Zeitung für Weinheimer Flüchtlinge

skal_Titelbild Flüchtlingszeitung„Ich wohne in Weinheim“

„Ich wohne in Weinheim.“ Der Satz klingt lapidar. Aber er ist eine Art „geflügeltes Wort“, ein Synonym für „Angekommen“. Denn „Ich wohne in Weinheim“, ist meistens der erste Satz, den ein Flüchtling in seinem Sprachkurs lernt, nachdem er in der Stadt angekommen ist, in der er Schutz gesucht hat.

„Ich wohne in Weinheim“ ist daher auch passend der Titel der ersten Weinheimer Flüchtlingszeitung, die ein Redaktionsteam aus ehrenamtlichen Helfern, dem Jugendgemeinderat und dem Schülerzeitungsteam der „Schiffsschraube“ jetzt herausgegeben hat. Cornelius Baumann, Chefredakteur jener Zeitung des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, Frieder Fiedler als Sprecherin des Jugendgemeinderates und Jochen Pöhlert als kreativer Kopf bilden laut Impressum das Redaktionsteam. „Unsere neuen Weinheimer kommen aus den verschiedensten Ländern der Welt und sprechen die unterschiedlichsten Sprachen. Daher hat sich die Redaktion dazu entschlossen, auf übermäßig viel Text zu verzichten und stellt ihre Inhalte zu großen Teilen für jeden verständlich über Bilder dar“, beschreibt Cornelius Baumann in seinem Editorial.

Die erste Ausgabe in einer Auflage von 300 Exemplaren liegt seit ein paar Tagen vor, sie ist 16 Seiten dick. Ein Exemplar kostet 1.- Euro. Gedruckt wurde sie bei ABT Medien in Weinheim, finanziert durch Spenden von Bürgerinnen und Bürgern aus der Stadt.

Die Flüchtlingszeitung ist eine erste und anschauliche Anleitung zum Ankommen in Deutchland und in Weinheim. Sie ist bunt und mit vielen Bildern und Fotos ausgestattet; sie beginnt mit einer Weltkarte und den aktuellen Fluchtländern, hilft den Flüchtlingen spielerisch mit einem Kreuzworträtsel auf dem Weg zu den ersten deutschen Worten, stellt aber auch besonders flüchtlingsfreundliche Restaurants und Kneipen vor, sowie Weinheims Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele.

Redaktionell abgerundet wird die Zeitung von kleinen Storys und Anekdoten aus den Unterkünften, in denen es so richtig schön menschelt. Und als Service gibt es zum Nachkochen das vielleicht deutscheste aller Gerichte: Ein Pfannkuchen-Rezept.

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