Frischer Wind im „Carrillonia“-Jugendclub

Wo gehobelt wird, da fallen Späne, und wo tagtäglich Jugendarbeit geleistet wird, da müssen auch Räume von Zeit zu Zeit renoviert werden. Jetzt waren die Jugendräume des Stadtjugendrings Weinheim im Adam-Karrillon-Haus an der Reihe: der „Carrillonia“-Jugendclub.

Die Renovierung wurde zur konzertierten Aktion, denn der Stadtjugendring holte sich Hilfe von der neuen LernPraxisWerkstatt, in der, wie berichtet, junge Erwachsene ohne Bildungsabschluss unter Anleitung handwerkliche Arbeiten verrichten.

Die LernPraxisWerkstatt ist ein Projekt von Ehrenamtlichen, Weinheimer Unternehmen und der Jugendagentur Job Central. Drei Männer, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind und die Werkstatt als Eingliederungshilfe ins Berufsleben nutzen, rückten dieser Tage mit Farbe und Pinsel an, strichen den Küchenbereich, begleitet von den beiden ehrenamtlichen Unterstützern Dr. Ditmar Flothmann und Dr. Bernd Haesner, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Weinheim.

Parallel dazu waren in den Herbstferien auch die „Carrillonian“-Kids selbst im Einsatz. Betreut und begleitet wurden sie von den beiden Jugend-Sozialarbeitern Nico Gaber und Abu Bajala aus dem Stadtjugendring-Team. Die Jugendlichen widmeten sich dem Toilettenbereich.

Wichtig ist, wie Nico Gaber betonte: Die „Kids“ waren früh bei der Ideengebung und Planung eingebunden, wurden frühzeitig beteiligt und setzten nun ihre eigenen Ideen um.

„Das motiviert natürlich am besten“, freute sich Nico Gaber. Die Kooperation zwischen dem Stadtjugendring Weinheim und der LernPraxisWerkstatt nahm in „Carrillonia“ sozusagen einen kreativen Anfang, und es ist gut möglich, dass dieses Projekt der Beginn einer fruchtbaren Partnerschaft war.

Abu Bajala jedenfalls, der von Haus aus selbst Arbeitstherapeut ist, führte mit Flothmann und Haesner gleich Fachgespräche. Es gibt eine ganze Reihe von Berührungspunkten, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Weinheim weiter.

Die LernPraxisWerkstatt selbst wird in nächster Zeit mit weiteren Projekten auch in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen. „Noch“, sagt Ditmar Flothmann, „ist in der Werkhalle im Käsackerweg reichlich Platz an den Werkbänken.“

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