Erdmännchen und Stachelschweine ziehen um

„Wir sind umgezogen!“ steht beim Übergangsgehege der Stachelschweine. Sie waren vorübergehend in ein anderes Gehege ausgewichen. Nun ist das neue Gehege für die Erdmännchen und Stachelschweine fertiggestellt. So hieß es nun auch für die Erdmännchen, die in einem Bereich hinter den Kulissen untergebracht waren: „Umziehen“. Noch bevor auch die Löwen im nächsten Jahr in der direkten Nachbarschaft einziehen, können Stachelschweine und Erdmännchen ihr neues Gehege erkunden. Dank großzügiger Spenden in Höhe von über 130 000 Euro können sich die sympathischen Räuber und stacheligen Nager nun auf ganz besondere Elemente im neuen Terrain freuen.

Am 31. Oktober 2018 organisierte das Zoo-Team als Dankeschön für die Spender einen Vor-Ort-Termin an der neuen Anlage. Bei einer Führung durch Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann erfuhren die Gäste Wissenswertes über das neue Gehege und seine zukünftigen Bewohner, die Erdmännchen und Stachelschweine. „Wir freuen uns, dass wir heute bereits diesen Teil des Großprojekts Löwenanlage mit dem direkt angrenzenden Stachelschwein-Erdmännchen-Gehege für die Besucher freigeben können“, informiert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Mit der Fortführung der Vergesellschaftung dieser beiden Tierarten können wir gut zeigen, wie diese Tiere auch in ihrer Heimat miteinander leben. Und für die Tiere ist das auch eine Bereicherung, denn der Kontakt mit der jeweils anderen Tierart schafft immer wieder neue Anreize und sorgt so für Abwechslung.“

Mit der Fertigstellung der angrenzenden Löwenanlage werden dann auch die Berberlöwen zumindest teilweise optisch diese Darstellung der natürlichen Lebensweisen verstärken. „Zusammenhalten werden wir die drei Tierarten aber dennoch nicht“, erklärt Wünnemann und ergänzt schmunzelnd: „Das wäre für die Löwen zwar spannendes Enrichment, für die Erdmännchen vermutlich jedoch eher von Nachteil.“

Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es im neuen Gemeinschaftsgehege der Stachelschweine und Erdmännchen reichlich. Große Termitenhügel, gemütliche Höhlen und viele Grabröhren bieten den Raubtieren und Nagern Möglichkeiten zum Spielen, Buddeln, Schlafen und Schmusen. Dabei sorgen die Termitenhügel nicht nur für eine typisch afrikanische Atmosphäre, sondern erfüllen auch eine ganz besondere Funktion – im Inneren verbirgt sich ein beheizter und damit behaglicher Ruheplatz für die Tiere.

Durch den Ausbau des „Treffpunkts“ ist am unteren Ende des Geheges ein spannender Beobachtungsplatz mit Einblick in die gesamte Anlage entstanden. Zoobesucher haben nun die Möglichkeit, am bisher verborgenen Leben beider Tierarten in den unterirdischen Bauen teilzuhaben. Junge Stachelschweine verbringen ihre ersten Lebenswochen vorwiegend im geschützten Bau. Mit einem Blick durch die Glasscheibe in die Stachelschwein-Höhle können Zoobesucher die Aufzucht der Jungen hautnah beobachten – ein ganz besonderes Erlebnis!

 

Stachelschweine erkunden neugierig ihre neue Anlage. (Fotos: Heidrun Knigge/Zoo Heidelberg)

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