Weinheim: Eine Ameise für Europa

ameisenstraße

Mehrgenerationenhaus und DBS-Werkrealschule beteiligten sich an europaweitem Kunstprojekt

Sie beginnt in der Schweiz und führt fast über den ganzen Kontinent – über Deutschland und die Niederlande bis nach Dänemark, die längste Ameisenstraße Europas. Vor zwei Jahren begann das Schülerkunstprojekt in den Schweizer Bergen, mehr als 80 Schulen und damit rund 2500  Schüler haben mittlerweile zum Treck der Krabbeltiere ihre eigene Ameise beigetragen – dazu gehört jetzt auch die Stadt Weinheim. Dort hat sich das Mehrgenerationenhaus mit der offenen Jugendarbeit des Stadtjugendrings gemeinsam mit der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule an der Ameisenstraße beteiligt.
Die Weinheimer Ameise ist ein Kunstwerk geworden, auch wenn sie ein bisschen eklig aussieht – aber so ist es bei überlebensgroßen Insekten eben. Drei Meter ist das possierliche aus Draht und Pappmaché groß geworden, gestaltet in mehrwöchiger gemeinsamer Arbeit im so genannten „Steampunk Stil“. Die Schüler hatten das gewünscht.
Maria Carmen Mesa Canales, diplomierte Kunstpädagogin in den Reihen des Stadtjugendrings, konnte mit ebenso künstlerischer wie pädagogischer Kompetenz das Projekt leiten; seitens der Schule wurde sie von den Kunstlehrern Mechthild Becker und Philip Mohos unterstützt. „Die Schülerinnen und Schüler waren sehr gut“, lobt die Kunstpädagogin, die ihre Schützlinge aus der Klasse 731 in Gruppen einteilte, damit mehrere Stationen parallel arbeiten konnten.
Bei einer gemeinsamen Vernissage in der Schule, die auch Schulleiter Frank Bausch besuchte, wurde das Tier symbolisch auf die (Ameisen-)Straße gesetzt. Noch einen Monat darf es im Schulhaus bestaunt werden.

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