Blick hinter die Glitzer-Fassade:  Kinder-Uni zum Thema Werbung

Blick hinter die Glitzer-Fassade:  Kinder-Uni zum Thema Werbung

Die neue Jeans muss von einer ganz bestimmten Marke sein, und das nächste Smartphone sollte unbedingt ein Apfel-Bild auf der Rückseite haben – alles andere ist schließlich uncool. Oder? Die Kinder-Uni am Samstag, den 23. November im TECHNOSEUM beschäftigt sich mit der Werbung und wie sie unser Bild von guten Lebensmitteln, lässiger Kleidung und tollem Spielzeug prägt – und wie auch schon Kinder gezielt von ihr beeinflusst werden. Die Veranstaltung richtet sich an Mädchen und Jungen von 8 bis 12 Jahren und dauert etwa 60 Minuten, Einlass ist ab 13:30 Uhr. Pro Teilnehmer kostet der Eintritt 2,00 Euro zzgl. Gebühren; ein Museumsbesuch ist im Preis mit inbegriffen. Erwachsene zahlen den regulären Eintrittspreis ins Haus und können während der Vorlesung zum Beispiel die Sonderausstellung „Die Sammlung 3: Werben und Verkaufen“ besuchen. Tickets kann man ab sofort in den Kundenforen des Mannheimer Morgen, im TECHNOSEUM sowie unter reservix.de kaufen.

Ob im Fernsehen, im Internet oder auf Plakaten an der Straße: Werbung ist überall. Warum es sie gibt und was sie mit uns macht, erklärt Prof. Dr. Monika Schuhmacher von der Uni Gießen. Denn schon Kinder sind als Konsumenten wichtig und so werben viele Firmen zum Beispiel mit witzigen Trickfiguren oder mit dem Beilegen von Sammelbildern für ihre Produkte – die dann aber häufig weder besonders gesund noch billig sind. Und obwohl die Piraten-Bettwäsche vom älteren Bruder noch von der kleinen Schwester benutzt werden könnte, behauptet die Werbung: Für Mädchen müssen es die Laken mit dem Prinzessinnen-Motiv sein – wenn dann die Eltern die Bezüge zweimal kaufen, verdient das Unternehmen nämlich doppelt. Diese und andere Werbetricks werden bei der Kinder-Uni vorgestellt, dabei können die Kinder auch selbst Ideen und Slogans entwickeln. Wichtig ist der Marketing-Expertin Schuhmacher aber auch: Werbung ist Teil des Alltags und macht diesen häufig auch bunter und lustiger. Werbung ist deshalb nicht nur schlecht – aber etwas Abstand zu ihren Versprechungen ist beim nächsten Besuch des Supermarktes oder Spielwarenladens durchaus angesagt.

Weitere Informationen gibt es auf technoseum.de

9. Oktober 2019

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