Das kalte Herz

Markolf Naujoks ist Theaterregisseur sowie Musiker und arbeitet an verschiedenen Theatern Deutschlands, u. a. am Staatstheater Mainz, am Theater Erlangen, am Comedia Theater Köln sowie am Stadttheater Ingolstadt – und natürlich am Theater und Orchester Heidelberg. Hier inszenierte er in der Spielzeit 2015|16 bereits das Stück „Mahlzeit“, eine kulinarisch-dramatische Versuchsanordnung von Bernhard Studlar für junge Zuschauer. Dafür wurde er 2016 für den renommierten deutschen Theaterpreis „Faust“, Kategorie Beste Regie / Kinder- und Jugendtheater, nominiert. Naujoks entwickelt oft Inszenierungen zwischen Installation, Konzert und Theater. Er komponiert dafür Songs und Musik in verschiedenen Stilrichtungen, so z. B. Indie, Folk, Dream-Pop oder auch Elektronika.

Für die neue Premiere des Jungen Theaters Heidelberg übernahm er nicht nur die Regie, sondern erstellte auch die Bühnenfassung. „Das kalte Herz“, nach der Märchenvorlage von Wilhelm Hauff, erzählt die Geschichte des Kohlenbrenners Peter Munk, der gerne mehr wäre als nur das. Neidisch schaut der Junge auf die reichen und angesehenen Glasmänner, Holzherren und Flözer. Besonders bewundert er den dicken Ezechiel und den jungen Mann, der nur unter dem Namen Tanzbodenkönig bekannt ist. Sie werfen mit Geld nur so um sich. Aber woher kommt das viele Geld? Und viel wichtiger: Wie kann der arme Peter ebenfalls so reich werden? Da erinnert er sich an Geschichten, in denen arme Leute durch besondere Walddämonen Reichtum erlangten. Sie erzählen vom Holländer-Michel und vom Glasmännlein. Gab es da nicht auch einen Spruch, den man am Tannenbühl in der Mitte des Waldes sprechen musste, damit das Glasmännlein erscheint?

Wilhelm Hauffs Märchen erschien 1827 in seinem „Märchenalmanach auf das Jahr 1828“. Der Regisseur und Musiker Markolf Naujoks verwandelt die Geschichte über Gier und Herzlosigkeit, Armut und Menschlichkeit in ein poetisches Erzähl-Musiktheater mit Live-Musik sowie animierten Bildern. Bühne und Kostüme stammen von der in Bukarest geborenen Marina Stefan. Nach ihrem Studium Textil, Kunst & Medien an der Universität Oldenburg sowie Bühnenbild an der Toneelacademie Maastricht und am Institut del Teatre Barcelona ist Marina Stefan nun freischaffend tätig. Illustrationen steuert Theda Schoppe bei, die Design an der Academy for Fine Arts in Maastrich studierte und freischaffend in Zürich lebt.

 

Das kalte Herz

nach Wilhelm Hauff, Bühnenfassung von Markolf Naujoks

für alle ab 10 Jahren

 Premiere Fr 23. Februar 2018, 1o Uhr | Zwinger3, (Zwingerstr. 3-5)

 

Weitere Informationen und Tickets: www.theaterheidelberg.de; 06221|5820.000

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Vorabfoto von Sebastian Bühler

 

15. Februar 2018

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