nicht selten Argumente die fallen, um sich auf keinen Fall mit diesem Schüler anzufreunden. Da die Eltern staatliche Unterstützung beziehen und ich meine jetzt kein Harz 4- und 4 Kinder haben, hat Ali keine Möglichkeit sich vernünftig zu integrieren, da man sich mittags zum Shoppen in der Stadt trifft , oder ins Kino geht, das sind alles Dinge die Ali leider nicht machen kann. Aber Ali lernt, obwohl keiner ihm zuhause hilft, er will integriert werden und möchte im Leben etwas erreichen, er möchte nicht wie sein Vater von Staatlicher Unterstützung leben, er möchte seine Lehre als Schlosser hier fertig machen – aber dafür muss er gut sein, dass weiß er und lernt und lernt und ist bereits am Ende des ersten Schuljahres Klassenbester und jetzt stelle ich mir die Frage, die, die wir immer jammern, wie kann das sein? Warum bringen unsere Kinder diesen Biss nicht mit! und auch hierfür gibt es eine kurze und klare Antwort, weil Sie es nicht müssen! – Und genauso schaffen es Kinder bei denen die Eltern nicht immer da sind und helfen können, sie fallen hin und stehen auf und das ist eine Lektion die man früher oder später lernt. Ich möchte damit nicht für Entrüstung sorgen, sondern meine eigene Erfahrung teilen, die man vielleicht oft im eigenen Alltag übersieht. Ach und Entschuldigung für die fehlenden Kommas und evtl. Rechtschreibfehler, ich gehöre zu denen die keine Zeit hatten dies zu lernen, weil ich zu beschäftigt war mit anderen Dingen, dennoch ist aus mir etwas geworden! – Also tröstet Euch falls Eure Kindern es nicht können, es ist nicht immer entscheidend wie jemand ist, sondern was er daraus macht!

    • Heide Krebs

      Guter Beitrag. Ich war Lehrein, aber manchmal vergesse ich das Komma auch !

  32. Alba

    Gestern kam auf WDR2 ein super Beitrag zum Thema Stress von der TKK. Der beste Tipp gegen Stress: fahre Deine Erwartungen an Dich und Deine Umwelt herunter.
    Ich füge hinzu: projeziere diesen künstlichen Druck nicht auf Deine Kinder und lasse sie lernen selbstständig zu sein. Hausaufgaben sind dafür da, damit sie von den Kindern gemacht werden. Nicht für Eltern. Versteht ein Kind etwas nicht, kann es erst selbst überlegen. Dann nachfragen: Mitschüler, Mama, Papa und Lehrer.
    Setze Grenzen bei den Hausaufgaben. Sie sind von den Lehrern so ausgesucht, dass sie größtenteils im vorgegebenen Zeitrahmen zu schaffen sind. Nimm Dich einfach etwas mehr zurück – dann wird alles einfacher. Und die Kinder profitieren. Dann ist auch noch Zeit für Puppen und Hobbys und noch viel wichtiger: frische Luft und auch mal Langeweile. Ständige Beschäftigung und durchgetaktete Terminvorgaben ersticken doch jegliche Persönlichkeitsentwicklung und Kreativität im Keim.
    PS: ich arbeite 30 Std. Meine kleine Tochter ist in der Trotzphase und fast drei. Meine Große in der Pubertät und 14jährige Gymnasiastin einer städt. Regelschule. Ich habe Haushalt, Haus und Garten und koche auch täglich. Anstrengend- aber es geht auch noch anstrengender :)) du hast recht: manche schaffen das alles aus den verschiedensten Gründen nicht. Das ist auch traurig. Aber lass Dich nicht durch diesen „Systemdruck“ stressen. Der ist künstlich und – raus aus den „ProfiMuttiWhatsAppGruppen“, die braucht kein Mensch. Was möchtest Du wirklich für Deine Kinder?

  33. Sandra Kühnert

    Genau so hätte ich es auch schreiben können. Genau so und nicht anders, oder gar noch schlimmer…. denn leider kommt mein großer mit diesem verkackten, familienzerstörenden weil nicht auf Anhieb kapierend, hoffnungslos überfordernden Schulsystem klar. Bald kann ich nicht mehr. Ich krieg nen Burnout. Nicht wegen meinem Job, nicht wegen irgendwelcher Probleme, nein, wegen der scheiß Hausaufgaben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    So ist es. Wir sitzen da nicht mal eben ne halbe Stunde, nein, wir brauchen den verdammten, ganzen Nachmittag dafür, und dann haben wir meist nicht alles geschafft. Keine Freunde zu besuch, kein Ausflug, kein Sport, kein Musikunterricht oder Tanzen, nein dafür ist keine Zeit. Weil die Hausaufgabe dauert bis zum Abendbrot.
    Ich habe die Schnauze voll.
    Liebste Grüße, Sandra

    • Diana

      Aber warum machst Du das, Sandra? Warum kämpfst Du nicht für die Freizeit Deines Kindes? Warum unterbrichst Du die HA nicht und schreibst eine Mitteilung an die Lehrer?
      DAS verstehe ich nicht, zumal Du ja gestresst bist.

  34. Michael Mayer

    Wenn du Zeit hast hier so lange Abhandlungen zu schreiben .
    Und dich dann fragts wo die Zeit hin ist……
    Und wenn eure Kinder für die Mathehausaufhabe über ne Stunde brauchen …sollten sie vielleicht in ein anders Schulsystem wechseln.
    Diese ständige Jammerei geht mir so auf die Nerven……
    Und ADHS ist kein Symptom der Neuzeit….dazu braucht es keine Medikamente sondern Erziehung.
    Und das ist Aufgabe von uns Eltern und nicht von Lehrern….
    Schule ist eine Lehranstalt und keine Erziehungsanstalt.
    Aber wahrscheinlich kennen viele Eltern den Unterschied garnicht.
    Immer schön auf andere schimpfen…weil vor lautrr WhatsApp ,Facebook…usw ist halt keine Hand frei um sich an die eigene Nase zu fassen…

    • Hannes

      genau meine Meinung !

    • Heide Krebs

      Teile Ihre Meinung, nur Schule muss auch erziehen! Erziehung und Bildung ist Pädagogik,Jede Lehrerin/ Lehrer muss sich in seinen Vorüberlegungen auf den Unterricht Gedanken machen, was will ich auch erzieherisch erreichen. Heutzutage ist das besonders wichtig und wenn es das Grüßen ist, was anerzogen werden muss.

  35. Nadine

    Ja, so kenne ich das. Und es wird schlimmer und schlimmer. Trotz Wiederholen des 1. Schuljahres. Meine größte Sorge ist die „Schulkarriere“ meines Sohnes. Und er ist in der 2. Klasse. Ein Wahnsinn. Und das neben Ergotherapie, Logopädie, Lerntherapie und so was ausgefallenen wie Schwimmen. Was ein trauriges System :(

  36. Simone

    Also ich denke auch, es ist viel hausgemachter Stress. Schule ist wie ein Job für unsere Kids, sie müssen ebend lernen das sie hier ihre eigen Verantwortlichkeit liegt, anfangs bekommen sie Unterstützung im Zeitmanagement von allen Seiten, doch auch die Kinder wachsen mit ihrer Verantwortung, man muss es Ihnen nur zutrauen und nicht alles aus der Hand nehmen. Nur so werden sie zur Selbständigkeit erzogen. Ich weiß von was ich spreche, bin Mutter von 4 Kindern und war einige Jahre alleinerziehend, immer voll berufstätig 40 h in der Woche. Heute sind sie selber wunderbare Eltern und geben genau dieses Vertrauen an ihre Kinder weiter.

  37. Katalin

    Hallo, zuerst einmal muss ich sagen: „Hut ab!“- das ist sehr, sehr gut geschrieben, -stilistisch wirklich beeindruckend! -das sage ich als schriftstellerisch tätige Person. Als Lehrerin, die ich bin, sage ich, dass die Anforderungen, die schon an Kinder gestellt werden, oft wirklich sehr viel und umfangreich sind, dass sie aber auf dieses stressige und anforderungsreiche Leben vorbereiten sollen, in dem nur die „besten, die guten“ bestehen können. Und als Mutter sage ich, dass ich genau den selben Zirkus durchgemacht habe, als meine Kinder im schulpflichtigen Alter waren, und ich heute rückblickend stolz und froh bin, es geschafft zu haben,- denn aus beiden ist „etwas“ geworden! Ich glaube, wenn wir Kinder in die Welt setzen, muss uns dieser Wahnsinn einfach die Sache Wert sein, -Schulsystem her oder hin…

  38. Christiane

    Ich bin Elternsprecherin einer 3. Klasse in Niedersachsen. Bei uns gilt in der 3. Klasse 45 Minuten Hausaufgaben. Meine Tochter geht in eine Ganztagsschule bis 15:30. Sie hat 45 Minuten Hausaufgabenbetreuung. Wenn sie die HA nicht fertig hat prüfe ich ob sie wirklich gearbeitet hat oder geträumt. Wenn sie geträumt hat muss sie nacharbeiten. Als sie am Anfang des Schuljahres jeden Tag noch 1 Stunde nacharbeiten musste habe ich einen Rundruf bei den Eltern gemacht und herausgefunden, dass alle Kinder soviel arbeiten mussten. Dann habe ich den Klassenlehrer angerufen und mit ihm darüber gesprochen. Ab dem nächsten Tag waren die HA wieder moderat. Man muss einfach mal mit den Lehrern sprechen. Bei uns an der Schule ist das wirklich ein Miteinander!

    • Diana

      Genau so, Christiane!
      Und genau das fordert unsere Schulleitung auch von uns Eltern ein: Rückmeldung, um GEMEINSAM das Schul- und Schüler*innenleben zu gestalten (wobei der HA-Erlass von 30 min spricht; aber auch 45 min finde ich okay)

  39. Kerstin B.

    Hallo!
    Seit diesem Sommer habe ich zwei Schulkinder. 3. und 1. Klasse. Bei uns gibt es auch Tage, an denen ich mich frage, wie ich das alles schaffen soll. Die vorgesehene Zeit für HA konnte ich mit dem Großen anfangs nicht einhalten, es hat immer länger gedauert. Er war nicht der schnellste. Bei der jüngeren Schwester klappt es ganz gut bis jetzt, Deutsch dauert, da sie nicht gut lautieren kann, wir aber leider diese Methode Lesen lernen durch Schreiben haben. Ich arbeite auch halbtags die ganze Woche. Ich habe oft keine Pause mittags. Vom Büro nach Hause oder die Kids direkt holen, dann HA. Dann haben sie Hunger, da es in der Betreuung mal wieder nicht geschmeckt hat. Wir hetzen beide durch die Woche, mein Mann und ich, irgendwie bleibt kaum Zeit für einander. Verkehrte Welt.

  40. Gis

    ja so ist es mir auch längere Zeit ergangen. kann ich total nachvollziehen. Jetzt ist meine Tochter in der Gemeinschaftsschule und ich bin total begeistert: endlich macht auch der Mama die Schule wieder Spaß!

  41. Stine

    Danke für diesen Beitrag.

    Mein Sohn (3. Volksschule/Grundschule) hat das RIESENGLÜCK eine Lehrerin zu haben, die gesagt hat: „Wenn ihr euer Pensum in der Schule erledigt, gibt es keine Aufgaben.“

    Die zwei Jahre davor waren der reinste Kampf, jeden Tag wurden im Hort und zu Hause aufgaben gemacht. Wir waren alle (Kind, Eltern, Großeltern, Horttanten, Tanten, Onkel) so genervt, dass wir schon in der Früh kaum noch aus dem Bett kriechen wollten. Seitdem die Aufgaben am Nachmittag weg sind und das Kind selbst entscheiden kann, was es am Nachmittag tun will, kehrt bei uns langsam Frieden und Normalität ein. Und plötzlich hat das ach so leserenitente Kind Lust auf Bücher und Heldengeschichten. Es liest freiwillig (!!!) ein Buch nach dem anderen, stellt interessierte Fragen zur Tagespolitik und unverständlichen Wörtern wie „ökologischer Fußabdruck“. Und ja, er lernt Lesen, Rechnen, Schreiben. Aber eben in der Schule und nur noch dort. Und dann kommen auch noch so interessante Sachen wie Experimente und Sachunterricht dazu.

    Plötzlich ist mein „hoffnungsloser Schulverweigerer“ ein interessiertes Kind – einfach, weil keine Aufgaben den Tag versauen.

  42. Sari Eck

    Meine Tochter geht auf eine Waldorfschule, und sie liebt ihre Hausaufgaben, weil sie wenige aufhat. Sie macht freiwillig mehr und geht gerne hin, dabei wäre sie kein „Problemfall“ und ein vierte-Klasse Reh bekomme ich auch noch hin. Es gibt Alternativen, man muss nur genug Mut haben, sie zu gehen!

  43. Holger Neumann

    Und jetzt mal ein Wort dazu von einem, der zu der anderen Seite gehört: Ein Lehrer einer Gesamtschule. Zumindest an unserer Darmstädter Schule herrschen da klare Regeln:
    1.) Pro Fach pro Unterrichtsstunde am Tag soll der Schüler nicht länger als 10 Minuten (Richtwert) konzentriert an den Hausaufgaben sitzen. Sitzt er länger, machen die Eltern bitte eine entsprechende Notiz unter die Hausaufgabe und der Schüler darf diese Hausaufgabe beenden.
    2.) Hat ein Schüler am Tag bis zur 8 Stunden oder mehr Unterricht, dürfen von diesem Tag zum nächsten Tag keine Hausaufgaben erteilt werden.
    3.) Hausaufgaben von Freitag auf Montag erteilen ist tabu.
    4.) Hausaufgaben dienen dazu, den gelernten Stoff zu üben, zu festigen oder Vorinformationen zu einem Thema zu recherchieren. Alle anderen Hausaufgaben sind nicht pädagogisch sinnvoll und damit eigentlich unsinnig.
    5.) Hausaufgaben dürfen nicht benotet werden, da nicht hundertprozentig davon ausgegangen werden kann, dass der Schüler die HA allein gemacht hat. Sie dienen dazu, dass der Lehrer überprüfen kann, ob der Schüler den Unterrichtsstoff verstanden hat. Also liebe Eltern… lasst bitte die Finger davon. Es nützt uns nichts, wenn ihr die HA macht, genauso wenig nützt das auch Eurem Sohn oder Eurer Tochter.
    6.) Das Konzentrationshoch liegt ab 16:00Uhr nochmal. Ein idealer Zeitpunkt für Hausaufgaben und lernen.
    7.) Macht einen Lerntypentest, um herauszufinden, über welchen Kanal Euer Kind am besten lernt. Lasst Euch dann methodisch (am besten von einem Fremdsprachenlehrer) beraten. Alternativ auch gern von der pädagogischen Leitungsperson Eurer Schule.

  44. Annett

    Mal ehrlich, wir Erwachsene haben doch einfach Angst, dass unsere Kinder versagen! Früher haben wir das als Schüler alleine gemeistert, hatten aber auch nicht den Druck, Abitur machen zu müssen. Ich habe eine Ohrfeige bekommen, als ich in der Schule gesagt habe, dass ich noch nicht wisse, was ich mal werden will, aber ich mache erst einmal Abitur. Gut, es war mein allererster Schultag in der ersten Klasse und meine Antwort war schneller zu Hause als ich. Aber meine Mutter hatte Recht. Heute bekommen dafür Neugeborene den Body an mit der Aufschrift „Abitur 20??)“. Und dann rufen gestresste Eltern, oh es ist doch alles zu viel. Na, dann lass doch dein Kind einfach mal die Puppe anziehen und ohne ein blödes Reh in der Schule aufschlagen. Gib deinem Kind Mut, sich auch mal zu verweigern! Was lernt es denn von dir? Du beschreibst es hier doch genau – Leistungsdruck, den du selber nicht erträgst (sonst hättest du es hier nicht so geschrieben), aber dein Kind soll es ertragen. Es ist der falsche Weg – nicht das falsche Schulsystem! In Bayern haben 4. Klässler schon das Gefühl, versagt zu haben, wenn es „nur“ für die Realschule reicht. Hallo? Wer will denn unbedingt das Abitur? Doch nicht die Kinder. Mein Sohn ist in der 4. Klasse, die Eltern seiner KLassenkameraden haben schon in der 2. Klasse überlegt, welches Gymnasium das richtige wäre. Die Lehrerin hat nach einer Kritik von mir gesagt: „Sie wissen schon, dass ihr Sohn nicht gymnasial ist?“. Meine Antwort: „Sie wissen schon, dass mich das in der 2. Klasse noch nicht interessiert und wir darüber gerne im 2. Halbjahr Klasse 4 sprechen können!“
    Und dann sitzen die kleinen Hochleistungskinder bei uns in der 5. KLasse am Gymi (ja, ich bin Lehrerin am Gymnasium) und der ganze Streß geht weiter. Es ist die richtige Schule in den Augen der Eltern, aber sie haben in Wirklichkeit nicht das richtige Kind für ihre Träume! Nachhilfe, Streß, Klassenwiederholungen … Hauptsache Abitur, wenn es auch noch so schlecht ist. Danach kann der Junge ja gerne Klemptner werden … Was ist das bitte für eine Welt der Eltern?

    • Madeleine

      Ich habe bei beiden Töchtern gesagt: Mir ist ein guter Realschulabschluss viel wichtiger als ein schlechtes Abitur. Und wenn sie Abitur machen möchten, dann doch bitte NACH der Mittleren Reife!

    • Christina

      Oh ja, da sprichst du wahr…
      Ich selbst bin – auf Empfehlung der Grundschullehrerin – auf ein Gymnasium gegangen. Ich war auch größtenteils gut, aber Fremdsprachen lagen mir nicht und ein aus meiner Sicht schlechter, sehr alter Lehrer gaben mir den Rest. Auf eigenen Wunsch hin wechselte ich Mitte der 8. Klasse zur Realschule. Eine gute Entscheidung. 2 1/2 Jahre noch locker flockig und Nachmittage genießen… Und dann hab ich am beruflichen Gymnasium mein Abitur gemacht, hab jetzt ein abgeschlossenes Jura-Studium… Meine beste Freundin war am Gymnasium schlechter als ich, blieb dort und musste einfach immer nur lernen, hatte keine Zeit für Sport, Freunde und Co. Und ihr Abitur hat sie letztlich zeitgleich mit mir und auch nicht besser gemacht…

  45. Dany

    Willkommen im ausbildungsland deutschland.
    Ausbildung ist von bildung kilometer weit entfernt.
    Wenn ich sowas lese, bin ich einmal mehr nicht neidisch auf eltern….

  46. Robert Revet

    Gewöhne dir doch mal das Helikoptersyndrom ab. Es geht auch ohne dein generve.

  47. Rafaela Dejung

    Bei dem Brief kommen mir die Tränen. So soll es nicht sein und ich kenne das Gefühl nur zu gut nicht alles zu schaffen. Kinder einfach Kind sein lassen ist bei den Erwartungen schwer. Ich hab mich dazu entschlossen das die Wochenenden frei bleiben und man auch mal einen Kurs zum Wohle des Kindes schwänzen kann. Wohl bemerkt der Freizeit Kurs wie Leichtathletik. Und der Haushalt bleibt liegen. Aber lieber der als ich.
    Ach und an Robert Revet: Die Bezeichnung Helicopter Syndrom ist hier nicht richtig platziert.

  48. TyJa

    Das Schulsystem……. mein Sohn der leider die 1.Klasse wiederholt weil er dem Druck nicht standhalten konnte nun schon wieder Dauerkrank ist kann ein Liedchen davon singen.Kaum nochmal eingeschult,eine Lehrerin die bis vor kurzen eigentlich noch Krankenschwester war hat in der Zeit nach den Schulferien bis heute Herbstanfang den Erstklässlern so das Abc und auch in Mathe sie sind schon bei Plus und Minus….. in 6-8 Wochen eingetrichert.Ja gehts noch?Und Wehe er kommt mal ohne seine Sonderhausaufgaben an dann bin ich als Mama schon wieder nicht Erziehungsgeeignet grade erst diese Woche musste ich mir das zum X-ten male anhören.Wenn wir also unsre Kinder nicht antreiben dann sind wir Eltern die Versager und kommen auf den Prüfstand,Ich weiss wo von ich rede denn mir hat man eine Familienhilfe aufgedrüückt weil ich nicht konsequent in Erziehung und in den Schulischen Bellangen bin.Also egal wie wir es drehen oder wenden es wird sich wohl nichts ändern ……….wie war es damals doch so schön bei uns (Baujahr 68)ohne Druck und genug Freizeit und da wars egal ob Hauptschule oder Höherführende Schule…………………..

    • TyJa

      Vergessen zu erwähnen.Meinem Sohn wurde seinerzeit beim Gesundheitsamt zur Schultauglichkeitsuntersuchung klipp und klar gesagt das er noch nicht Schultauglich sei und noch ein Jahr in die Kita soll.Da aber hier Schleswig-Holstein dieses Gesetz gibt mit 6 eingeschult werden zu müssen.Musste er rein.Es halfen auch keine Gespräche mit Schulamt usw.Einzige lapidare Antwort war dann schleifen wir ihn mit durch dann wiederholt er die erste eben nochmal.Und das ist etwas was ich anprangere.Er wurde sogar6 Wochen therapeutisch unterstützt und untersucht mit verschiedenen Test und auch da kam man zum Schluß das er nochlange nicht Schultauglich ist,da war er bereits schon ein halbes Jahr in der Schule.

      • Hildegard

        Liebe Tyja, und dein Sohn ist völlig normal! Kinder entwickeln sich nicht alterskonform, sondern individuell und da können schon mal mehrere Jahre zwischen liegen.
        Wieviel Ausschuss an unseren Schulen produziert wird, nur weil die zuständigen Stellen es versäumen sich an den ricghtigen Stellen zu informieren!!!!!!!

  49. Dana Nürnberger

    Schick das mal ans Bildungsministerium!
    Ja, solche Mütter kriegen mal eben noch Brustkrebs.

  50. David

    Hier sagen die Lehrer: „Bitte richte Deiner Mama aus, sie hat das Reh am schönsten gemalt.“

    Meiner Meinung nach ist der Stress in der Grundschule durch die Eltern gemacht. Es gab hier in München auf der Grundschule eine klare Ansage, Hausaufgaben sollen in der Klasse 1 und 2 nicht länger als eine halbe Stunde dauern. In der Klasse 3 bis 4 nicht länger als eine Stunde. Sollte es länger werden, dürfen die Kinder abbrechen und die Eltern schreiben das ins Mitteilungsheft.

    Der Druck in der vierten Klasse kommt durch die Eltern. An unserer Schule gab es eine Übertrittsquote auf das Gymnasium von 98%. Da werden Kinder durch größte Anstrengugnen der Familien auf das Gymnasium gebracht, denen es auf einer anderen weiterführenden Schule sehr viel besser ergehen würde.

  51. Sabine

    Ihr habt auch vergessen die Anfrage bei den Eltern abend. Wer kann am Dienst um 9Uhr mit den Kindern Plätzchen backen? Wer kann am Donnerstag von 8 bis 12 die Klasse nach… Mit begleiten?
    Immer so selbstverständlich, dass Mama zu Hause sitzt und wartet.
    Aber das machen wir nuuuuur für die Kinder.
    Kopf hoch!

    • Martina

      Gut, da das als Lehrperson mit mind. 24 Kindern alleine nicht leistbar ist, fällt backen und Ausflug eben aus. Das ist dann die logische Konsequenz oder was wäre dein Vorschlag?

      • Martina

        Glaubst du etwa wirklich, das macht ihr für die Lehrerin? Die im Vorfeld den Kram einkaufen muss, zwei Stunden Chaos hat – sie könnte auch entspannt ein Gedicht abschreiben lassen in dieser Zeit – und im Regelfall hinterher noch eine Stunde die Sauerei alleine aufräumt? Ja, da freut sie sich schon am Wochenende wie Bolle drauf.

        • Sabine

          Bei uns kaufen die Eltern alles. Backen Teig vorher zu Hause und putzen die Schulküche.
          Sie freuen sich auch wie Bolle.

          Mein Vorschlag : kann ich was nicht allein bewältigen, dann lasse ich es sein.

          Ausflüge und Plätzchen backen gehören zu Hause.

          • Martina

            Hm, so kenne ich das nicht, dann würde ich mich als Mutter auch ärgern. Generell muss ich aber sagen, empfinde ich zum einen das Nutzen außerschulischer Lernorte als Bereicherung für den Unterricht, zum anderen finde ich solche Aktionen schon wichtig, da Schule nicht nur Lern- , sondern auch Lebensraum ist.

  52. Christina

    Ich glaube, man sollte das nicht so einseitig sehen…

    Klar, das Schulsystem ist so, wie es ist, nicht gut. Ich bin erst 9 Jahre aus der Schule raus und hab immer gesagt, wenn ich es mir später leisten kann, gehen meine Kinder auf eine Privatschule. Denn wie viele Lehrer haben einfach gar keine Lust auf ihren Job? Erzählen lieber vom Golfspielen oder spielen mit den Schülern Karten, statt Mathe LK zu unterrichten? Und den Schulleiter interessiert es auch nicht, Hauptsache, man macht keinen Ärger als Schüler. Oder was ist, wenn Lehrer die Abgabe von Hausarbeiten oder Ähnlichem zu Termin X verlangen, selbst aber die Klausuren nicht an dem von ihnen selbst bestimmten Tag Y zurückgeben, weil sie es einfach nicht geschafft haben. Vorbildfunktion? (Ich hab sowas durchaus mit Lehrern diskutiert.)
    Aber was ist mit den Lehrern? Die haben es auch nicht leicht. Ich habe eine Grundschullehrerin in der Familie. 1/3 der Kinder ihrer Klasse spricht kein Deutsch. Muttersprachler hat sie kaum in der Klasse. Wie soll da normaler Unterricht möglich sein? Dazu Kinder, die sich von einer „deutschen Frau“ nichts sagen lassen und sie mit entsprechenden Wörtern betiteln. Deren Eltern, wenn sie dann in die Schule zitiert werden, nur sagen, dass Sohnemann doch Recht habe… Die Schulleitung steht dem ebenfalls machtlos gegenüber.
    Und was ist mit all denen, die als Eltern nicht mittags Feierabend machen können? Und die auch einen Job haben, in dem sie richtig arbeiten müssen und vielleicht noch nicht mal um 17:30 Uhr nach Hause kommen. Klar, als einfacher Angestellter oder im Staatsdienst geht sowas. Aber ich kenne viele Selbstständige und Akademiker, die locker 12 Stunden am Tag arbeiten. Regelmäßig. Die könnten ihren Kindern zwar helfen, sind aber gar nicht zu Hause. Was sollen die denn sagen???

    Es gibt in unserem Land Regeln. Gesetze. Diese regeln Vieles für die breite Masse und das funktioniert auch ganz gut. Trotzdem wird man nie alles für jeden Einzelfall passend regeln können. Genauso ist es mit dem Schulsystem. Immer auf jedes einzelne Kind und dessen Bedürfnisse einzugehen, funktioniert eben nicht. Und meine Meinung ist, dass dieses ganze pädagogische Blabla nicht unbedingt förderlich ist und auch aufhält. Vielleicht wären so viele Hausaufgaben gar nicht nötig, wenn in der Schule mal rangeklotzt werden würde und nicht 10 Minuten zu Anfang der Stunde darüber gesprochen werden muss, warum Schüler A nicht da ist oder warum Schüler B schon wieder keine Stifte dabei hat oder oder oder… Und wenn Lehrer endlich mal konsequent wären. Keine Hausaufgabe? Gut, dann 6 für diese Hausaufgabe. Fertig. Da vergisst man zwei, drei Mal die Hausaufgabe, danach sicher nicht mehr. 3/4 hat der Klasse hat die Hausaufgaben nicht, weil die nicht einfach waren (Zeitzeugenbefragung in Geschichte)? Dann aber zu sagen, okay, nicht so schlimm… damit haue ich doch die Schüler in die Pfanne, die sich den A**** aufgerissen haben, ob die Hausaufgabe zu erledigen. Ich hab danach nur noch höchst widerwillig Hausaufgaben für Geschichte gemacht, denn es hatte sich ja nicht mal „gelohnt“, sich anzustrengen, weil es einfach „hinten über“ fiel.
    Konsequenz ist da alles. Und auch da fallen sicher Kinder, die erhöhten Förderungsbedarf haben, hinten über. Aber vielleicht gibt es ihnen auch Sicherheit. Denn dann wissen sie ganz klar, woran sie sind und können sich auf den Lehrer verlassen. Aber Konsequenz können halt viele Eltern/Lehrer nicht mehr… Leider.

  53. Ralf

    Offensichtlich hast Du aber neben all dem „Stress“ noch die Zeit, so einen ellenlangen Artikel zu verfassen…

    Nee – sorry, aber das ist Jammern auf hohem Niveau!
    Anstatt sich hier über das böse System und die bösen Lehrer auszulassen, sollte man die Kraft der Elten bündeln und das Gespräch mit der Schule suchen! Und erzählt mir nicht: „Das bringt ja nichts!“
    Das einzige Problem an der Sache ist, dass sich die Eltern da auch mal einig sein MÜSSEN. Und das sind sie dummerweise leider oft nicht. Aber in einem Elterntreffen ohne Lehrer kann man sich auch mal zusammenraufen und die Probleme skizzieren, die dann vom Elternsprecher an die Schule heran getragen werden können.

    Mich haben die Grundschule und ihre Lehrerinnen massiv genervt. Ich weiss, dass man da oft gegen Wände rennt, wenn Lehrerinnen von ihrem sich selbst vorgegebenen Weg abweichen sollten. Aber wenn man etwas erreichen will, dann muss man aktiv werden!

    Ich bin übrigens kein Lehrer, sondern Vater dreier Kinder mit fast den gleichen Problemen, wie Du sie geschildert hast.

  54. DaWeed

    Vielleicht läuft auch gar nichts im Schulsystem falsch? Vielleicht läuft ja daheim was falsch. Vielleicht nicht erst seit der Einschulung, sondern lange davor?

  55. Richard

    hmm….Gottseidank geht der Kelch an mir hoffentlich weiterhinvorbei.

    Ich bin fast 48 Jahre und Vater 2 wundervollen Kindern. Der Sohn 9,5 Jahre und in der vierten Volksschulklasse, die Tochter 2.5 Jahre in der Kinderkrippe.

    Gottseidank hab ich die Ganztagsschulform gewählt, in einer Privaten Volksschule, öffentlich war für mich aus Simmering stammend und wohnent eine absolute Horrorvorstellung aus diversen Gründen, wie zb.

    neue Rechtschreibform…..keine Ahnung wie die geht
    Englisch…..das gabs zu meiner Zeit in der Volksschule mal gar nicht und in der Hauptschule zb grad mal 1x die Woche

    Ich könnte meinen Kind nicht mal helfen in gewissen Schulbereichen, weil ich müsst dafür ja nochmal selbst in die Schule gehen….ich mein zu meiner Zeit sagen wir Hauptwörter , Tunwörter und Wiewörter….heutzutage musste ich vor 1 Jahr sogar nachfragen gehen was meinen sie mit Nomen, Adjektiv usw usw (lol jetzt weiß ich es auch), normal erklärte ich meinen Sohn zb ….Wie ist der Himmel? Er: bewölkt…Ich siehst du das Wort bewölkt ist ein Wiewort also eine Eigenschaft…..na mehr brauchte ich nicht, schon wurde mir von der Lehrerin und Erzieherin erklärt das ist Falsch!

    Oder eigentlich fängt das Problem schon im Kindergarten an für die Schule von nicht Kindern/Eltern mit Deutscher Mutersprache!
    Hier wird gesagt ….Reden sie JAAAAA ZU HAUSE zweisprachig…..lool ….was für ein Müll in der Schule sind das die Kids seit 4 Jahren die echte Deutschprobleme haben. Nein es sollte schon daheim Deutsch gesprochen werden, weil sie tun sich dann in der Schule leichter und die Eltern lernen dann auch leichter mit und verstehen vieles besser (Ok ist leicht vom Thema weg aber ´trotzdem wichtig)
    Oder die Native Speaker….Hallo gehts noch? Mein Tochter wird mit 3 ++ noch Deutsch lernen , gesprochen nach der Schrift, was brauch ich da schon im Kindergarten einen Englischnativespeaker? Fazit was läuft hier schon im Bildungssystem falsch? Es fängt teilweise schon im Kindergarten an und wird nicht besser !!!

    Wobei zurückzukomment zum Thema Hausarbeit….warum nicht einen qualitativ hochwertigen Hort suchen wo fixe Lern- Aufgabenstunden sind, dann wird das dort erledigt und man hat zuhause mti den Kindern mehr Zeit für anderes!!!

    Mein Sohn hat in 4 Jahren Volksschule noch nie Aufgaben oder geschweige Bücher unter der Woche mitgebracht. Vielleicht ist das Ganztagssystem einer Privaten Volksschule doch etwas besser als das Öffentliche Grundsystem, wobei die sich sogar mehr an den Bildungsplan halten als öffentliche wenn ich so Kiinder von anderen Vergleiche.

  56. Juliane

    Zwei mal die Woche Sport, Chor und Theatergruppe… ist das nicht auch ziemlich viel selbstgewählter Stress?!

  57. Martin

    Das hört sich sehr nach Helikoptermutter an!! Einfach mal nen Gang runterschalten, das tut dem Kind gut und Ihnen auch!

  58. Martina

    Wenn vielleicht einfach mal mehr Vertrauen darin gesetzt würde, dass die Lehrer zumindest in der Grundschule die Schüler ziemlich gut einschätzen können, müssten sie nicht jeden Pippifax schriftlich dokumentieren. Würde bedeuten: weniger Tests und Klassenarbeiten, weniger Korrekturen, mehr Zeit für vernünftigen Unterricht, mehr Zeit für die Kinder.
    Lehrer sind ja auch oft Eltern.

  59. He Laschmi

    Ich glaube, früher wurde nicht so ein ‚Geschiss‘ gemacht. Mach die Hausaufgaben. Und gut warst. Oder eben nicht. Wer von sich aus gemacht hat, gut. Manche haben erst auf den letzten Drücker kapiert, dass sie von sich aus tun müssen. Andere nicht. Das waren dann die Schlauen, die auf der Realschule waren. Wieder andere waren auf der Hauptschule, auch Volksschule genannt. Das waren nicht die ‚Opfer‘, wie sie heute genannt werden. Selbstwertgefühl hat sich nicht am Besuch eines Gymnasiums fest gemacht. Im Gegenteil, es gab genug Abiturienten, die Gärtner oder what ever gelernt haben. WIR als Eltern, als Bevölkerung wollten unbedingt, dass es alle unsere Kinder ‚besser haben‘ als wir. DESHALB pauken wir unsere Kids durch die Schule. Viel Spaß dabei…

  60. Jasmin

    Ich unterschreibe jedes Wort!!!!
    Auch hier sitze ich oft noch um 22:00 Uhr in der Küche und schreibe Vokabeln ab – in 3facher Ausführung, weil die Lehrer das so lustig finden. Mittlerweile schreib ich mit links fast so gut, wie mit rechts…Hausaufgaben sind Streitpunkt Nummer eins. Weil die Kinder müde sind. Weil sie in der Schule schon 6 Stunden aufpassen und arbeiten mussten. Weil sie keine Roboter sind. Weil sie Feierabend verdient haben. Weil es nie mit einer Stunde Hausaufgaben getan ist. Und dann muss auch noch gelernt werden. Auswendig. Der Zauberlehrling oder ähnlich sinnfreies. Warum? Reicht analysieren nicht? Reim Schemata erkennen? Scheinbar nicht. Ich musste den auch auswendig lernen, wurde bisher aber noch nie danach gefragt, weder in der Steuererklärung noch im Bewerbungsgespräch, auch im Supermarkt wollte noch niemand die zweite Strophe des Erlkönig hören. Hauptsache ich hab es mir mal tagelang in den Kopf geprügelt…genau wie meine Kinder nun.
    Auch meine Kinder schaffen es oft nicht zum Fußball, zum Spielen – eben KIND zu sein…
    Und das ist so unglaublich frustrierend…

  61. Nadeshda

    Diese Frage stellte ich mir auch: „Was, verdammt noch mal, läuft falsch in unserem Schulsystem?“
    …weil mein Vollzeitjob und die angemessene Kindererziehung nicht vereinbar wurden. Drei Jahre der Mittelstufe auf einem G8-Gymnasium waren ein Horrortrip, den ich nicht mehr aushielt und nicht mehr aushalten wollte. Dabei ging es um nur ein (nicht gerade intelligenzarmes) Kind. Wie schlimm hätte es ausgesehen, wenn ich noch ein weiteres bzw. weitere Kinder in diesem Schulsystem großziehen musste? Unvorstellbar.
    Ende vom Lied: ich (mit zwei Uni-Abschlüssen) habe meinen Vollzeitjob ganz aufgegeben. Nicht mal auf Teilzeit habe ich Lust.
    Haben etwa Politiker aufgerufen: „Frauen, zurück zum Herd!“ ? Vermutlich nicht (so etwas wäre ja ganz unpopulär), aber auf diese ganz subtile Art des alltäglichen Horrors klappt es auch, Frauen weg vom Arbeitsmarkt zu bewegen.

    • DaWeed

      Sie haben Ihren Job aufgegeben, weil sie ihr Kind in der Mittelstufe schulisch unterstützen mussten? Verstehe ich das richtig?

      • Nadeshda

        Ich habe meinen Job aufgegeben, weil mich der dreifache Stress: Vollzeitjob (den ich bis zur Mittelstufe meines Kindes viele Jahre lang gern machte), mein Kind nicht zu vernachlässigen (dazu gehört es auch, zu verhindern, dass er nur Misserfolge erntet oder womöglich sitzen bleibt) und Haushalt, nachhaltig fertig machten. Bis zur Mittelstufe hatte mein Sohn alles selbst gemacht, hatte Noten im 2-er-Bereich. In der Mittelstufe ist alles anders geworden. Klar, Pubertät. Aber ist er etwa ein Einzelfall? Fast alle Jungs krochen am Boden. Die einzigen, die nicht sehr viel Schwierigkeiten hatten, hatten entweder ältere Geschwister (die das Ganze schon durch hatten und deshalb helfen konnten) oder Mütter als Vollzeithausfrauen, die sehr hinterher waren. Mit meiner Ausbildung ist jeder Teilzeitjob so eine ziemliche Beleidigung, da man sehr degradiert wird. So habe ich jetzt zumindest Zeit, mich mit meinem Sohn in Ruhe über verschiedene Themen zu unterhalten, ohne dass der Schulstress alles überschattet.

  62. Peter

    Was hat man anderes erwartet in einer Welt, für die die Kinder fit gemacht werden sollen für die Universitäten, nein es sind Uniformitäten, also heruntergekommene Einrichtungen, in denen unsere Kinder herangezüchtet werden für ein System, in denen die Superreichen immer reicher, die Fleißigen immer ärmer werden, verursacht von einem System von Machthabern, die ihre Sklaven zu „Verbrauchern“ heranzüchtet, ohne über die URSACHEN nachdenken zu dürfen, damit nur ja keiner hinter die Fassade dieses Lügensystem blickt. Unsere Kinder werden dumm gemacht, sie verlieren in diesen Einrichtungen (Schule, Uni) ihr Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, selbständig zu DENKEN. Wenn das nicht gestoppt wird, wird sich unsere Gesellschaft in ihre Bestandteile auflösen

  63. Bini

    Toller Text. Endlich sagt jemand das, was in uns allen vorgeht, aber sich die meisten nicht zu sagen trauen, um nicht als Versager dazustehen. Mütter, sagt was ihr denkt und wie es euch geht, denn den anderen geht es ja genauso. Sonst gehen nicht nur unsere Kinder kaputt, sondern wir auch!!!
    Viel Erfolg!

  64. Bini

    Wenn die Lehrer keine Beamten wären
    und sich für ihren Job anstrengen müssten
    um nicht entlassen zu werden
    (so wie es bei uns halt auch ist)
    dann wären doch alles viel besser!!!

    • Pro Schule

      Was soll das heißen? Ich arbeite an einer Werkrealschule und habe eine 45 Stunden Woche. Ich rede doch auch nicht so über Ihren Job. Wenn Sie es besser können, dann kommen Sie vorbei und machen meinen Job mal einen Tag. In jedem Job gibt es Leute, die nicht alles geben – auch in Ihrem. Also scheren Sie nicht alle über einen Kamm. Und wenn Ihnen das Beamtengedöns auf den Sack geht, dann gehen Sie auf eine Privatschule, dort sind die Lehrer nicht verbeamtet. Aber auch da müssen die Eltern Einsatz für ihre Kinder bringen.
      Nebenbei: Es gehört zur Erziehungsaufgabe, dass Eltern sich auch daran beteiligen. Nicht immer die Lehrer! Wenn Ihr keine Verantwortung für eure Kinder übernehmen wollt, lasst es nicht immer an der Schule aus!!!

      • Nadeshda

        Also folgendes: ich (und andere Menschen) habe meinem Sohn während der Mittelstufe eines G8-Gymnasium drei Jahre lang Nachhilfe in allen möglichen Fächern geben müssen, weil Lehrer ein „unfertiges Produkt“ lieferten. D.h. es wurde zwar etwas erklärt, aber es hat niemanden interessiert, ob Kinder (mein Kind war kein Einzelfall, 80% unserer Klasse kriegten externe Nachhilfe, restliche 20% Nachhilfe von Geschwistern oder Eltern) es tatsächlich verstanden haben.
        An der Auffassungsgabe meines Sohnes lag es definitiv.
        Nachhilfe-Lehrer habe unter Gymnasial-Lehrern anderer Schulen gesucht. Sie bescheinigten mir, dass mein Sohn auch über einen Zeitraum von 2 Stunden konzentriert bleibt und das Wissen regelrecht aufsaugt.
        Was wird da bitte schon in der Schule gemacht?
        Ich habe mir immer gedacht. Wenn ich einem Kunden etwas abliefere, was der Kunde dann noch ein-zwei Stunden lang nachbearbeiten muss, dann bin ich meinen Job doch sehr schnell los. Aber Lehrer sind frei von jeglichen Fehlern.

      • Sabine

        Hoppla, da fühlt sich jemand getroffen… und hat wohl auch Grund dazu. Vielleicht wäre es endlich mal angebracht, auf gegenseitige Beschuldigungen zu verzichten und gemeinsam nach Lösungen zu suchen? Momentan geht es nämlich (fast) keinem in diesem Schulsystem wirklich gut. Wenn jeder nur die Schuld auf der anderen Seite findet, dann ist keinem geholfen – den Kindern schon gar nicht – und um die geht es doch wohl. Ich gehöre beiden Seiten an und bin auch froh, wenn meine Kinder dieses System unbeschadet überstehen. Schlimm, finde ich das. Und als Lehrerin wünsche ich mir mehr Vertrauen von Elternseite und Unterstützung und kein Gegeneinander. Natürlich gibt es solche Lehrer und solche, genau wie es unterschiedliche Eltern gibt. Damit müssen beide Seiten leben. Und was ist dazwischen?

  65. karsten

    Erst mal meinen allergrössten Respekt für das alltäglich unerschrocken-heldenhafte Bewältigen dieses fehlgeleiteten und in überkommenen Strukturen erstarrten Systems, in dem rühmliche Ausnahmen die Regel bestätigen. Sehr schönes Reh übrigens. Wir müssen endlich weg von der Selektion in der Grundschule, erstarrten curriculen und dem Frontalunterricht des frühen 20. Jahrhunderts – all das ist ganz nebenher auch volkswirtschaftlicher Irrsinn. Eine aberwitzige Ressourcenverschwendung. Wo soll da Raum bleiben für Reflektion einerseits und individuelle Förderung auf der anderen Seite? Ein Blick nach Skandinavien würde helfen – und der Mut, mit Althergebrachtem und erstarrten Ritualen zu brechen. Mehr Investition in Bildung! Und und und… – all das wird Dich und Deine Kinder kaum mehr erreichen – aber mit Glück deren Kinder, Deine Enkel. Bis dahin bleibt mir nur, jeden Tag den Hut zu ziehen und ehrlich Danke zu sagen. Familien müssten in ganz anderem Maße entlastet und begünstigt werden! Sagt einer, der gern und aus freien Stücken einen Ein-Mann-Haushalt betrreibt – und die Lastenverteilung, obwohl selbst profitierend, unerträglich findet.

  66. Myriam

    https://www.facebook.com/zxn.kaffeeschluerfer/posts/894512840679815

    Schulfern aber bildungsnah. Deutschland hat Schulpflicht, andere Länder ein Recht auf Bildung. Super geschriebener und ausführlich recherchierter Text von Kaffeeschlürfer. Vielen Dank.
    „Daher kann es keine Kindeswohlgefährdung begründen, wenn die Haltung oder Lebensführung der Eltern von einem bestimmten, von Dritten für sinnvoll gehaltenen Lebensmodell abweicht und nicht die aus Sicht des Staates bestmögliche Entwicklung des Kindes unterstützt. … Warum besteht man in Deutschland dann auf einer Schulgebäudeanwesenheitspflicht? Denn eigentlich steht diese ja nicht nur im Widerspruch zur Kinderrechtskonvention, sondern auch zu den hier zitierten deutschen Urteilen. …“

  67. MamaMia

    Passt. Zu 100%.
    Einzigartige Zusammenfassung einer schlimmen Entwicklung.
    Trotzdem vielen lieben Dank für diese Zeilen. Geschmunzelt hab ich trotzdem- gehört ja auch dazu! :)

  68. Marc

    Völlig überzogener Artikel, jammern auf hohem Niveau…

  69. Jan

    Also mir gefällt das Reh.

  70. Yvonne

    Ja so geht es uns auch – arme Mäuse…

  71. Irina

    Sonderpädagogischer Förderbedarf – vielleicht höchst angebracht bei deinen Kindern?!! Tja, Eltern sein ist harte Arbeit. Das merken die Lehrer natürlich auch, die 28 Sprösslinge von Helikoptereltern vor sich haben. Klar war die Klassenarbeit wieder zu schwer und die Hausaufgaben zu viel. Aber: Es gibt sie auch, die Kinder, denen die Hausaufgaben nicht zu viel sind und ambitioniert mit ihren Eltern für die Arbeit lernen und Erfolge feiern! Aber dazu müssen auch die Eltern ihre Hausaufgaben machen und ihre Elternarbeit nach der Schule wahrnehmen!

    • Nadeshda

      Ja, genau, das setzt aber voraus, dass Mütter oder auch andere Familienmitglieder genügend zeit haben: d.h. 1-2 Stunden für Nachhilfe, 1 Stunden für Gespräche und Spiele, 2-3 Stunden für Haushalt und Kochen. Einen Vollzeitjob kann man da vergessen.

  72. Norden

    Ich muss ganz ehrlich sagen:
    Bis zum Ende des zweitletzten Absatzes ist das Ganze einfach nur rumgejaule! Bei dem letzen Teil gebe ich absolut Recht, das wars aber auch…
    Davor … Dieses rummgemeckern der Eltern und meinen alles besser zu wissen (als die Lehrer) ist ein immer mehr aufkommendes Problem und dann zu sagen, am Schulsystem wäre etwas falsch … also bitte!
    Klar ist unser Schulsystem nicht perfekt und es gibt einige Lehrer die das Thema „Hausaufgaben“ ganz falsch nutzen um ihren Unterricht voran zu bringen aber du schiebst deinen eigenen Frust komplett hierauf ab.

    Ist doch nicht die Schuld der Schule, dass du ein anstrengendes Leben hast. Es ist ja nicht so, dass die Kinder plötzlich viel mehr zutun hätten, was Hausaufgaben angeht, als vor 20-30 Jahren. Dass du Kinder haben willst hast du schließlich selbst gewählt und dann sich beschweren … also ich weiß ja nicht.

    Für mich ist das wieder nur ein Beispiel der „Mecker-Kultur“, die sich langsam aber stetig in Deutschland entwickelt hat. Alles ist scheiße und ich weiß es ja besser.

  73. Armin

    Tut mir echt leid, aber. So viel Selbstmitleid. An den eigenen Problemen sind immer andere schuld. Keine Ahnung wie lange es gedauert hat diesen Text zu verfassen, in der Zeit hätte man Kraft für den kommenden Tag sammeln können, sich konstruktiv Gedanken zur Lösung der Probleme machen, mit den Kindern Grammatik lernen oder in sonst irgend einer Weise fördernd tätig werden können. Ich wil gar nicht mehr schreiben, hab ich wichtigeres zu tun. Den Text und die Kommentare konnte ich auch nur querlesen, dabei ist mir schon genug schlecht geworden. Ich kann nur sagen nehmt eure Verantwortung, fördert eure Kinder (selbst!) es ist eure Aufgabe, nicht die der Schule oder sonstiger Institutionen. Entschleunigt euer Leben! Es liegt an euch.

  74. SK

    Also, ich stelle aktuell volljährige Mitarbeiter ein, die zu ungebildet sind korrekte deutsche Sätze zu schreiben oder mit simpelsten PC Programmen umzugehen.. Wenn ich mir die Kommentare oben ansehe wundert mich das gar nicht mehr, wer statt Schule und Bildung Chor und Tanzen und Fußball im Kopf hat, und das auch noch von Eltern gefördert wird, statt das man sich fragt woher Strafarbeiten kommen (vielleicht reicht`s beim eigenen Kind ja doch nur zur Hauptschule, da helfen auch gerichtliche Klagen und Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Lehrer nicht…), dann kann sich darüber kaum wundern… Ich bin selbst erst seit 15 Jahren aus dem Schul/Uni System raus, und es hat mir weder geschadet, auf mich allein gestellt zu sein, noch habe ich irgendwelche gravierenden Schäden davon getragen, ohne Unterstützung meinen Weg zu finden, ganz im Gegenteil, der Druck in Schule und Uni war lächerlich im Vergleich zum realen Leben und reichte gerade eben so zur Vorbereitung auf eine erfolgreiche berufliche Laufbahn… Als Vater stehe ich allen Interessen meines Kindes niemals im Wege, aber eine Vollkasko/Watte/alle anderen sind schuld Mentalität führt genau zu der Generation, die uns gerade als Berufseinsteiger alle zum Wahnsinn bringt, Nichtskönner mit extrem übersteigerten Erwartungen und Egos ohne minimale Belastbarkeit oder auch nur einfachsten Fähigkeiten… Denk ich an Deutschland in der Nacht…..

    • Hermann Schindler

      Oi,
      Offenbar hat Ihnen das Schulsystem doch geschadet.
      MfG

  75. Hermann Schindler

    Ich hoffe, das derzeitige Schulsystem wird bald an die Wand fahren und viel Energie zu Veränderung frei machen. Wenn einer meiner Schüler als native speaker ein Nicht Genügend bekommt, läuft zuviel falsch.

  76. Stefan Müller

    Vielleicht sollte all denen, die meinen ihr Kind sei ein Überflieger, der Elternwille entzogen werden, denn diese Kinder wären vielleicht in der Realschule oder der Mittelschule besser aufgehoben. Dann ist auch der Übertritt nicht mehr der Stressfaktor, bei dem die Eltern wochenlang Mittlerinnen müssen. Unser Schulsystem ist durchlässig und das sollen unsere Eltern auch mal kapieren. Unsere Tochter ist von der 1. in die 2. Klasse gesprungen. Dafür gab es auch keine Lösung des Schulsystems und wir arrangieren uns trotzdem. Sorry, aber das ewige jammern geht mir auf den Keks!

  77. tischig

    Mir auch! Warum sollen denn alle eine weiterführende Schule besuchen und dann dort scheitern? Ein guter Mittelschüler beherrscht den Stoff ein Leben lang!. Kinder, die sich im Gymnasium nur durchwinden, haben 0 Lernerfolg – darum sollte es doch gehen !!!! Spätestens im Beruf werden Kinder, die immer nur von den Müttern gestresst werden, scheitern! Burnout ist vorprogrammiert.
    Das Schulsystem ist natürlich schlecht, aber die Helikoptermütter machen es nicht besser!!!!!!!

  78. Chris

    So richtig, was du schreibst!!
    Bitte gebt den Kindern mehr Freiraum..

    Und was machen wir mit den Jungs, die ihr Heft lieber mit einem Wolf oder Luchs verschönern wollen als nem Reh?
    Weil sie verdammt noch mal ihre normalen Aggressionen auch irgendwo ausleben müssen – auch wenn das politisch unkorrekt ist.

    Chris

  79. Anja

    Hallo,
    ein sehr schöner Beitrag. Für jene Mütter und Kinder am Ende Deines Textes ist in unserem starren Schulsystem leider absolut keinen Platz. Das mußte ich am Beispiel meiner Großen erfahren. Sie war die Beste ihrer Klasse in der Grundschule und so pflegeleicht. Ich mußte nie daneben sitzen und irgendetwas mit ihr lernen. Sie hat alles selbständig erledigt. Sie wechselte aufs Gymnasium mit dem verdammten G8. Sie war so stolz, auf das Gymnasium zu gehen. Die 5. und 6. Klasse klappte noch gut. In der 7. ging es bergab. Sie bekam den unfähigsten Mathe-Lehrer aller Zeiten. Sein Motto: Alle Kinder, die es nicht sofort kapieren, sind dumm und für Dumme ist kein Platz. Wenn jemand fragte, war seine Antwort: Schau es Dir selbst an, dann kommst Du darauf. Erklären war ein Fremdwort. Es kam wie es kommen mußte, meine Tochter wechselte mit dicken Tränen auf die Realschule. Trotz Nachhilfe hat sie den Anschluß in Mathe nicht mehr geschafft. Demontiviert davon wurden auch die Leistungen in weiteren Fächern schlechter. Nun ist sie mittlerweile in der 10. Klasse Realschule und mit teuren Nachhilfestunden mittlerweile die Beste in Mathe in ihrer Klasse. Ich hätte mir so gewünscht, dass das Gymnasium Kindern mehr Hilfe anbietet. Die vielen Beschwerden über den Mathelehrer an jedem Elternabend wurden nie Ernst genommen. Klar, gibt es auch Kinder, die es geschafft haben, aber eben nicht alle.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

  80. MGTOW

    Hallo,
    freut mich, dass Männer und Väter wieder ausgeschlossen sind. Danke ich muss mir damit keine Gedanken machen.

    Ihr schafft es (alleine) :-)

    • Heike

      Nimm es doch nicht persönlich, aber es sind nun mal meistens die Mütter, die den Part übernehmen.

  81. Böttcher

    Liebe Shy, liebe andere Schreiberling,
    ich habe mir gerade sehr viele Beiträge durchgelesen und staune. Nahezu alle können sich in in Shy´s Worten wiedererkennen und alle wollen den sich „unrichtigen anfühlenden Zustand“ stemmen. Schule, Job, Ehemann ;-), und auch noch Spaß haben – – – Ich lese mehr von seelischen Verbiegungen als von selbstbestimmt das Leben gestaltenden Menschen. Wenn sich da etwas falsch anfühlt ist es vielleicht einfach nicht richtig. Dann muss man es lassen und so schwer es auch erst einmal ist, zuFriedenstellende Lösungen finden. Das ist nicht leicht – ich weiß! ABER – jeder der hier schreibt weiß bereits, wie schnell die Zeit des Lebens verrinnt. Die Möglichkeit, dass man dereinst sagt: „So war das halt damals.“ rückt rasend schnell in greifbare Nähe – nur es wird eine Hilfskonstruktion sein – Daher, rate ich ganz praktisch zu: FÜHLEN – Bewerten – VERÄNDERN – Sich besser fühlen.

    Alles Liebe aus Siegburg

  82. Volker Dittmar

    Ich kann sagen, was schief läuft – und das ich inzwischen aufgegeben habe, etwas daran ändern zu wollen.

    Eines der Probleme ist, dass die Lehrpläne überfrachtet sind. Das treibt die Lehrer dazu an, immer mehr immer schneller durchnehmen zu müssen. Immer schneller bedeutet, dass immer weniger an Wissen hängen bleibt. Dagegen arbeitet man an mit mehr Wiederholungen – ein Teufelskreislauf. Der Teufel gewinnt, laut PISA ist unsere Schule mittelmäßig.

    Das zweite Problem – seit meiner Schulzeit – ist die Tatsache, dass man die Kinder beim Lernen alleine lässt. Man lernt eine Menge an Dingen – aber eines nicht: Wie man richtig lernt, also effizient. Weil angeblich Begreifen wichtiger ist, aber ohne das nötige Wissen gibt es auch kein Verstehen.

    Ich habe versucht, wenigstens an einem dieser Probleme etwas zu ändern. Ich habe diversen Schulen angeboten, in meiner Freizeit, unentgeltlich, den Kindern beizubringen, wie man schneller und besser lernt. Wie man weniger zeit aufwendet, um sich den Lernstoff anzueignen, damit die Kinder mehr Freizeit haben. Und trotzdem mehr behalten.

    Von den Schulen kommt entweder Schweigen. Einige wenige Lehrer sind interessiert, ich rede mit ihnen, danach ist Schweigen im Walde. Auf E-Mails wird ohnehin nicht reagiert, vermutlich hat man keine Zeit. Man ist skeptisch, ob es wirklich etwas bringt, das Lernen zu erlernen. Bis zum Ausprobieren bin ich noch nie gekommen.

    Ja, richtig zu lernen kann man lernen! Die Methoden sind teilweise seit mehr als 2.000 Jahren bekannt, doch durch die Pädagogik verdrängt worden. Andere Lernmethoden sind neueren Datums, erst seit 100 Jahren bekannt.

    Sebastian Leitner schreibt in seinem Buch „So lernt man lernen“ aus den 70er Jahren, dass er das Buch „aus Wut“ geschrieben habe. Aus Wut darüber, dass man die Lernenden alleine lässt. Ich habe mir das Lernen selbst beigebracht, ich war ein mittelmäßiger Schüler, habe es dann aber zum Zweitbesten meines Jahrgangs geschafft. Eine Weile bin ich als Gedächtniskünstler aufgetreten. Ich habe das umfangreichste Werk über eine der Lernmethoden geschrieben, das es gibt.

    Aber ich habe aufgegeben, Lehrer zu überzeugen, dass man da was tun kann. Eine Freundin von mir war Lehrerin, die so fest überzeugt war, dass einzig und alleine Disziplin der Schlüssel sei, dass sie meine Argumente nicht an sich herangelassen hat.

    Ich bin Diplom-Psychologe und Experte auf dem Gebiet des Lernens. Lehrer wissen über das Lernen nicht einmal das, was wir im ersten Semester nebenbei darüber erfahren haben. Sie wissen viel über die andere Seite, die Wissensvermittlung, bei der die Schüler aber quasi nicht existieren. In der Praxis haben sie dann keine Zeit, das umzusetzen. Dann wundern sie sich, warum das neugierigste Lebewesen des bekannten Universums in der Schule alle Neugier verliert.

    Aber ich habe resigniert. Ich bin an einer Mauer der Unbelehrbarkeit zerschellt. Darf ja nicht sein, dass ein Psychologe etwas mehr darüber wissen könnte. Gott weiß alles, Lehrer wissen alles besser.

    Und die Eltern, die nie davon gehört haben, können es auch nicht weitergeben. Man hat sie in ihrer Schulzeit auch im Stich gelassen.

    Die folgenden wichtigen Dinge lernt man nicht in der Schule:

    1. Wie man lernt – mit möglichst wenig Aufwand, schnell, effizient. Für jede Stunde, die man darauf verwendet, das Lernen zu lernen spart man später mehrere Stunden. Je früher man damit anfängt, umso mehr.
    2. Was eine gute und was eine schlechte Erklärung ist. Resultat: Die Leute fallen später auf allerlei Bullshit herein.
    3. Wie man sich entspannt und Spaß am Lernen hat. Resultat: Verkrampfte und gehetzte Erwachsene mit schlechten Erinnerungen an die eigene Schulzeit.

  83. Sandra

    Wichtig ist sich zu überlegen, warum man sich diesen Streß antut. Ist das Ziel dem Kind zu helfen oder unsere Vorstellung seiner Zukunft zu verwirklichen.
    Wir sind schon von Schulbeginn an beim Aussteigen aus diesem Sog. Manchmal gelingt es besser, manchmal nicht so gut. Wir erledigen was geht und Sinn hat. Aber wenn mein Kind sich nach einem ganzen Tag Schule nicht mehr konzentrieren kann- dann schreib ich der Lehrerin einen Zettel. Wenn mein Kind im Zeugnis (VS) einen 2er oder gar einen 3er hat, bricht für niemanden eine Welt zusammen. Wenn dadurch „nur“ eine Mittelschule in Frage kommt auch nicht. Wenn mein Kind in weit entfernter Zukunft einen Lehrberuf ergreift, den sie so richtig gerne macht freue ich mich mit ihr. Wenn sie studieren will auch. Man muss sich eben überlegen was man will und den Mut haben aus dem gesellschaftlichen Druck auszusteigen und nicht mehr mitzumachen- auch wenn man am Anfang dafür schief angesehen wird.

  84. Fildermutter

    Wir alle wollen, dass es unseren Kindern gut geht. Aber das wir nicht immer der Fall sein. Es werden Tage kommen wo sie weinend, müde und gefrustet vor den Hausaufgaben sitzen. Ob sie sie wirklich immer machen sollten- ich denke nein. Ich bin Lehrerin und Mutter von vier ziemlich problemlosen Kindern- daher konnte ich nach neun Jahren wieder arbeiten gehen. Im Lehrerzimmer höre ich (vor allem von Kollegen die noch keine Kinder haben), was die Eltern alles müssten und denke mir wenn du wüsstest …. Zuhause höre ich mir von meinen Freundinnen an, was die Lehrer nicht alles müssten und denke mir ebenfalls meinen Teil. Gerne würde ich sie alle einladen die jeweilig andere Seite kennenzulernen. Ja, ich habe das Gefühl das nicht alles zum Besten steht, wenn Kolleginnen in der dritten Schulwoche wegen Burnout ausfallen, wir mit einer Unterrichtversorgung von 90% an den Start gehen und gleichzeitig für viele Kinder „die“ verlässliche Größe in ihrem Alltag sind.
    Ich liebe meinen Beruf – immer noch. Komme ich Nachhause, warten vier Kinder auf mich, die lieber nach Hause kommen anstatt in der Mensa zu essen. Ich ertrage ihre Klagen über ihre Lehrer und denke mir wieder einmal meinen Teil. Ja, ich stand auch schon mit dem Telefonhörer in der Hand da und wollte die Kollegin anbrüllen, weil sie es als falsch gewertet hat, dass mein Sohn die Würfelpunkte der „drei“ nicht „diagonal“ in den Würfel gezeichnet hat. Ja, ich habe auch schon Hausaufgaben nachgebessert und ausgemalt, weil ich den Sinn dahinter nicht erkannt habe.
    Am Ende des Tages kommt es darauf an, meine Kinder zu stärken, ihnen zur Seite zu stehen, aber auch mit meinen eigenen Kräften als Lehrerin und Mutter gut hauszuhalten.

  85. Lucie

    Huch, da habe ich noch Glück. Mit dem Lehrer unseres Sohnes (zugegebenermaßen erst 2. Klasse) kann man reden. Also wirklich reden – er reagiert dann auch und ist nicht beleidigt. Man kann sagen, warum Hausaufgabe x nicht fertig ist bzw. warum das Gedicht y nicht gelernt werden konnte. Passiert bei uns aber so gut wie nie, weil die Hausaufgaben wirklich nur ne halbe Stunde dauern + 10 Minuten lesen (und das kann man ja abends machen). Und mein Kind selbständig genug ist, mit den Hausaufgaben schon dann anzufangen, wenn ich noch nicht da bein, weil es eben weiß, dass es hinterher mehr Zeit für Hobbys/Freunde hat. Ich schau dann noch mal drüber bzw. erkläre, wenn er was nicht verstanden hat – das war`s. O.k., was ich wirklich mache, ist ausmalen, während er z.B. Mathe macht.. weil es für mich Zeitverschwendung ist und er sich damit locker 5 Minuten spart (z.B. alle Felder mit einer 5 rot, alle Felder mit einer 3 blau usw. – das finde ich albern   ).. Mal sehen, was in den höheren Klassen kommt.. aber ich stress mich da, ehrlich gesagt, nicht so rein – die Hausaufgaben müssen nicht perfekt sein – soll der Lehrer doch sehen, was mein Kind eben NICHT kann. Letztens sollten sie irgendein Säckchen basteln – und ich habe ihn nähen lassen.. das fand er supertoll.. war zwar dann auch Zeit weg, aber er hat ja nicht jeden Tag ein Hobby (3x die Woche + Spiel am Wochenende langt)..

    • Lucie

      Ach ja – dazu muss ich noch sagen, dass ich mit Reizdarmsyndrom zu kämpfen habe und mich somit so wenig wie möglich stressen darf.. ansonsten komme ich nicht aus dem Haus, was dem Kind mehr schaden würde als falsche bzw. nicht gemachte Hausaufgaben :)

  86. Egal

    Sehr traurig und spricht mir aus der Seele….Ich habe so ein verlorenes Kind das diesen Stress jahrelang einfach nicht mitgemacht hatt. (Eigentlich auch zu Recht.) Jetzt muss er seinen Weg alleine gehen und wir hoffen das dieses Schultrauma der letzten Jahre ihm nicht im weg stehen. Ansonsten hab ich noch bei meinem Jüngeren Kind zu kämpfen uns werde sie tatkräftig dabei unterstützen und noch oft die Buntstifte Kleber Schere Taschenrechner Kopierer und Internet in die Hand nehmen und benutzen und somit dann auch „sinnvoll“ den Nachmittag verplempern. Im übrigen mussten wir alles was zusätzlich zur Schule war streichen da sonst mein Kind am WE total zusammengeklappt wäre. Wünsche allen Eltern noch viel Kraft , und denkt daran irgendwann kommt dann die Zeit wo es dann aufeinmal ganz ruhig wird und wir dann auf unsere Kinder megastolz sind egal welchen Schulabschluss sie haben.

  87. sessibessi

    Für alle Eltern, die strikt gegen Medikamente sind, weil ihr Kind mit seiner Besonderheit (ADHS) nicht in das gängige Gesellschaftsbild passt: Bitte, bitte denkt immer daran, dass ein Kind und jeder Mensch von Natur aus danach strebt, sich seiner Umwelt anzupassen und dass das teilweise auch überlebensnotwendig ist. Heutzutage zumindest im psychologischen Sinn. Meint ihr eure Kinder wollen anders sein? Wollen immer auffallen, ständig Ärger bekommen, keine Freunde haben, immer eine Sonderstellung zu haben? Ich bin Sonderschullehrerin in einer Schule für Erziehungshilfe. Wir haben verhaltensauffällige Schüler. Jeder einzelne dieser Schüler sehnt sich danach, zu sein wie die „normalen“ Schüler. Sie sind todunglücklich und erleben die Schulzeit als traumatisch. Ich bin kein Befürworter von genereller Medikation bei jeder ADHS Diagnose. Aber ich habe Schüler betreut, die mit passenden Medikamenten ein neues (Schul-) Leben führen konnten, in dem sie sich „passend“ erleben konnten und Erfolge hatten, die ihrem extrem schwachen Selbstwertgefühl so gut getan haben. Die Gesellschaft ist so wie sie ist. Gut überleben werden die Angepassten. Man kann Medikamente ausprobieren – wenn die Wirkung keine positive ist und das Kind sie auch nicht als positiv erlebt, kann man es doch wieder sein lassen. Denkt bitte immer daran: Wie geht es euren Kindern mit ihrer „Besonderheit“ ? Nebenwirkungen der Medikamente? Welche Nebenwirkungen hat denn ADHS auf das Leben ihres Kindes?

  88. Santi

    Oh mein Gott. Wenn ich das hier alles lese kriege ich ja panische Attacken vor dem Tag an dem mein kleiner in die Schule muss.

  89. Chris

    Kann ich Ihnen sagen, was an der heutigen Schule falsch läuft. Die Eltern. Der Blog ist ein Paradebeispiel dafür. Obwohl noch keine Vierzig, war es „zu meiner Zeit“ noch so, dass man nach der Schule nach Hause ging und erst mal seine Hausaufgaben erledigte. Jeden Tag. Ohne zu Murren. Meine Eltern haben das manchmal nicht mal mitgekriegt, zu 90% habe ich meine Hausaufgaben alleine in meinem Zimmer gelöst und nur bei Fragen meine Eltern zu Rate gezogen. Fussballspielen, Radfahren, in den Wald spielen gehen, später Computerspiel, Fernsehen etc. mussten alles warten, erst die Hausaufgaben. So läuft das nunmal. Und ja, es gab manchmal Hausaufgaben, die waren schwerer und benötigten mehr Zeit, manchmal war nach 5-10 Minuten alles erledigt. SO WHAT? Das Problem sind nicht die Schulen und nicht die Kinder, welche „nicht in die Norm“ passen, sondern die Eltern. Die Eltern, die partout nicht begreifen, dass ihr Kind nicht überbeschützt werden muss. Die partout nicht begreifen, dass halt auch mal Hausaufgaben liegen bleiben und das Kind dann am nächsten Tag dezente Schelte dafür kassiert. Die Eltern, die ihren Spross völlig überbewerten und obwohl dauernd von „nicht in die Norm“ schwafeln, trotzdem noch denken, ihr Spross sei der Schlauste, obwohl es knapp für 2×3=6 reicht. DAS sind die Probleme der heutigen Schule. Punkt.

  90. tk

    Ich persönlich glaube ja nicht, dass das Schulsystem komplett falsch ist. Oft sind es die Eltern selbst, welche die Kinder mit enormen Druck belasten.
    – Du MUSST gute Noten schreiben, weil sonst später nichts aus dir wird.
    – Du MUSST unbedingt den Übertritt in eine höhere Schule schaffen.
    – Du MUSST in deiner Freizeit fünf Hobbys nachgehen, denn es könnte ja ein neues Genie entdeckt werden.
    – Du kannst NICHT mit Freunden spielen, denn du MUSST lernen (damit eben was aus dir wird)
    – Ich habe KEINE Zeit für dich (gut dass es den Fernseher gibt….)
    Und was mich wirklich nachdenklich stimmt, ist die Situation, dass sich viele Eltern Kinder anschaffen, um es dann mit sechs Monaten in eine Kindergrippe zu stecken. Schließlich geht ja die Arbeit vor….!? Wobei meiner Meinung nach hier das ganze System in Deutschland nicht funktioniert, denn – zu meiner Kindheit war Hausfrau noch eine normale Sache.

  91. Gudrun

    Spitzen-Reh! ☀️

  92. Elke Haberstroh

    Ich kann mich noch ganz gut an meine Schulzeit erinnern, dafür sorgt meine Mama. Auch damals, 1985, gab es affen schwere Schulranzen, viele Hausaufgaben (bei mir ablenkbaren Wesen oft 3 Stunden plus), Vokabeln pauken mit Eltern die keine Fremdsprache sprechen, Bauchweh aus Angst vor Mathe, Diktate mit 20 Fehlern (bis heute kein Fotographisches Gedächnis), Bilder malen im Erdkundeheft, ein Schwarzwaldhaus zu Hause basteln usw. Um das damalig übliche Bildungsprogramm abzu runden, gabs noch 1 mal pro Woche ausserschulisch Schwimmen, Turnen und Musikunterricht. Und im meinem Fall noch eine Sozialdemokratische Kindergruppe. Auf Anraten des Lehrers, noch bei einer Schülerhilfe eine Stunde Konzentrationstraining, wegen des Schreibproblems. Da bin ich gerne hin, ich liebte dieses Puzzlezeug, Logikspiele und Malprogramm, der Lehrer mochte mich auch, ein stilles, pflegeleichtes, gut konzentriertes Kind. Naja, man hat es überlebt, mit gutem Schulabschluss, Ausbildung und guten Jobs. Man spielt zwei Instrumente und geht ab und zu noch zum Sport oder Schwimmen. Ziel erreicht. Jetzt ist mein Kleiner noch gute 5 Jahre von der Schule entfernt, und trotzdem packt mich das Grauen. In meinem Bekanntenkreis ist der nackte Wahnsinn ausgebrochen. Bei den Eine schlägt vor Einschulung der Schulpsychologe auf, und legt ihnen nahe ihre Tochter gleich auf die Förderschule zu schicken, da zwei Eltern mit Migrationshintergrund, es in der Regelschule eh nicht schafft. Die Andere bekommt einen Sack Holzklötzchen vom Kind mit heim gebracht, den sie jetzt mit Silben bekleben soll. Schreiben lernen nach Silben hören. Im Bayrischen, ja klar. Und dann noch diese so genannte vereinfachte Schreibschrift, dann können die Eltern nichtmehr lesen, was das Kind schreibt. Bei einer Kollegin, hat die Tochter jetzt aufs Gymnasium gewechselt, blöderweise hat die Grundschule scheiben nach hören praktiziert, ohne Benotung umd zählen der Schreibfehler. Das erste Diktat im Gymnasium und den Nervenzusammenbruch des kleinen Mädchens, kann man sich ausmalen. Und jetzt muss das Problem ausserschulisch behoben werden. Regelmässig verzweifelt eine meiner Bekannten an den hochpädagogischen Mathearbeitsblättern ihrer Kinder, so was gab es in ihren Ländern nicht. Für was sind die vielen Pfeile, und was sollen den Äpfel minus Birnen. Ich bete nur, das bis in 5 Jahren, dieser ständige Schulreform Wahnsinn nachgelassen hat. Sonst gebe ich meine Jungs vielleicht doch privat hier auf die bilinguale Montessorie Schule. Da die örtliche Schule eh geschlossen wurde, und die Knirpse Bus fahren müssen, ist es egal wo hin. Und nach 450€ pro Kind KiTa Gebühren, sind 170€ Für die Privatschule doch ein Schnäppchen.

  93. Bettina

    Ich sehe das völlig anders als in dem Artikel dargestellt.
    Man kann auch alles übertreiben und man sollte Kind auch mal Kind sein lassen.
    Ganz ehrlich ? Das Problem liegt doch eher im Freizeitprogramm (Du musst in Chor, Du musst ins Fußball, vielleicht. Ich dies und das). Wenn ich mir das Freizeitprogramm mancher Eltern für ihre Kinder ansehe wundert es mich nicht, dass sie im Stress sind. Vielleicht nachmittags einfach mal den Dampf rausnehmen, dann wird das auch besser.

  94. andrea

    Eure Mutter hat das selbe für euch gemacht nur weniger rumgenörgelt!!!
    Auch ich hab nicht viel Zeit aber gemeisam mit meinen 2 Kindern Hausaufgaben machen geniesse ich.

  95. C. ultzsch

    Dann wehrt euch doch endlich mal gegen das gestörte System! ! Eure Kinder werden es nicht tun können, beziehungsweise machen Sie es auf ihre Weise! Wo sind denn bei den ElternAbenden die Eltern die das alles mal äußern? Wo die die sich gegen die verbindliche GanzTagesSchule wehren? Wenn die erstmal eingeführt ist dann war es das mit freien Nachmittagen! Aber es macht doch keiner den Mund auf. Die Kinder und Jugend Abteilungen der Psychiatrien sind inzwischen voll mit Kindern die ausgebrannt sind von unserem System. Die meisten Eltern versuchen trotzdem weiter ihre Kinder zu „optimieren“, statt sich endlich für Sie einzusetzen. Macht doch beim nächsten Eltern Abend mal Druck! Fangt mal klein an und beschließt in der ElternSchaft dass ihr alle gegen Hausaufgaben seid. Oder macht einfach keine mehr! ! Euer Leben!

    • Kai

      Damals gabs kein Facebook… da hat man die Zeit gerne für sein Kind geopfert… ich kenne es nicht anders…das ein Teil der Bildung aus dem Elternhaus stammt…. ich habe alleine für das scrollen der vielen Antworten 5 min. gebraucht….. was wäre das an verloreber Zeit gewesen. Wenn ich es gelesen hätte….geschweige denn geschrieben. .. let the shitstorm begin…;)

  96. Christoph

    Ist es das Kind das nicht ins Schulsystem passt oder stimmt gewählte die Lernform nicht?- das ist hier die Frage.
    Der FilmAlphabet (Filmtipp) zeig das wundetbar auf.
    Wissen kann nicht in den Kopf gepresst werden wie es user vom militärischne Drill abstammende Schulsystem verlangt. Wir können die Lernumgebung positiv gestallten umso zum lernen zu motivietendenn nur wer motiviert lernt, lernt mit Spass. Wer mit Spass lernt lernt schneller u d besser. Genau dass sollte von Lerpersonen angestrebt werden.
    Selbstgesteuertes Lernen heisst das Schlüsselwort denn wer sich selber motivieren kann lernt schneller und besser. Jeder von uns hat sich irgendeinmal Wissen selber angeeignet weil es interssant war. Das sind die Momente in denen wir uns selber so motivieren konnten Wissen an zueignen.

  97. Karin

    „Die Frage >Gibt es hier etwas, was mir fehlt?<…..durchbricht das emotionale Reagieren und gibt dir Zeit, klar und ruhig deine Situation zu überdenken.“ Quelle: RICH DAD POOR DAD – Robert T.Kiyosaki

  98. Thommy Tulpe

    Du sprichst mir aus der Seele! Ich selbst habe es bedauert, das man vor einigen Jahren die Orientierungsstufe abschaffte und man die Kinder gleich nach der Grundschule auf die Gymnasien und Oberstufen kommen, wo bei vielen Schulen es mehr als wichtig erscheint, den Stoff in die Köpfe der Kinder hinein zu prügeln!
    Gott sei Dank gehen meine Kinder auf eine IGS! Dort sind manche Tage vielleicht etwas lang, aber dafür beschränken sich die Hausaufgaben auf ein mal in der Woche an den Tagen. Meine Jungs brauchen an langen Tagen keine Hausaufgaben machen, auch wenn manche ihrer Schulkameraden (die am selben Tag nicht so lange Schule haben) welche machen müssen.
    Gott, vermisse ich die O-Stufe….!

  99. Gerdi

    Und genau deswegen geht mein Kind in eine private Freie Schule, die nicht mehr kostet als die Nachmittagsbetreuung in der Regelschule. Keine Hausaufgaben, Strafarbeiten oder so unnütze Dinge. Hier wird das Kind gesehen und unterstützt und wenn es sein muß, auch die alleinerziehende , berufstätige Mutter. Danke an die Freie Schule Bredelem !!!!!

  100. Maria123

    Hallo,
    also mal davon abgesehen, dass sämtliche Schulsysteme irgendwie Verbesserungsbedarf aufweisen ist alles ganz OK. Es kann kein Schulsystem geben, das für jedes Kind passt, dafür sind Kinder zu unterschiedlich. Die Schule ist eigentlich nur ein Ort, an dem es ein Lernangebot gibt. Nicht mehr. Die Schule ist nicht dazu da, uns das Leben mit Kindern leicht zu machen. Nur zu lernen, was die Schule anbietet wird auch zu wenig sein, um später mal mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Dafür sind eigentlich Mütter und Väter da. Wir haben nunmal Kinder. Unsere Aufgabe ist es, unseren Kindern einen guten Start zu ermöglichen, für sie zu sorgen, vom Kranksein bis zur Schule und allem was sonst noch anfällt. Mutter sein ist eben nicht dasselbe, wie Puppenmutti zu spielen und ist auch nicht die Heile-Friede-Freude-Eierkuchen-Welt der amerikansichen Fernsehserien und der Frauenzeitschriften, wo alles paletti ist. Es ist nicht Aufgabe der Schule und des Horts unsere Kinder zu erziehen und zu leiten und perfekte Einser-Schüler zu produzieren. Davon abgesehen, dass tatsächlich vieles besser laufen könnte – da stimme ich voll und ganz zu – ist so einfach das Leben. Das Leben von Kindern ist genauso wenig easy-cheesy wie das von Erwachsenen. Bis zu einem gewissen Grad ist das auch in Ordnung, wie sollen sie sonst jemals in der realen Welt mit Krieg, Mord, Totschlag, Krankheiten und anderen Schicksalsschlägen fertig werden.
    Unsere Aufgabe als Mütter und Väter ist es allerdings, unseren Kindern eine Basis zu bieten, die sie auffängt, egal wie groß die Scheiße (sorry) ist, die passiert. Ich denke aber auch und da muss ich mich selber ganz oft an der eigenen Nase nehmen – man muss nicht jeden Hype auf Biegen und Brechen mitmachen, wir müssen nicht immer die Super-Muttis, Super-Power-Frauen sein und unsere Kinder müssen nicht die Klassenbesten sein, nicht die gescheitesten Kinder und nicht Klavier, Tennis, Tanzen und sonstwas machen.Ich habe vor 3 Jahren meinen Job aufgegeben und bin derzeit nur für meine Kinder da, um mich genau mit all diesen Problemen abzuplagen – Mein Job ist es derzeit einfach Mutter zu ein. Mit allen Problemen und Freuden und Freiheiten. Natürlich ist unser Familieneinkommen dadurch niedriger. Ich könnte sie ja in die Nachmittagsbetreuung geben und das gesamte Leben und die Erziehung meiner Kinder ganz der Schule und dem Hort überlassen. Sie um 07.00 h hinbringen und um 18.00 wieder abholen. Ich will meine Kinder ab erleben, selbst erziehen, ihnen mein Weltbild vermitteln und die Bezugsperson sein und nicht irgendwer fremder. Und der Job „Mutter“ ist nun mal nicht ohne und dessen sollte man sich bewusst sein, bevor man Kinder bekommt.
    Der Sohn einer guten Freundin hat einen Gehirntumor, wie lange er noch leben wird, weiß kein Mensch. Es kann morgen vorbei sein oder auch nicht. DAS ist ein wirkliches Problem und nicht irgendwelche Schulprobleme. Es liegt an einem selbst, wieviel Stellenwert man der Schule einräumt. So und jetzt zerfleischt mich.

  101. Sabine123

    Hallo,
    also mal davon abgesehen, dass sämtliche Schulsysteme irgendwie Verbesserungsbedarf aufweisen ist alles ganz OK. Es kann kein Schulsystem geben, das für jedes Kind passt, dafür sind Kinder zu unterschiedlich. Die Schule ist eigentlich nur ein Ort, an dem es ein Lernangebot gibt. Nicht mehr. Die Schule ist nicht dazu da, uns das Leben mit Kindern leicht zu machen. Nur zu lernen, was die Schule anbietet wird auch zu wenig sein, um später mal mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Dafür sind eigentlich Mütter und Väter da. Wir haben nunmal Kinder. Unsere Aufgabe ist es, unseren Kindern einen guten Start zu ermöglichen, für sie zu sorgen, vom Kranksein bis zur Schule und allem was sonst noch anfällt. Mutter sein ist eben nicht dasselbe, wie Puppenmutti zu spielen und ist auch nicht die Heile-Friede-Freude-Eierkuchen-Welt der amerikansichen Fernsehserien und der Frauenzeitschriften, wo alles paletti ist. Es ist nicht Aufgabe der Schule und des Horts unsere Kinder zu erziehen und zu leiten und perfekte Einser-Schüler zu produzieren. Davon abgesehen, dass tatsächlich vieles besser laufen könnte – da stimme ich voll und ganz zu – ist so einfach das Leben. Das Leben von Kindern ist genauso wenig easy-cheesy wie das von Erwachsenen. Bis zu einem gewissen Grad ist das auch in Ordnung, wie sollen sie sonst jemals in der realen Welt mit Krieg, Mord, Totschlag, Krankheiten und anderen Schicksalsschlägen fertig werden.
    Unsere Aufgabe als Mütter und Väter ist es allerdings, unseren Kindern eine Basis zu bieten, die sie auffängt, egal wie groß die Scheiße (sorry) ist, die passiert. Ich denke aber auch und da muss ich mich selber ganz oft an der eigenen Nase nehmen – man muss nicht jeden Hype auf Biegen und Brechen mitmachen, wir müssen nicht immer die Super-Muttis, Super-Power-Frauen sein und unsere Kinder müssen nicht die Klassenbesten sein, nicht die gescheitesten Kinder und nicht Klavier, Tennis, Tanzen und sonstwas machen.Ich habe vor 3 Jahren meinen Job aufgegeben und bin derzeit nur für meine Kinder da, um mich genau mit all diesen Problemen abzuplagen – Mein Job ist es derzeit einfach Mutter zu ein. Mit allen Problemen und Freuden und Freiheiten. Natürlich ist unser Familieneinkommen dadurch niedriger. Ich könnte sie ja in die Nachmittagsbetreuung geben und das gesamte Leben und die Erziehung meiner Kinder ganz der Schule und dem Hort überlassen. Sie um 07.00 h hinbringen und um 18.00 wieder abholen. Ich will meine Kinder ab erleben, selbst erziehen, ihnen mein Weltbild vermitteln und die Bezugsperson sein und nicht irgendwer fremder. Und der Job „Mutter“ ist nun mal nicht ohne und dessen sollte man sich bewusst sein, bevor man Kinder bekommt.
    Der Sohn einer guten Freundin hat einen Gehirntumor, wie lange er noch leben wird, weiß kein Mensch. Es kann morgen vorbei sein oder auch nicht. DAS ist ein wirkliches Problem und nicht irgendwelche Schulprobleme. Es liegt an einem selbst, wieviel Stellenwert man der Schule einräumt. So und jetzt zerfleischt mich.

  102. Maria Hertting

    Auch wenn ich vor mir schon ganz viele Antworten sehe, die wahrscheinlich keiner mehr liest und meine wahrscheinlich auch in der Masse untergeht, spricht mir der Artikel dennoch aus der Seele. Mir geht es genauso. Ich möchte annehmen, allen Eltern geht es so, nicht nur den Müttern, auch den Vätern, die sich mit Kindererziehung auseinandersetzen oder die die gesamte Last allein tragen, weil sie alleinerziehend sind genau wie ich. Mein Sohn befindet sich zur Zeit in der 6. Klasse und hat 38 Stunden in der Woche Unterricht, weil er auf einer sportbetonten Schule ist, muss er eine Sport-AG zusätzlich besuchen und hat eine Sportstunde mehr als andere Kinder. Auch findet sich in seinem Stundenplan eine Freistunde, in der er den Hort besuchen muss. Da er jetzt noch zusätzlich in der Mathe-Fördergruppe ist und auch Religion mitmacht, hat er einen Arbeitstag wie ein Erwachsener. Jeden Tag bis auf Mittwoch beginnt sein Unterricht um halb 8 und endet an zwei Tagen um 15.15 Uhr, an drei Tagen um 13.35 Uhr. Er hat also jeden Tag mindestens sieben Unterrichtsstunden, einmal acht und einmal neun Stunden. Ich frage mich, wie er das das ganze Schuljahr über bewältigen soll. Zusätzlich kommen noch die Hausarbeiten, die manchmal, weil er langsam ist, zwei Stunden dauern. Natürlich vergisst er sie auch mal, weil er schusselig ist und motorisch unruhig. Dann flattert von der Schule, meist am Sonnabend, wenn man sich entspannen kann, ein vorgedrucktes Schreiben ins Haus und das ganze Wochenende ist versaut. An dieser Schule gehen nicht gemachte Hausarbeiten zu 10 % in die Zeugnisnote ein, was eigentlich unmöglich ist. Die Lehrer sind genervt und schreiben ins Hausaufgabenheft folgende Bemerkungen: Ihr Sohn dreht sich ständig um, redet mit seinem Hintermann, lenkt sich und andere ab. Wenn das nicht aufhört, ist eine Klassenkonferenz nötig.. Wir Lehrer müssen auch an unsere Gesundheit denken. Mein Sohn hat keine Freude mehr am Unterricht. Bücher muss man zwar kaufen, sie werden aber wenig eingesetzt. In den meisten Stunden bekommen die Kinder mehrere Arbeitsblätter, die so schlecht kopiert sind, dass am Rand sogar Buchstaben fehlen, die wir uns dann mit einem Stift ergänzen müssen. Wenigstens das ist ein Spielchen, was meinem Sohn Spaß macht. Ich möchte hier nicht gegen die Lehrer wettern, bin ich doch auch eine Lehrerin. Ich habe aber bemerkt, dass die ganze Misere damit entstanden ist, dass der Sonnabend jetzt schulfrei ist. So hat sich der Unterricht an den anderen Tagen bis in den Nachmittag verschoben. Ich will nicht an der heiligen Kuh herumnörgeln oder sie gar abschaffen, aber es ist nun mal so, dass dadurch die Arbeit in der Woche mehr wird und die Kinder weniger Freizeit haben. Auch kommt hinzu, dass junge Lehrer nicht mehr verbeamtet werden und so eine Zweiklassengesellschaft entsteht. Ganz schlecht ist das und wird auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen. Wenn mir eine Lehrerin sagt: „Ich kann das Adventsbasteln nicht auf den Nachmittag legen, ich habe ja auch Familie“, sagt mir das, dass sie Dienst nach Vorschrift macht. Wenn es nur ein bis zwei Elternabende im Jahr gibt, läuft das auf das gleiche hinaus. Die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern lässt zu wünschen übrig. Ich meine es muss schleunigst etwas passieren in unserm Schulsystem. Der Mensch muss wieder im Vordergrund stehen, sowohl das Kind, als auch der Unterrichtende. Manchmal kommt es mir so vor, als ob Lehrer und Schüler Gegner wären, die sich bekämpfen, der Lehrer setzt seine Macht ein, der Schüler seinen Trotz. Es ist etwas Wunderbares, jungen Menschen seinen Erfahrungsschatz. weiterzugeben. Auf der anderen Seite ist es eine Bereicherung, für junge Menschen, sich von einem erfahrenen Lehrer etwas anzueignen. Wo bleibt in unserm Schulsystem der Mensch?

  103. Joana Ebeling

    Elija ist 6 Jahre alt ,
    Ihre Augen leuchten wenn sie was Neues erfährt , wenn man ihr die Welt erklärt .
    Sie ist begeistert von Käfern im Gras und von den Geschwistern des Mars.
    Ihr Herz hüpfz höher wenn sie hört :
    „Nur noch eine Woche bis zum Schulanfang!“
    Sie freut sich so und ist so aufgeregt das sie durch den Garten fegt .
    Sie lacht und sagt:
    „Dann lerne ich noch mehr !“
    Ihre Lust, ihre Begeisterung und ihr Antrieb haben keine Grenzen.
    2 Jahre später denkt sie nur noch ans Schwänzen .
    Ihre Lehrer beklagen sich.
    Sie ist unkonzentriert, unsorgfältig und träume zu viel .
    Sie weint zu Hause , weil es ihr ohne Schule besser gefiel.
    Elija ist nun 8 Jahre fast ,
    Ihr Leuchten beim lernen schon verblasst.
    Sie stellt sich oft die Schmetterlinge vor ,wie sie hinweg fliegen ,über das Schultor .
    Zu ihrem Käfer auf der Wiese.

    Sie soll lernen was im Lehrplan steht weil es nun mal nicht anders geht !

    So lernen unsere Kinder wie vor 100 Jahren.
    Durch zuhören und nach dem Trichterprinzip,
    weil es ja sonst nichts Anderes gibt?
    Durch sture Auswendiglernerei was sie im Leben brauchen ist einerlei.
    Passend gemacht müssen sie fürs System und genau das ist unser Problem!

    Ich wünsche mir eine Schulreformation!

    Glückliche, selbstdenkende , authentische , starke , kluge Kinder wären unsere Lohn.

    Das System muss den Kindern gerecht werden nicht die Kinder dem fehlerhaften System.

    ( gez. Joana Ebeling)

  104. Nicole

    Ein neues System muss her, welches auch Platz für die besonderen Kinder hat. Die Diskussion über ADHS mal aussen vorgelassen. Mein Sohn geht seit 4 Jahren auf eine „Förderschule“. Ich bin dankbar dafür. Denn in der Regelschule würde er untergehen. Und das nicht weil er doof wäre, sondern einfach nicht so schnell kann oder will, wie die anderen Kinder.
    Das SYSTEM hat keinen Platz für NICHT NORMALE MENSCHEN wie ich selbst einer bin. Egal ob Schule oder später „Gesellschaft „. Das fängt doch mit dem Wort Inklusion an. Grausam! Mehr Akzeptanz würde schon reichen.

  105. Sabine

    Ich weiß nicht ob das noch jemand liest. Mit meinem 1. Sohn ging es ähnlich. Gymnasium, schlauer Kerl, studiert jetzt Luft-und Raumfahrttechnik. Dauerstress und sogar Psychotherapie!! Meine Tochter hat angeblich einen IQ von 135. Sie geht jetzt in die Realschule. Da ist sie gerne, sie schreibt nur 1 und 2 er, hat Freundinnen, geht nachmittags in Wahlfach Chemie, das hat sie sich selber ausgesucht. Sie hat Zeit zum Spielen, für Freunde und die Hausaufgaben macht sie gerne gründlich ohne Stress. Nein ich habe keine Angst mehr dass meine Tochter kein Abi schafft. Sie wird das machen! Wenn sie es will! Ich weiß dass es vielen Eltern so geht wie da oben beschrieben! Aber viele Kinder könnten auch einfach mal die Schule wechseln! Es fällt uns Eltern schon schwer das Kind NICHT aufs Gymnasium zu schicken! Und wenn ich jemandem sage: „Meine Tochter ist auf der Realschule“, dann schauen sie mich überrascht und mitleidig an. Als ob sie zu blöd wäre. Das nervt!!!

    • Ann Blume

      Meine Kinder sind nicht auf dem Gymnasium und ich habe trotzdem den ganzen Stress. Ich möchte nur das sie einen Schulabschluss bekommen, aber wenn du nur ein Kind mit Lernschwäche hast, hast du bereits ein Problem !

  106. Sandra Peitzmeier

    Wahnsinn genau das könnten meine Worte sein….
    Genau so geht’s uns und vielen Müttern die ich kenne auch
    Super in Worte gefasst

  107. Anna

    Warum macht ihr Hausis mit euren Kindern? Warum lernt ihr mit euren Kindern? Was wollt ihr alles von und für eure Kinder?
    Ich habe hier zuhause vier Schulkinder im Alter zwischen 7 und 15 Jahren. Also alles vertreten. Bei uns gibt es nachmittags 90 Minuten Lern- und Hausaufgabenzeit. Das reicht allen Kindern aus. Wenn es mal länger dauert, weil eine Arbeit ansteht: Dann ist es eben so. In diesen 90 Minuten bin ich als Mama da, wenn Fragen auftauchen, ich kontrolliere nur, ob alle Hausis gemacht sind und ob sie optisch sauber sind. Fertig. Kontrolle ist die Aufgabe des Lehrers. Wenn Hausaufgaben vergessen oder falsch gemacht worden sind? Pech. Dann muss man es eben nochmal machen oder zur Not auch nachsitzen, Strafarbeit machen etc… Eines bringt schlechte Noten heim? UND???? Dann überlegen wir, an was es gelegen hat und versuchen es beim nächsten Mal besser zu machen.
    Ich liebe meine Kinder über alles, aber mein und ihr Selbstwertgefühl ist nicht von ihren Schulleistungen abhängig! Jedes Kind hat seine Stärken und Schwächen. Meine Tochter hat eine festgestellte Rechenschwäche, mein Sohn Probleme mit der Rechtschreibung. Okay, dann studiert die eine eben nicht Mathematik und der andere wahrscheinlich nicht Deutsch. Vielleicht studieren sie auch gar nicht? Das soll es auch noch geben. Hauptsache meine Kinder sind glücklich, zufrieden und selbstbewusst, egal ob als Rechtsanwalt oder Müllfahrer.
    Und was das Schulsystem betrifft: Stimmt, es passt nicht mehr ganz in unsere Zeit, aber mir tun die Lehrer nur Leid. Nicht wegen dem System, nicht wegen den Kindern, sondern in erster Linie wegen den Eltern. Das sage ich als Mutter, die schon an vieeeeeeeeeeeeeeeeeeelen Elternabenden teilgenommen hat.
    So und jetzt zerreißt mich!

  108. Ann Blume

    Ich kann dir genau sagen, was mit solchen Müttern passiert. Ich habe zwei anstrengende Teenager und bin seit einem Jahr wegen einer schweren Herzmuskelentzündung dienstunfähig. Weil ich einen grippalen Infekt nicht richtig auskuriert habe und zu früh wieder alles schaffen wollte, weiß ich nicht, ob ich wieder gesund werde. Jetzt ist sogar ein Herzschrittmacher im Gespräch ! Und andere Mütter haben einen “ Burnout“ und brechen zusammen. Ich finde es so traurig ! Alle leiden darunter die Kinder und die Eltern. Irgendwann verlässt einem die Kraft !

  109. Sabine

    Besser hätte man es nicht schreiben können, diese Gesellschaft ist krank.
    Kinder dürfen schon lange keine Kinder mehr sein, sie müssen nur noch funktionieren. Zeit zum spielen -Fehlanzeige. Vornehmen als Familie kann man sich nachmittags auch nichts, denn wenn man nach der Schule ins Kino gehen würde, wann soll man da die Hausaufgaben machen, die bei uns auch teilweise 2 Std. dauern.das heisst wenn mein Sohn 14.00 Uhr aus der Schule kommt, sind wir gegen 16.00 Uhr fertig, noch Ranzen packen, Gedichte lernen und solche Sachen, meist ist es schon dunkel wenn wir mit der Schule fertig sind..!
    Wie Du schon schreibst, man investiert als Eltern mehr Zeit für die Schule oder irgendwelche Sinnlosigkeiten…wie Dein Reh zum Beispiel.
    ….und die Lehrer, ich will nicht alle über einen Kamm scheren aber die meisten machen ihren Job nur „weil sie es müssen“, sie haben keine pädagogischen Fähigkeiten , kein Einfühlungsvermögen und können mit Kindern die nicht vom Fliesband sind nicht umgehen.

  110. Tanya Ammann

    Genau so ist es! Super Worte – meine Gedanken! Seit meine Tochter in der Oberstufe ist, hatte sie keine Ferien mehr, wo sie einfach die Schule vergessen und Kraft tanken könnte. Jedesmal gibt es Aufgaben über die Ferien, übers Wochenende, über die Feiertage… es kotzt mich an!!! Das Schulsystem stimmt ganz und gar nicht!!! Und ehrlich gesagt, manchmal frage ich mich selber, wie ich das alles schaffe… DANKE

  111. Tanja

    Ganz ganz tolles uns ehrliches Statement!
    Ich selbst wurde durch die Schulen meiner Kinder an den Rand der Verzweiflung gebracht!meine Jungs passten eben nicht in die vorgefertigten Schubladen und ich sollte auf Geheiß der Schule zum Psychologen etc… Die Jungs wurden von ihren Lehreren teilweise richtiggehend gemobbt, weil sie einfach nicht in das perfekte vorgefertigte Bild passten. Sogar als hochgradig aggressiv und als Gefahr für andere wurde der Große von seinem Klassenlehrer eingestuft… Laut Psychologen etc. war alles ok mit Ihnen, sie seien sogar hoch intelligent, bis auf die Tatsache, dass der Große bereits eine Depression aufgrund der Schulsituation entwickelt hatte… Aber der Schule war die Beurteilung egal, mein Sohn war für sie das Problem, egal was ich oder Experten sagten!
    Der Klassenlehrer sagte mir sogar einmal vor meinem Sohn ins Gesicht,, dass er sicher sei, dass mein Sohn nur Lüge und alle anderen in der Klasse nur zu seinen Gunsten aussagen, weil sie so große Angst vor ihm hätten… Natürlich hatte er sowas niiiie gesagt, als ich zur Schulleitung ging und mit dem Schulamt drohte… Klar glaubt man da aber dem Lehrer mehr, als einem Schüler und seiner Mutter…
    Das Ganze ging soweit, dass ich schwere Depressionen entwickelte und meinen Arbeitsplatz nach langer Arbeitsunfähigkeit aufgeben musste! …
    Zum Glück bekam er eine neue Klassenlehrerin, seither wird alles von Tag zu Tag besser…
    Super Schulsystem, das Eltern und Kinder zugrunde richtet!!!

  112. Walter Otto-Holthey

    Ich bin Lehrer im Ruhestand und war lange in der GEW aktiv. Bei all den vielen Diskussionen um unser Schulsystem mit „Fachleuten“, die einem immer wieder erklärten, dass es nur so und nicht anders gehen kann, habe ich immer wieder das folgende Beispiel benutzt: Wenn man sieht, wie Kinder sich freuen, wenn sie eingeschult werden und dann sieht, wie verbittert, frustriert usw. sie nach vier Jahren sind, dann weiß man einfach, dass es in unserem Schulsystem gewaltig schief läuft.

    • Diana Jantz

      Ja. Lernen muss spass machen.

  113. Peggy

    Ich bin Erzieherin an einer Ganztagsschule und betreuue Grndschüler.. besser gesagt, unser Team schleift und schiebt enorm große Kindergruppen von A nach B.. Ein bisschen schnell zum Essen in der völlig überfüllten Mensa..spätestens 30 Minuten später zur Hausaufgabenbetreuung mit zu vielen Kindern und Fragen, denen wir nicht gerecht werden können. Und die Kinder weinen. Von Jahr zu Jahr wird es schlimmer. Kinder aggressiver und alle Beteiligten gestresster. Aber auch dieser obige Text besitzt Inhalte, welche ich mal ganz kritisch hinterfragen möchte.. Da ist von enorm stressigen Lebensinhalten die Rede und gleichzeitig von Zusatzveranstaltungen, wie mehrfach Training, Theatergruppe und Chor.. Wir haben Kinder, die sich in der Ferienbetreuung von uns wünschen, doch bitte einfach mal spielen zu dürfen.. SPIELEN!!! Wir haben Kinder, die in einer Woche (zusätzlich zur Schule und Nachhilfe..) zum Klavierunterricht, zur SchachAG, zum Flöten, zum Ballett und zum Fremdsprachenunterricht geschickt werden, jedoch weder selbstständig die eigenen Schuhe binden, schwimmen oder einen Drachen steigen lassen können. Es ist oft leider nicht nur das Schulsystem, welches Erwartungen an Kinder stellt, sondern auch Anforderungen ringsherum die zur Massenüberforderung beitragen. Mit dieser Kindergeneration möchte ich weder tauschen, noch wünsche ich irgendeinem Kind, in solcher Stressblase aufwachsen zu müssen.

  114. Angelika schludermann

    Bitte, bitte hinterfragt euch, was für eure Kinder noch gut ist!!! Ich habe die schreckliche Situation geändert, indem ich sagte, meine Kinder müssen gesund und glücklich sein, mehr nicht! Und heute sind alle in einer guten Position, können leicht und gut überleben! Ein Sohn hat studiert, war in der Pflichtschule nie eine Leuchte! Diese Entscheidung kam ohnehin erst als er 16 Jahre war! Macht euren Kindern das Kindsein nicht schwer!! Ich bin der Meinung, dass nicht alle studieren müssen, sondern auch so an ihr Ziel kommen!

  115. Diana Jantz

    Ich wünsche mir für unsere Kinder ein klein bisschen WALDORFSCHULE.

  116. Schnattalin

    Das System….Wer oder was ist das System!? Wir! Die Dynamik aus unserem gesellschaftlichen und persönlichen Tun, das ist das System! Also alle selbst an die Nase packen statt auf DAS SYSTEM zu schimpfen – außer mal um Dampf ab zu lassen, aber dann auch etwas aktiv und konstruktiv dagegen tun ;) oder eben besser machen….

  117. special K

    Warum machen wir denn auch alle in diesem System mit? (Fast) niemand steht gerne so früh auf und doch tun wir es alle. Die meisten Kinder leiden unter dem Druck in der Schule und wir Eltern finden das Pensum und den Leistungsdruck zu hoch. Und dennoch sitzen wir Tag für Tag da und wachen darüber, ob unser Kinde auch all seine Hausaufgaben gemacht hat und stressen unser Kind und uns selbst, wenn es zu lange dauert und/oder etwas nicht geschafft wurde. Vielleicht sollten wir anfangen auch mal mitzubestimmen? Vielleicht sollten wir anfangen mit Lehrern und Schulleitern darüber zu reden, dass es zu uns und unseren Kindern zu viel ist und dass alles zu schnell geht und das andere Dinge, wie zum Beispiel Spielen und Sport wichtiger sind? Vielleicht sollten wir einfach mal sagen, dass wir das nicht mehr wollen und auch mal auf die Straße gehen? Vielleicht sollten wir uns für alternative Schulformen entscheiden, sofern irgendwie möglich? Und vielleicht sollten wir anfangen die Zwangsinstitution SCHULE etwas gelassener zu betrachten, und wenn das Kind mal keine Hausaufgaben hat, dann ist das halt so. Und wenn es mal zu spät kommt, dann ist das halt auch so. Dann müssen wir hinter uns stehen und hinter unserem Kind stehen und uns nicht für die Schule verbiegen und unsere Gesundheit und die Beziehung zu unserem Kind daran zerbrechen lassen. Schule ist vielleicht auch wichtig, aber es gibt auch viel Wichtigeres.

  118. SE

    Sehr geehrte Frau Shy,
    ich habe mir Ihren Artikel durchgelesen, und ich muss sagen, es ist nicht nur allein das Schulsystem, sondern vielmehr wir, die Eltern!!! Zum ersten sollten Sie nicht mit Lehrern streiten über Strafarbeiten, sondern mit den Lehrern zusammenarbeiten. Denn beide wollen doch das beste fuer das Kind. Wenn man die Autorität der Lehrer untergräbt und schon mit so eine Haltung wie Sie zu den Schulaufgaben oder Hausaufgaben steht, was denkt das Kind dann, ob das alles Sinn macht? Zum zweiten, sehr gravierend, sind es die Eltern, die Ihre Kinder mit Terminen vollstopfen, und wie Sie es geschrieben haben, : sie wollte noch ihre Puppe umziehen, für so einen Kinderkram bleibt nur das Wochenende, das ist wirklich schade, das Sie das nicht sehen, es sind Kinder, und wir rauben Ihnen die Zeit mit unnötigen Kursen und vergessen das Wesentliche!!!!!

  119. Karina B.

    Welche passende Worte! Ich bin auch ein e dieser Mütter die es am Ende immer irgendwie hinbekommen aber im Endeffekt bleibe ich auf der Strecke! Meine Mädels sind beide Verhaltensauffälligkeiten und passen nicht ins System was es mir um so schwerer macht. Meine Mann arbeitet in Schichtdienst und ist meistens für die Kinder garnicht greifbar! Ich arbeite zwei Vormittage die Woche und jeden Abend wenn die Kids im Bett sind bis zu 3 Stunden! Komme meist vor 12 garnicht ins Bett geschweige den ich kann mal vor dem TV entspannen! Morgens bin ich dann so gerädert das ich eigentlich wieder ins Bett müsste aber irgendwie müssen die Kinder ja fertig gemacht werden und der eigene Haushalt auch noch!
    Es fehlt nicht mehr viel und ich gehöre zu den Müttern die wegen eines Burnout Umfallen! Und das soll schon was heissen und es gibt immer mehr davon

  120. Olaf

    Ich bin alleinerziehender Vater eines jetzt 10 jährigen Kindes. Ich arbeitete Vollschicht im Einzelhandel. Als er in der Kita war, hatte er eine Tagesmutter. Also morgens kurz vor 8 brachte ich ihn in die Kita und um 19 Uhr holte ich ihn von der Tagesmutter wieder ab. Als er in die Schule kam, wurde mein befristeter Wunsch nach Teilzeit mir mit Zeiten angeboten, die uns beiden zeitlich nicht halfen. Also weiter Vollzeit arbeiten, um finanziel zu überleben.

    Mein Sohn hatte in der ersten klasse unglaublich Pech, sodaß er zum 2. Halbjahr die Schule wechseln musste. Mir kommen immer noch die Tränen, wenn ich daran und meine Hilflosigkeit nicht immer sofort eingreifen und meinem Sohn zu Seite stehen zu können…. ihn nicht helfen zu können, diese Ohnmacht. Er fing auf der anderen Grundschule bei null an, schaffte es aber nicht mehr den Vorsprung aufzuholen und machte die 1. Klassen noch mal. Er hat, vielleicht deshalb, Konzentrationsproblem und verweigert sich ab und an komplett in manchen Fächern. Das zu Hause üben stellt auch oft ein Problem dar. Ich finde, er ist ein Kind und soll es auch sein dürfen. Er verabredet sich, hat spass und das Üben machen wir zur Abendzeit.

    Es ist in all der zeit so viel den Bach runtergegangen, bis ich zusammen brach und selbst funktionieren nicht mehr funktionierte. Wie nah ich schon am Abgrund stand, erkannte Gott sei Dank mein Hausarzt… ich wäre sonst heute nicht mehr am Leben. Ich leide immer noch innerlich…

  121. Bildungsforscher

    Mama sagen in Schule alles lernen. Aber jetzt grosse Problem. In Schule sagen das stehen nix Lehrplan. Ich sagen warum nix Ausnahme machen? Lehrerin sagen ich werde dann später im Leben – schon noch sehen. Ich zu Hause bei Mama weinen und sage diese Leute gebe keine Antwort. Mama sagen nicht alles sehen so negativ. Die meinen nur gut mit dir.

    Du muss nur fragen. Immer fragen. Vater sagen du mussen selber schauen. In Schule sofort fragen aber Lehrerin sagen – wir können nicht alles wissen. Ich sehr traurig und immer weiterfragen. Jetzt alle Antworten gesammelt in letzte zwei Jahre. Alles auf Handy aufgenommen deshalb korrekte Deutsch, weil eine deutsche Freund helfen. Er auch traurig.

    Das sagen: Lehrer und Lehrerin, Mama, Papa, Geistheiler, Schaman, Radio, Professor, Gemeindepräsident, Druide, Hexe, Rabbi, Doktor, Pfarrer, Hellseher, Psychiater, Chef von Bank, Astrologe, TV, Nachbar, Putzfrau, Apotheker, Postbote und Iman:

    – Das steht jetzt nicht im Lehrplan.
    – Das wirst du dann im Leben schon noch sehen.
    – Wir können auch nicht alles wissen.
    – Jeder sieht`s ein Bisschen anders.
    – Woher willst denn du das wissen?
    – Da wären ja alle anderen Idioten.
    – Alles ist relativ.
    – Es gibt kein absolutes Wissen.
    – Wir haben jetzt keine Zeit.
    – Du siehst es von dort und wir von hier.
    – Schon gut „Helmut“.
    – Mach einfach mit.
    – Wir wissen schon wie`s geht.
    – Ich weiss, dass ich nichts weiss.
    – Das kommt dann in der höheren Klasse.
    – Frag nicht so blöd.

    Nachher wieder zu Hause. Mama sagen nur: Ach komm. Nachher: Woher wollen du wissen? Ich sagen Schule nix gut. Mama auch sagen da wären ja alle andere Idioten. Vater nur sagen: Du mussen selber metzgen. Du mussen halt fragen. Wir haben auch gemacht diese.

    Nachher in Schule wieder fragen. Andere Lehrerin sagen:
    – Das müssen wir erst noch schauen.
    – Jeder hat seine eigene Wahrheit.
    – Es ist halt so wie`s ist.
    – Das ist die Frage vom Huhn und vom Ei.
    – Du machst es nur für dich.
    – Schon klar „Oskar“.
    – Wir können auch nicht alles verstehen.
    – Wenn ich es dir jetzt sage, dann kannst du ja später nichts mehr lernen.
    – Das kann man so nicht sagen.
    – Du jetzt aber hei ei ei.
    – Ich weiss nicht wovon du redest.
    – Da kann man nichts machen.
    – Urteile nicht über andere
    – Du solltest dich selber mal reden hören.
    – Es ist halt viel komplexer.
    – Was Hänschen will das hat er nicht und was er hat das will er nicht.
    – Bist du ein Wunschkind?

    – Manchmal nur böse schauen oder sagen sitzen jetzt und still sein.

    Wenn fragen warum bekomme keine Antwort wo verstehen. Lehrerin sagen:
    – Darum.
    – Warum, warum ist die Banane krumm?
    – Damit du was zum Fragen hast.
    – Sieh`s positiv.
    – Ich bin froh, dass ich nicht alles weiss.
    – Wie geht es deinem Bewährungshelfer (i nix verstehn was ist das?)

    Nachher ich fragen was nur los?
    – Lehrerin sagen: Alles was nicht angebunden ist.

    Nachher wieder fragen. Wie kann verstehen was Leute zu mir sagen?
    Sie zeigen mit Finger auf meine Brust und geben – Nasenstubs – wenn schauen nach unten, – dann fahren mit Hand über Kappe, und fragen ob ich wissen wie eine Zündholz zweimal brennen?

    Nachher Lehrerin sehr stolz sagen: Fantasie ist wichtiger als Denken weil Denken ist begrenzt.
    Auch blöd gucken und blöd grinsen, aber nett sprechen wenn schieben Dinge von Tisch auf meine Platz. Ich kann nicht verstehen.

    Auch immer sagen: „Hat Tu Probleme? – Mut Tu Lösen.“ – Aber nix helfen verstehen.

    Wenn ich fragen wegen Geschichte, dann nur erzählen von Geschichte mit diese alte Mann , er hatte eine hohle Zahn und habe eine Zettel in seine hohle Zahn und da stehen drauf die Geschichte mit diese alte Mann , er hatte eine hohle Zahn usw.
    Nachher zu Hause alle sagen ich sehen viel zu negativ. Nachher viel Problem, weil nur ich Idiot. Alle andere gut, – weil woher wolle ich denn wisse? Ich aber nur fragen!
    Nachher in Schule ich sagen: 1 + 1 ist doch 2. Aber Lehrerin sagen NEIN! Sie sagen da ist 1 Mann + 1 Frau = 3 wegen Kind. Kind ist 3. Jetzt nicht mehr verstehen Welt, waisch.

    Ich nur möchten verstehen, was Leute mir sagen über Welt und jetzt viel Problem. Jetzt ich Problem. Ich Idiot, alle anderen gut aber mir nix sagen wie gehen gut. Warum?

    Haben Sie Idee?

  122. Rebekka

    Das kommt mir so verdammt bekannt vor.
    Ich habe 6 Kinder zwei davon haben eine Behinderung zwei sind noch im Kindi. Aber die Kinder die in der Regelschule sind ist es einfach nur noch grausam.
    Da wir ja sowieso nicht normal sind und nicht mit dem Strom schwimmen lege ich mich auch mit Rektoren an für meine Kinder.
    Wir sind nebenbei noch selbstständig und haben eine eigene Firma.
    Unser Darijan kommt nächstes Jahr in die Schule. Da ich kein Nerv mehr auf das Theater in der Regelschule habe habe ich Ihn in der Waldorfschule angemeldet.
    Es ist traurig das man zu solchen Schritten greifen muss. Aber ich möchte mir nicht noch mal ein Kind von der Regelschule zerstören lassen. Das er kein Lächeln mehr hat.

  123. Elmar Dylong

    Ich frage mich gerade für was Kinder in die Schule gehen, wenn dann die Mutter zuhause ihren Kindern alles beibringen muss was sie eigentlich in der Schule gelernt haben sollten. Schließlich dienen Hausaufgaben der Vertiefung und Übung des erlernten. Wenn Kinder mit Hausaufgaben nach hause kommen die sie nicht lösen können hat offensichtlich der Lehrer versagt, denn genau das hätte er ihnen beibringen müssen. Schlimm ist das sowas mittlerweile die Regel ist. Als ich mit 33 Jahren noch eine Ausbildung gemacht habe kam ich nochmal in den „Genuß“ die Berufsschule besuchen dürfen zu müssen. Da möchte ich meine Kinder nicht hinschicken müssen, denn es wäre Zufall wenn sie je eine Prüfung bestehen da dort nichts vermittelt wird. Was ich da erlebt habe war der absolute Witz aber garnicht zum lachen. Hätte ich nicht schon alles mitgebracht was man wissen und können muss wär ich aufgeschmissen gewesen. Manche meiner Mitschüler und Kollegen haben sich ihren Unterrichtsstoff von mir erklären lassen. Der Lehrer hat es nicht fertig gebracht. Dafür hab ich als Jahrgangsbester abgeschlossen, was den Lehrern denen ich natürlich quer kam garnicht gefallen hat. Am Ende waren sie ziehmlich kleinlaut weil deklassiert.

  124. Tina Konstantin

    jetzt soll das Schulsystem schuld daran sein dass es für die Autorin schwierig ist, Beruf und Familie zu vereinen? Da stecken die Probleme wohl anderswo. Zum Beispiel dass sie der Meinung ist dass nur Mütter diese Unterstützung der Kinder ausführen? Vielleicht könnte sie da mal ihren Partner in die Pflicht nehmen? Oder ist der nach 17.30h freigestellt, weil er dann “ den gepflegten Feierabend antritt, zur Gym geht oder sich zischend ein Bierchen vor der Glotze öffnet“? Gestern sprach ich zufällig mit einer vollzeit tätigen Frau, die mir berichtete, dass sie derzeit von morgens um 7h bis 21h abends arbeitet… als hoch qualifizierte „gemeine Arbeitnehmerin“. Ich selber arbeite derzeit ca. 100%, bin aber 70% bezahlt (als Lehrerin für Grosse). Vielleicht könnte diese arme geplagte Mutter auch mal die Lehrperson der Kinder fragen, ob diese auch ab 17.30h “ den gepflegten Feierabend antritt, zur Gym (zu gehen) oder sich zischend ein Bierchen vor der Glotze öffnet“? Meine Vermutung ist: Eher nicht.
    Da läuft noch ganz anderes falsch als dass sie so eine tapfere, überforderte Mami ist und ihre Kinder so arme. Es läuft einiges falsch an unserem ARBEITSsystem, nicht an unserem Schulsystem.
    Wenn ich das Gotti wäre, würde ich dem Kind zudem zu Weihnachten ein set Stempeli schenken, mit denen sich das Schulheft ganz schnell und lustig verzieren lässt, damit Mami nicht selber Rehli malen muss.
    KLar ist aber, die gesellschaftlichen Missstände lassen sich kaum durch Blogs ändern, in denen Mamas passiv-aggressiv aufmerksamkeitheischend beschreiben, was sie alles leisten.

  125. deidra

    ja auch ich bin davon überzeugt, dass unser Schulsystem eine falsche Richtung eingenommen hat. Seit Hamos angenommen wurde, sehe ich nicht mehr nur überforderte Schüler, nein auch die Lehrpersonen scheinen in ihrer Sandwich Position nicht mehr klar zu kommen, weil von den 24 Schüler vier davon KEINE Abklärung machen müssen. Sprich 20 Schüler lassen sich nicht einfach irgendwo schubladisieren und das zerrt dann am Jahresplan mit den Lernzielen, die so nicht erreicht werden. Ich möchte hiermit weder Lehrer noch Eltern oder Schüler beschuldigen, es geht vielmehr um eine Umsetzung eines Lehrplans der nur noch auf Drill aus ist, was jedoch eine falscher Ansatz darstellt.
    Ich erkannte mich in jedem geschriebenen Wort der Autorin wieder, als Alleinerziehende Witwe, blieb auch alles bei mir hängen und wie war ich um die Hausaufgabenstunden ab Mittelstufe froh, als ein grosser Teil durch Lehrpersonen aufgefangen worden ist. Wie oft hab ich bedauert und den aktuellen Lehrpersonen gegenüber geäussert, wie schade es ist, dass die Klassen zuwenig draussen in die Natur / in den Wald gehen und so ganz elementare Tätigkeiten, Erlebnisse auf der Strecke bleiben. Leider darf sich eine Lehrperson aus Sicherheitsgründen, heute nicht mehr alleine ausserhalb des Schulgeländes bewegen, braucht also Begleitung was sich oft auf die Schnelle nicht immer organisieren lässt.
    Ich wünsche jedem Schulgänger wenigstens eine Lehrperson in der ganzen Schulkarriere, welcher die Naturerlebnisse fördert und das nicht nur vom Bürostuhl aus. Zudem sollte die Lehrperson mit Humor und Fröhlichkeit den Lernstoff vermitteln und nicht bereits nach 10 Jahren Schule geben, krank geschrieben werden wegen Burnout. Wie bin ich froh, dass meine erstgeborene Tochter, welche ihr Lachen bereits nach dem 1. Schultag verloren hatte, dank einem Superlehrer (kurz vor der Pensionierung stehend) in der Oberstufe wieder gefunden hatte, auch wenn es um Thema Schule und Hausaufgaben ging. Leider musste sie trotz den positiven 3 Schuljahren erfahren, dass es nicht einfach ist eine Lehrstelle zu bekommen, schliesslch verlässt sie die Schule mit 15 Jahren und etliche Lehrbetriebe stellen Lehrlinge erst ab 16 Jährige ein. Dank Harmos (um den Kreis hier wieder zu schliessen) gibts momentan keine Zwischlösung für alle jetzigen und zukünftigen Schulabgänger, welche bereits mit 4 Jahren regulär ins Schulsystem eintreten. Aber ich freue mich schon, wenn ich wenigstens die teure Zwischenlösung für ein Sprachjahr bei den Steuern als Fremdbetreuung abziehen darf.

  126. Nicole

    Sagt Nein! Wenn die Hausaufgaben nach einer festgelegten Zeit (vorausgesetzt euer Kind arbeitet auch fleissig) nicht fertig sind, dann sind sie halt nicht fertig. Schreibt der Lehrperson, dass es einfach zuviel war. Wenn niemand NEIN sagt, dann ändert sich auch nichts. Wenn sich alle Eltern daran halten, dann merken es auch die Lehrpersonen.

  127. die andere seite der medallie

    Ja ein durchachnittliches kind sollte nicht mehr als 1h hausaufgaben im durchschnitt haben… So hat ein zackiges 45minuten und ein lansameres 1,5h.
    Jede medailie hat aber auch zwei seiten….
    Sie rufen den lehrer an weil ihr kind sinnnlose strafarbeit machen muss? Da hab ich früher zuhause ehner noch einen rüffel bekommen, wie stellt ihr euch das vor? Euer kind vergisst (wieso oft) etwas, es hat keine konsequenzen, keine straffe „weil das nunmal so ist“ was denkt ihr wie lange werden die anderen kinder da noch ihr hausaufgaben machen?
    Selbsttest: das kind erledigt sein ämtli nicht, bekommt weder eine strafe, abzug noch eine kürzung. Wie lange wird der ämtli plan von den geschwistern dann noch ausgeführt?

    Wenn ich die freizeitpläne einiger kinder sehe graut es mir: sport, sprache, sport dann noch musik usw. …
    Damit ich (laaangsame schülerin) mich genug auf die schule konzentrieren kann musste ich mich zwischen reiten oder musik entscheiden. Hat es geschadet? Nein, ich habe gelernt das schule/arbeit wichtig ist, man später halt auch mal auf ne feier verzichten muss wenn man merkt das der job ansonsten darunter leidet.

    Früher war ein lehrer eine autoritäts person, von kindern geachtet von eltern unterstütz, heute muss er sich rechtfertigen. Klar ist nicht jede entscheidung gut und wohl auch nicht fair, doch ist dies bei ihnen daheim das immer der fall? So ist das eben auch wenn man nicht 2-4 kinder sondern 20-30 kinder vor sich hat

    Was ich im grunde sagen will ist das es weder ihnen noch dem lehrer etwas bringt wenn sie sich in blindes unverständnis hüllen und am allerwenigsten ihrem kind. Und wenn sie diese wut und verzweiflung heraus lassen dann an einer stelle wo es etwas bringt, wenden sie sich mit andern eltern an die behörde, machen eine demo irgendwas aber nicht an den lehrer den der ist an einen plan gebunden den er so nicht aufgestellt hat.

    Nur mal so als denkanstoss

    Ps.: sollten sie rechtschreibfehler finden (auf sicher) ich bin ein schüler der ein diktat 5-x mal üben musste um nicht 20-30 fehler darin zu haben.

  128. die andere seite der medallie

    Ups… Hab erst jetzt gesehen ich schreibe aus der schweiz die meisten aus deutschland , wir haben immer bis um 16.00 schule und dan noch hausaufgaben! Also mein 1-1,5 h hausaufgaben ist auf dieses schulsystem ausgelegt, ich kam um 16.30 nachhause musste um 21.00 ins bett das sind 4,5 h bei denen zwischen 30-90 min an die schule gingen, 30minuten abendessen und somit blieb zwischen 3,5-2,5 h für spielen, freunde, ect.
    Frei haben wir mittwoch nachmittags da hat man dan etwas zeit und abends setzt man sich wider hin.

  129. Heidi

    Du schleppst deine Kinder wochentags nach der Schule noch zum Theater, Chor und zweimal zum Sport und wunderst dich, das es stressig wird? Und was war denn jetzt mit dem ollen Reh?

  130. Susa

    Vor 10 Jahren hatte ich, alleinerziehend, das selbe Theater. Dann hat sich wohl nicht viel geändert seitdem.

  131. remo keller

    was für eine unglaublich arme frau. und was für böse böse lehrer. alle. und sowieso läuft gesamtschweizerisch das komplette system falsch – sie hat da voll den überblick… jessäs!

    ich könnte locker ein ganzes buch damit füllen, wie teilweise eltern ihre verantwortung und pflichten nicht wahrnehmen, ihre kinder vernachlässigen, hängen lassen und am liebsten die gesamte erziehung und verantwortung der schule übergeben würden oder noch besser: wo immer möglich gegen die schule, anstatt hand in hand zu arbeiten. aber wie gesagt; nur teilweise. denn die anderen sind super. arbeiten mit der schule zusammen, sind gar dankbar um hilfe, helfen selber mit, haben tolle kinder erzogen, die grenzen kennen, von anstand und respekt gehört haben und neugierig und ehrgeizig vorwärts schauen. danke allen eltern, die die schule als partner und nicht als gegner sehen.

  132. Anett

    Da ist leider die traurige Wahrheit. Und ich spüre sie jeden Tag. Ich fühle mich manchmal wie ein Hamster im Rad. Als Vollzeit arbeitende Mutter komme ich jeden Tag nicht vor 18:30 Uhr nach Hause. Mein Kind muss nicht jeden Tag zu einer anderen Veranstaltung sondern nur einmal die Woche zum Klavierunterricht. Das Üben hierfür muss natürlich jeden Tag für ca. 15 Minuten erledigt werden, aber das macht sie normalerweise, wenn ich das Abendessen vorbereite. Das Schlimme daran ist aber, dass ich mich zu einem Englischkurs angemeldet habe, aber diesen einen Termin in der Woche gar nicht schaffe, da unser kompletter Zeitplan ins Wanken geraten würde. Und auch ein Termin bei der Physiotherapie muss minütlich geplant werden.
    Ich kann Dich sehr gut verstehen, da ich weiß, wie es ist, einem Kind in der 5. Klasse englisch zu erklären, weil es der Lehrer scheinbar im Unterricht nicht schafft.
    Lass‘ Dich nicht unterkriegen und versuche Deinen/Euren Weg zu gehen.
    LG, Anett.

  133. Ramona Q.

    Es ist traurig, dass scheinbar so viele Frauen mit der Kindererziehung von ihren Männern allein gelassen werden oder warum beschweren sich überwiegend diese? (Und daran ist dann die Schule Schuld!? Vielleicht sind auch nur die Erwartungen der Eltern an ihr Kind zu groß? Es muss doch auch nicht jeder Abitur machen?!)

  134. Flixbus

    Auf dem Papier (Tablet, Smartphone oder PC) rumheulen ist einfach, schafft Euch entweder einen Mann an oder schafft dieses sooo schlechte Schulsystem ab. Oder schickt Eure Kinder auf die Waldorfschule. Scheiß gejammere…

  135. Q.

    Das ist unser tolles Zwangssystem, in dem Kinder täglich geistig „zu ihrem eigenen Wohl“ vergewaltigt werden. Wie wäre es, wenn man das Gesamtsystem mal überdenkt, in dem die Kids (und wir) stecken und dort einmal gewaltig was ändert. Ich wiederhole es sicherheitshalber: Zwangsschule, wie wir sie haben, ist Gewalt an Kindern. Gewalt setzt sich fort. Die so konditionierten Kinder leisten nämlich zum Beispiel keinen echten Widerstand gegen die ungerechten Kriege auf dieser Welt (diese sind ja auch „alternativlos“).
    Wenn du statt zu jammern was tun willst, leg deine Arbeit nieder und geh für ein vernünftiges Bildungssystem (und Gesellschaftssystem) auf die Straße. Und lass die Kinder zuhause. Oder bleib eben eine brave Soldatin und beiß die Zähne zusammen ;-)
    Leider gibt es weit über 90% Tiefschläfer in unserer ach so „kultivierten“ Gesellschaft, die nicht die Spur einer Ahnung haben, wovon ich hier rede. Dabei kann sich über die Hintergründe uns Zusammenhänge heutzutage jeder im Internet sehr gut informieren. Aber dafür hat ja keiner Zeit mehr. Nunja, bald schlägt’s Zwölf, wünsche uns allen viel Spaß dabei :-)

  136. Angelo

    Ein sehr passender Text, der mir wirklich aus der Seele spricht. Es ist doch auch nicht ausschlaggebend ob alleinerziehend oder nicht. Es ist in diesem Land nunmal leider so, das beide Ehegatten arbeiten gehen MÜSSEN, um überhaupt irgendwie über die Runden zu kommen. Oder mitzuhalten. Oder einfach mal den Kindern ne Woche Urlaub zu gönnen. Und wenns nur am Teutonengrill in Italien ist. Das Problem des heutigen Schulsystems ist doch ein anderes, und das sehe ich mit den Worten eines bekannten Kabaretisten, der da sagte: „Wir werden alle so alt und sollen so lange Arbeiten. Das ist wie ein Mammutbaum. Aber in den ersten paar Jährchen sollen die Kids alles reingetrichtert bekommen. Das wäre so als würde der Mammutbaum grade einmal die Wurzeln eines Bonsai bekommen.“ Auch die Lehrer sind oft in diesen Situationen einfach überfordert. Man darf nicht vergessen, das sind ja auch nur Menschen. Die wenn in der früh um 8 vor der versammelten Mannschaft von Schülern sitzt, die genau so langsam aus den Augen schauen wie der Lehrer, dann brauchst dich nicht wundern. Es hat sich so viel verändert, aus nem Telefon mit Wahlscheibe ist ein Smartphone geworden. Aus ner Pferdekutsche ein modernes Auto mit Hybrid- oder Elektroantrieb. Aber das Klassenzimmer, das Schulprinzip und der Stoff ist genau so alt und staubig wie anno dazumals. Aber es reicht gerade so aus um aus Kindern gefügige Arbeiter zu machen. Es sei denn, sie kommen aus der Elite, da ist es dann das Vitamin C, das dem Nachwuchs sowieso schon seinen Platz in der Zukunft gewährleistet. Und wer behauptet, das sei nicht so, der betreibt Augenwischerei.
    Abschliessend möchte ich sagen, ich bin Familienvater von 2 Kindern, unterstütze auch als Unternehmensinhaber meine Frau bei der schulischen Betreuung meiner Kinder soweit es geht. Ich mein wer sagt denn das die Männer nicht mithelfen wollen? Ich denk dieses Klischee ist doch schon lange nicht mehr aktuell.

  137. Christoph Oertel

    Nicht verzweifeln! Es gibt Alternativen. Schon mal bei den freien Schulen nachgeguckt?
    Leider sind die nicht voll finanziert von Vater Staat und müssen deshalb ein Schulgeld nehmen. Oft ist das aber sozial angepasst und durchaus affordable.

    • Lichtblick

      Das müssen eben einfach mehr Eltern machen bzw. sich trauen, dann wird unser System mal wach. Was besseres als in die Zunkft unserer Kinder zu investieren kann es nicht geben.

  138. Heike

    Ich werde mit meinem Kommentar anecken, dennoch schreibe ich ihn. Ich glaube, dass es auch mit an uns liegt. Wir wollen unsere Kinder beschützen, Enttäuschungen ersparen und übernehmen deswegen viel zu oft und viel zu früh und viel zu viel ihre Aufgaben. Also auch schon vor der Schulzeit. Unsere Kinder gewöhnen sich früh daran, dass wir für Sie einspringen und sie aus der Presche holen. Darum sind sie gerne mal trödelig und verpeilt. Oft geht es in unserem Alltag nicht anders. Ich bin Alleinerziehend mit zwei, wenn ich meinem Sohn nicht doch irgendwann mit dem Anziehen helfe, komme ich zu spät zur Arbeit. Ich bin angewiesen auf meinen Job. Das weiß er, das weiß ich. Ein Teufelskreis.
    Ich möchte das Schulsystem um Gotteswillen nicht in Schutz nehmen, da läuft vieles nicht richtig. Die Möglichkeiten sind oft nicht da, es anders zu machen. Nichtsdestotrotz erziehen wir unsere Kinder und müssen uns da mit ins Gericht nehmen. Auch ein Teufelskreis.

  139. Roman

    Super organisierte Geburtstagsparties. Fussball-Club. Theatergruppe. Kindertanzen. Musikunterricht. Frühenglisch. Schachkurs. Judokurs. Skischule mit 5 Jahren. Schwimmkurs. Schnupperkurs im Tennis. Und Velofahren und Rollschuhfahren muss man ja auch noch können. Erwartungen von mind. einem 5er-Schnitt in der Schule. Und vieles mehr. Dann müssen/wollen beide Elternteile berufstätig sein, damit man mind. 2mal im Jahr in die Ferien verreisen kann. Auf das Aufzählen der Eltern-Hobbys verzichte ich jetzt mal. Und daran soll das Schulsystem schuld sein?

    Brauch es das alles? Ich hatte die Jugendriege … eeehm und ein Musikinstrument habe ich mit 12 Jahren gelernt zu spielen (nicht in der ersten Klasse). Vielleicht auch, weil meine Eltern die ersten Schwünge auf den Skis (auch mit 6 Jahren) nicht auf Facebook posten wollten. Und die Lernabschlussprüfung habe ich mit 4.5 bestanden. Und meine Eltern waren stolz auf mich (und vielleicht auch auf die Note).

    Und jetzt soll das Schulsystem daran schuld sein? Vielleicht setzt man sich am Abend (wenn alles ruhig ist) mal hin und überlegt sich, wie man seinen Alltag etwas entgrümpeln könnte? Und seinem Kind und sich selber etwas mehr Luft und Zeit verschaffen könnte. Und das müsst ihr machen (und nicht dem Schulsystem delegieren).

    Es ist sehr anspruchsvoll ja. Wenn man alleinerziehend ist noch mehr. Wie heisst es so schön: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Wir haben das Glück, dass wir uns (Eltern) gemeinsam unterstützen und entlasten und beide mithelfen. Aber ist das Schulsystem schuld, wenn man alleinerziehend ist? Solche Entscheidungen im Leben haben Konsequenzen über das Scheidungsamt hinaus. Ja – das ist hart und möchte ich niemanden gönnen. Aber es ist doch blauäugig zu glauben, dass es alleine mindestens so gut läuft wie man sich als Eltern gemeinsam um die Erziehung und das Wohl der Kinder kümmern kann.

  140. Jack

    Liegt das vielleicht an Ihnen? Halbtagsjob und der soll so anstrengend sein und Sie brüllen rum und sind nicht fair? Sind Mütter auf einmal nicht mehr belastbar genug? Meine Mutter hat Vollzeit gearbeitet und alles andere drum herum gemacht und hat sich nicht so angestellt. Natürlich auch alleinerziehend.

    Unser Schulsystem hat garantiert Probleme, weil jeder Depp Lehrer werden darf und dann wird man die nicht mehr los, auch wenn sie komplett inkompetent sind. Und auch sonst geht es fast ausschließlich darum gelerntes in Klausuren auszukotzen. Da gebe ich Ihnen Recht.

  141. Lichtblick

    Kinder müssen funktionieren, Eltern auch, egal wie. Unsere Kinder bekommen schon früh, die wichtigsten Werte unseres heutigen Schulsystems gelehrt: Druck, Stress, Hektik, damit aus ihnen funktionierende Arbeitnehmer/innen werden. Wenn ich von einer Hausärztin höre, dass alternative Schulformen einem Kind keine Zukunft bieten, weil ihnen hier der nötige Druck fehlt, die Ärztin selber aber ständig über Stress und Unzufriedenheit in ihrem Beruf klagt, frage ich mich, was hier falsch läuft!!!! Wir erziehen uns bereits jetzt die nächste Generation „ICH MUSS“ heran. Sterben, dass MÜSSEN wir alle mal, aber vorher soll unser Leben noch ein „DÜRFEN“ sein; Platz für Träume, Wünsche und Besonderes. Nicht die, die dem System blind folgen werden am Ende ihres Lebens sagen, dass sie zufrieden waren, sondern die Menschen, die ihr Leben nach ihren Wünschen gelebt haben. Schweigen ist das, was uns Eltern und unseren Kindern am wenigsten bringt. Redet, schreibt ans Ministerium, dass sich was ändern muss. Viele Menschen, können viel erreichen.

  142. selina

    Es ist das System, das überfordert ist. Die Schulstruktur ist schon längstens überholt! Es ist Nonsens was man unseren Kindern antut. Wir Erwachsene in der Schweiz arbeiten mit 8.5 Stunden/Tag viel zu viel. Es fehlt uns an Zeit und es fängt. Wir hetzen dem Geld nach. Die Abstimmungsergebnisse sind zum geussen. Niemand ist bereit mehr ab zu geben um auch zu verbessern. Mir kommen da Länder wie Dänemark und Schweden in den Sinn. Hab grad kürzlich gelesen, das in Dänemark alle um 4 Uhr das Büro verlassen, wo Kinder zu Hause haben. Das ist dort ganz normal. Was die Schule angeht, wit haben wahnsinnig grosse Klassen, die Kidsund die Gruppen werden immer heterogener, was auch gut ist und darf. Ritalin geht gar nicht- super Droge!!!Versucht doch mal
    auf Weizen und Milch zu verzichten!!Ich kann nur sagen das es für alle Beteiligten
    eine enorme Belastung und Herausgorderung ist, in einem kleinen Zimmer 20 Kids und mehr, alle unterschiedlich
    und verschieden weit, versch. Charakteren, sös LP auffangen zu müssen, ruhig“ stellen zu müssen und noch zum
    Musterschüler mit guten Noten
    zu sorgen,nebenbei der lirbe Staat denkt, man kann in solchen
    Strukturen noch Kids mit besonderen Bedürfnissen integrieren, Hilfe aus SPARMASSNAHMEN, wieder abgebaut werdeb! Es ist eine Verarsche…eine Tortur, für alle Beteiligten!
    UND DIES IN EINEM REICHEN LANDWIE DIE SCHWEIZ!
    Also wehren, Schuld nicht an der Basis suchen sondern bei unseren Politikern, unserm System und allen die, die für Verbesserungen nie bereit sind etwas mehr aus der eigenen Kasse beizusteuern!
    Brrrr…

  143. Anja

    Der Artikel spricht mir aus der Seele! Und das Ganze noch 6-8 Jahre! Ich kann jetzt schon nicht mehr!

  144. M. K.

    Hervorragend geschrieben! Danke für diesen Text! Danke, denn dann lese ich, dass es wo anders auch so läuft und wo anders auch die Mama mal laut wird und wo anders man sich genauso fragt… was läuft hier falsch!!! Ich habe drei Kinder. Unser roßes Mädchen geht auf eine Mädchenrealschule 6. Klasse (hat fast alle Hobbys aufgegeben, weil sie dafür einfach keine Kraft, keine Power und keine Zeit mehr hatte!) und unsere Zwillingsbuben gehen in die Vorschule (die ihnen nicht gefällt, weil sie sich selbst überlasse werden, offene Gruppe, alleiniges spielen), aber die Mamas oder auch Papas müssen zum Pätzchen backen kommen und den Teig mitbringen und mit den Kindern aus dem Kindergarten dann Plätzchen backen, oder Laternen basteln, oder Kuchen backen für den Flohmarkt usw. Ich frage mich, für was bezahle ich Kindergartengeld, für was sind die Erzieherinnen da… das gab es doch früher nicht?!?! Alles, jede Arbeit wird auf die Eltern abgeschüttelt…..
    Ja und unsere Große… sie muss täglich lernen und Hausaufgaben machen, wie oft geben Mama und Papa Hilfe, weil etwas nicht verstanden wird und in der Schule nicht die Zeit ist oder die Unlust bei den Lehrern ist, es den Mädchen nochmal zu erklären. Wir lernen, fragen aus, helfen, stöbern im Internet und malen auch mal etwas aus, weil der Tag mit Hausaufgaben so voll gepackt ist, dass kaum noch Zeit ist, um ein bischen freie Zeit zu haben. Wo soll das hinführen? Warum hat sich das so verändert? Ich finde es sehr beängstigend und ich werde wütend… wütend über das Schulsystem, über die wenige Unterstüzung für Eltern, über den Freizeitmangel, über die Erzieherinnen die alles auf die Eltern abwälzen und über die Lehrer, die keine Zeit und keine Lust haben!!!
    Ich bin übrigens nicht berufstätig und bin momentan zu 100% für meine drei Kinder zu Hause. Bewusst zu Hause, weil ich es sonst nicht schaffen würde, den Kindern, dem Haushalt, dem Ehemann gerecht zu werden, selber nicht auf der Strecke zu bleiben und dann noch Spaß am Leben zu haben.
    Ich sehe es genauso, dass immer mehr verlangt und erwartet wird und egal ob Privatschule und staatliche Schule. Die Schule unserer Tochter wird vom Staat unterstützt, aber man muss privat etwas monatlich dazu bezahlen!
    Wenn ich so manche Kommentare lese… werde ich auch schon wieder wütend, denn früher……ja früher, da war diese Thematik auch überhaupt nie relevant! Also muss man es nicht mit früher vergleichen! Und unsere Männer helfen und unterstützen, aber sie gehen auch arbeiten und kommen meist irgendwann am Spätnachmittag nach Hause. Da sollten die Hausaufgaben schon lange gemacht sein, weil dann zu Abend gegessen wird und dann die Kinder ins Bett müssen. Also auch hier… so ein schwachsinn…. schafft Euch einen Mann an, der Euch unterstützt und hört mit dem Gejammer auf – das kann ja fast nur eine Lehrerin geschrieben haben, die keine Kinder hat und wahrscheinlich noch nicht einmal einen Mann!!!!! In diesem Sinne – ich finde den Artikel super, denn es ist die Wahrheit!

  145. Christian

    Ich bin zwar noch nicht in der Situation, aber ich mache mir heute schon so meine Gedanken zu unserem super (<-Ironie) Schulsystem. Gerade auch wenn ich Freunde und Bekannte dazu höre, da könnte ich manchmal jetzt schon kotzen und ich habe was das Thema angeht noch zwei Jahre zeit.

    Ich würde mal einfach behaupten (und nein ich habe mir nicht alle Kommentrare hier durchgelesen, es sind mir einfach zuviel), das das Problem bei den Modernen Vorgaben an unsere Kinder liegt. Es muss alles schnell schnell gehen und wer nicht mitkommt, der hat Pech. Achja und neben der Zeit natürlich auch noch mehr Stoff und das mit Lehrmethoden die noch vor dem Zweiten Weltkrieg entwickelt wurden und nachweißlich für die Tonne sind.
    Schade…

  146. Michèle

    Die Antwort: Einiges läuft hier falsch! Meine Tochter kommt in 2 Jahren in die Schule und mir wird es jetzt schon ganz anders, wenn ich daran denke. Warum muss man Kindern die Kindheit nehmen oder Jugendlichen die Jugend? Warum werden sie mit so viel Schulstoff vollgepumpt, egal ob sie mitkommen oder nicht, bis es nicht mehr geht?! Schule soll den Kindern doch auch vermitteln, dass es Spaß macht zu lernen & nichts gezwungenes oder schlimmes ist. Da würde vielleicht manch anderer auch bestimmt gerne in die Schule gehen, aber so ist es ja der blanke Horror! Ich mochte das Schulsystem zur meiner Zeit schon nicht und es wird ja bekanntlich immer schlimmer. Auch den Wechsel von Kindergarten (wo man noch frei ist und mit Spaß lernt) in die Schule, wo man von heute auf heute still sitzen muss und vollgepumpt wird, finde ich grausam. Ich hatte schon damals in der Grundschule viele Hausaufgaben auf, aber an heute wage ich gar nicht zu denken. Ich weiß nicht, warum man unseren Kindern so etwas antut und ihnen die Freizeit oder Kindheit so raubt?! Das kann doch nur schief gehen… Solange wir uns nicht dagegen wehren, wird es immer so weiter gehen. Von Generation, zu Generation. Ich werde auf jeden Fall wieder tolle Briefe an die leitenden Kräfte dieses Landes verfassen. Bis jemand mal da oben aufwacht und sich Gedanken darüber macht. Es gibt genug Länder, die mit gutem Beispiel vorangehen, aber warum etwas ändern, wenn es viel einfacher ist, alles so zu lassen, wie es ist… Ich weiß nur, das Thema „Burnout“ oder Erschöpfung wird in der Zukunft bei jungen Menschen keine Seltenheit mehr sein und ist es auch jetzt schon nicht. Einfach nur traurig :-( Es geht auf die Gesundheit und Psyche unserer Kinder, weil man nicht fähig ist, ein gutes Schulsystem zu schaffen und alles nur nach Leistung bewertet wird, ohne auf Fähigkeiten und Stärken desjenigen zu achten. Das deutsche Schulsystem ist wirklich ein Disaster!

  147. Eric

    Hier läuft falsch, dass wir Kinderchen der antiautoritären Erziehung nicht mehr mit Druck umgehen können. Ich nehme mich da nicht aus, aber bevor ich mich beschwere denke ich lieber mal einen Moment daran, dass weder meine Eltern, ich und hofferntlich auch noch mein Kind je in einen Krieg ziehen mussten/ müssen oder für eine Meinungsäußerung, die falsche Herkunft oder das Verlassen des Landes im Gefängnis bzw. an ‚der Wand‘ landen.

    Und, ja ich habe die Hausaufgaben damals auch gehasst…

  148. Kevin

    Danke für diese Worte.
    Hier wird genau das angesprochen, wovor ich als Vater Angst habe, wenn meine Tochter nächstes Jahr in die Schule kommt. Komme aus Bayern und vor 4 Wochen hatte meine ehemalige Lebensgefährtin mit der Tochter den Termin bei dieser Schulvoruntersuchung (ob sie grundsätzlich schon soweit wäre). Entsprechend aller Erwartungen war die Aussage natürlich, das da noch unglaublich viel Arbeit auf uns zukommt. Sie kann nicht richtig sprechen. Sprachliche Fehler sehen so aus, dass es ihr bei einigen Wörtern eher schwer fällt diese richtig auszusprechen. Sie ist 5 und mein Gedanke dazu ist, wieso soll sie mit 5 sprachlich jedes Wort zu 100% korrekt aussprechen können. Sie ist 5! Keine 30, das heißt sie ist noch im Lernen. Natürlich muss man als Elternteil darauf achten, dass man ihr auch beibringt wie die Worte richtig ausgesprochen waren.
    Zusätzlich hieß es, das sie sich nicht auf die Arbeit die Ihr gestellt wird konzentriert. Auch hier empfinde ich es als völlig normal, dass ein 5-jähriges Kind in der Regel nicht macht was ihr ein fremder Mensch sagt. Sie ist zudem sehr schüchtern fremden gegenüber versteckt sich, bis sie etwas vertrauen gewonnen hat, blüht dann aber auf und zeigt ihr wahres Wesen und ist freundlich, glücklich und aufgedreht, da sie dann zeigen möchte was sie schon alles kann und weiß.
    Der abschließende Rat war eben, dass man doch bitte die Logopädie aufsuchen soll und viel mit ihr üben, was schreiben, Zahlen und so weiter betrifft.
    Gibt es zu diesen allgemeinen Themen eigentlich ein „Nachschlagewerk“ wo jemand in ausführlicherem Maß über diese Problematik berichtet? Ich habe die kleine zwar nur alle 2 Wochenenden, wie das nun mal üblich ist, aber auch ich habe die Befürchtung das wir diese sehr bald nur noch mit Hausaufgaben, lernen, wiederholen und üben verbringen werden, da so viel verlangt wird.

  149. Kashkuna

    Warum lasst ihr eigentlich eure Kinder die Hausaufgaben nicht selbst machen?? Ich kapiere das irgendwie nicht. Immer wieder höre ich davon, dass Mütter sogar ganze Referate oder Kunstwerke für den Kunstunterricht völlig alleine, ohne das Kind für die Schule machen. Wie soll denn das Kind dann lernen, etwas eigenständig zu tun?
    Früher hat man das allein gemacht und auch da gab es hohe Anforderungen. Nur dann gabs halt auch mal ne 5. Eigentlich müssten die Eltern benotet werden, da sie es machen. Ich find das sehr seltsam.

  150. Ryan

    Ich kann die Meinungen hier nicht teilen. Bin alleinerziehender Vater mit 50 Stunden Vollzeit Woche. Mein Kind kann irgendwie seine Hausaufgaben alleine gut erledigen. Allerdings ist das Phänomen der abgestressten Mütter mit halbtagsjob und Kind nicht unbekannt.

  151. Ivonne

    Also ich sehe das eher gespalten.
    Einerseits finde ich es Scheiße, das Eltern sich hier aufregen, das sie ihr Kind zu hause beim Lernen unterstützen müssen. HALLO? Die Schule ist nicht dazu da Euch die Arbeit mit euren Kindern abzunehmen! Eure Kinder brauchen Euch, also macht verdammt nochmal mit ihnen die Aufgaben. Und macht sie MIT ihnen, nicht FÜR sie. Am Ende bescheißt ihr eure eigenen Kinder, weil sie es dann immer noch nicht können. Ihr könnt nicht erwarten, dass sie nur in der Schule soweit fit gemacht werden alles allein zu können. Als Eltern sind wir nicht nur zum Bespaßen der Kinder da, sondern auch um zu helfen, wenn es irgendwo nicht klappt. Wem das zu viel Arbeit ist oder wer denkt, das man ohne eigenes Zutun oder lernen durch die Welt kommt, der soll seine Kinder schön in die Hauptschule schicken. Und wenn ihr Helikopter-Eltern eure Kinder schon jetzt jeden Tag zu irgendwelchen Sportgruppen, Chor etc schickt, müsst ihr euch nicht wundern, wenn man zeitlich nix mehr auf die reihe bekommt. Was ist falsch daran seinen Kindern zu vermitteln was Prioritäten sind? An erster Stelle sollte die Schule und der Spaß am lernen stehen, nicht wer das schonste Tütü anhat oder die meisten Tore schießt. Später im Bewerbungsgespräch hilft es euren Kindern nicht, wenn es die Rechtschreibung nicht beherrscht dafür aber Torschützenkönig beim Kinderfußball war. Und mal ehrlich, die Dame in dem Artikel hat nen 5-Stunden-Halbtagsjob und bekommt das nicht auf die Reihe??? Mir ist vor Lachen fast die Kettensäge aus der Hand gefallen. Es gibt Menschen, die gehen 8h und mehr täglich arbeiten und schaffen das auch. Klar ist es für die doof, die Dienstleister sind und bis abends arbeiten müssen. Aber da muss man Alternativen finden und sich mal Gedanken machen und nicht nur jammern und alles auf die Schulpolitik schieben. Und es hat keiner gesagt, dass die Schule Zuckerschlecken ist.
    Bei uns läuft es in einigen Fächern zwar auch suboptimal, aber man muss eben dran bleiben. Den Kindern das Lernen lernen. Das spielt in der Grundschule ja kaum ne Rolle, weil den Kleinen alles hinterhergetragen wird. Und wir Eltern? Wir finden es bequem so. Oder etwa nicht? Aber wenn man als Eltern plötzlich mal bissl mehr mit seinem Kind pauken muss, ist das auf einmal zu viel verlangt und ne ungeheure Frechheit von den Lehrern?
    Mal abgesehen davon, daß die Kinder ja eigentlich zur Selbstständigkeit erzogen werden sollten. Das geschieht auch durch selbstständiges lernen und Hausaufgaben machen. Aber ich will jetzt hier nicht noch mehr Skills aufzählen wie Problemlösefähigkeit etc.
    Erinnert Euch bitte daran, auch ihr ward mal Schüler. Und habt ihr keinen Schulstress gehabt? Habt ihr euch nicht wegen der vielen Hausaufgaben beschwert etc? Und aus Euch ist auch was geworden. Habt Vertrauen in Eure Kinder, die schaffen das schon mit der nötigen Unterstützung. Und ja, wenn es sein muss, dann geht den Lehrern auf den Sack und bleibt mit ihnen in Verbindung. Das sind doch keine Unmenschen, manchmal versuchen auch sie den Eltern zu helfen. Man muss sich auch mal drauf einlassen und nicht immer nur meckern.
    Fakt ist: von nix kommt nix und es steht und fällt alles mit den Lehrern. Sind die Lehrer scheiße, wird es auch den Kindern keinen Spaß machen. Man sollte nicht nur die Lehrplane ändern sondern auch die Lehrer besser ausbilden und ihnen die Zeit geben sich mal ausgiebig mit dem Grundschullehrplan und ihren zukünftigen Schülern zu beschäftigen. Dann wüssten auch die was auf sie zukommt und wo sie bei unseren Kindern ansetzen können anstatt einfach nur erstmal den Stoff runterzurattern. Da haben die Gymnasien schon Kooperationsverträge mit den Grundschulen aber keine Zeit sie wahrzunehmen weil es wegen Lehrermangel unmöglich ist.

    Auch ich muss trotz 40- Stunden Woche teilweise stundenlang mit meinen 3 Kindern pauken. Ja, dann bleibt halt der Abwasch mal einen Tag länger liegen oder ich kann mal nicht auf der Couch liegen und nen Film schauen oder zu ner Tupperparty gehen. Keiner verlangt von euch Perfektionismus. Ihr macht euch selbst den Stress und übertragt das auch noch auf eure Kinder.
    Es geht hier auch nicht hauptsächlich um die „besonderen“ Kinder. Kinder mit Lernstörungen brauchen eh andere Unterstützung. Aber die Kinder in dem Text scheinen ja relativ „normal“ zu sein. Ich meckere genauso wie ihr auf die Schulpolitik aber mit nem Brief über Facebook wird da ja wohl kaum was erreicht. Vielleicht sollte man sich mal lieber an die zuständigen Stellen wenden anstatt über FB die Leute nur noch mehr aufzuregen. Aber so eine Plattform ist ja ideal um sich aufzuregen, anstatt sich zu fragen was man selber vielleicht falsch macht. Jeder jammert dann schön hier rum aber keinem hilfts, am wenigsten euren Kindern.

  152. MO

    Sorry.. ich find das ganze Gejammere albern! Ihr wollt, dass eure Kinder Einsen haben und später Ärzte und Raketenwissenschaftler werden! Wenn sie die gewünschten Noten nicht schaffen, dann pusht ihr sie und paukt Vokabeln und Grammatik. IHR seid die jenigen, die eine schlechte Note als scheitern sehen, oder fehlerhafte Hausaufgaben als Weltuntergang. Anstatt euch damit abzufinden, dass es vielleicht nichts wird mit der Raketen-Karriere und das eigentlich auch verdammt okay ist. Vergesst nicht, ihr wollt die Raketenkarriere, eure Kids wollen Puppen anziehen und in den Sportverein (letzteres wollt wahrscheinlich auch eher ihr). Leistungsgesellschaft hin oder her, die schulischen Leistungsstandards sind objektiv gesunken und es gibt prozentual so viele Abiturienten wie noch nie. Die stürmen die Unis und erleiden den Realitätsschock, weil ohne Mamas Helikopterhilfe das Studium verdammt schwierig wird und sie nie Selbstständigkeit gelernt haben. Ich sage das als jemand der studiert hat und als Kind kaum Nachhilfe bekommen hat. Ich wollte das Abi.. meine Eltern, wollten, dass ich einen Realschulabschluss mache, weil das ausgereicht hätte, haben mich aber einfach selbst entscheiden lassen.
    Was passiert denn wenn ihr die Kinder mit den Hausaufgaben alleine lasst?! Es sind ein paar oder viele falsche Ergebnisse bei den Mathe-Aufgaben, weil das Kind es eben nicht in Klassenprimus-Manier direkt richtig gemacht hat. Vielleicht hat es im Unterricht auch schlicht und ergreifend nicht aufgepasst weil das Wunderkind wusste, dass Mama abends eh noch mal alles langsam und einfach erklärt.
    Aber darum geht es: Das Schulsystem will nicht eure Elternfähigkeiten bewerten, sondern die Fähigkeiten des Kindes. Wenn es ne 5 in Mathe hat, dann ist das halt so. Ihr seid die jenigen, die das überbewerten.Wenn eure Kinder alle solche genialen Einser-Schüler wären, wie ihr sie gerne hättet, dann bräuchten sie eure Nachhilfe nicht.
    Machts euch nicht zu einfach, immer auf das System zu schimpfen.. individuelle Förderung als System ist nun mal ein Paradoxon. Wenn ihr das wollt, dann machts selber und jammert nicht. Aber Selbstständigkeit und Eigenverantwortung lernt euer Kind dann leider nicht!
    So und jetzt arbeite ich mal weiter in meinem geilen Job, den ich auch ohne jedes Helikoptern meiner Eltern bekommen habe.

  153. Aba

    Es ist schlicht und einfach euer Job mit euren Kindern zu lernen und ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen, liebe Eltern! Was glaubt ihr eigentlich, wer euch das abnehmen soll? Was habt ihr denn geglaubt, als ihr eure Kinder in die Welt gesetzt habt? Dass alles von alleine geht? Nicht zum ersten und vermutlich auch nicht zum letzten Mal wundere ich mich sehr über so viel Naivität. Kein anderer hat die Aufgabe mit eurern Kindern Hausaufgaben zu machen und auf Klassenarbeiten zu lernen, nur ihr selbst. Das gehört zum Elternsein dazu ohne Wenn und Aber!
    Also, Schluss mit dem Gejammer, es nervt und zwar ungeheuerlich!

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