Klimaschonende Kinder- und Jugendfreizeiten

Treibhausgase schaden dem Klima, so viel ist klar. Wenn wir verreisen werden mehr klimaschädliche Gase ausgestoßen, als wenn wir Urlaub auf Balkonien machen. Auch die Reisen und Freizeiten beim Arbeitskreis ökologische Kinder- und Jugendfreizeiten tragen zur Erzeugung von Treibhausgasen bei.

Der Arbeitskreis ökologische Kinder- und Jugendfreizeiten versucht bei all seinen Reisen den Ausstoß möglichst gering zu halten. „Wir reisen bei allen Freizeiten mit Bus, Bahn und anderen öffentlichen Verkehrsmittel an, versuchen uns überwiegend von regionalen und ökologischen Lebensmitteln zu ernähren und verzichten ganz auf das klimaschädliche Fliegen. Auch nicht nach Schottland, Korsika oder Schweden“, erzählt Stefan Habrik, Bildungsreferent des Vereins.

Insbesondere bei langen Anreisen werden diese schon als Teil der Reise verstanden. Kennenlernspiele, Infos zum Gastland oder beispielsweise ein Tagesausflug in London werden in die Reise integriert. So werden lange Busfahrten zum ersten Abenteuer.

Natürlich ist der CO2-Ausstoß nicht Null. Ganz auf Reisen zu verzichten wäre aber auch schade. Denn beim Reisen lernen wir, losgelöst vom Alltag, von Schule und Familie, spielerisch die Natur, den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und den europäischen Gedanken kennen. Wir erfahren neue Kulturen, reisen in Gruppen und dürfen in neue Rollen schlüpfen und Unbekanntes entdecken. Wir erweitern wortwörtlich unseren Horizont, betrachten die Welt aus einem neuen Blickwinkel und verstehen sie dadurch ein bisschen besser. Das ist besonders wichtig, wenn wir die Welt nicht nur erleben, sondern mitgestalten wollen.

Die Freizeiten beim AK Freizeiten dauern länger als durchschnittliche Jugendreisen. Das ist nicht nur schön für die Gruppenentwicklung, sondern rechtfertigt auch die Anreise nach Norwegen mit Bus und Bahn. „Bewusstes Reisen bedeutet auch, dass der durchschnittliche Tag günstiger ist, dass Dimensionen bewusster wahrgenommen werden und dass wir unseren ökologischen und pädagogischen Ansprüchen gerecht werden können“, erklärt Habrik.

Wer die CO2-Bilanz seiner Reise ausrechnen möchte, kann dies unter natuerlich-fairreisen.de tun. Am besten schneiden übrigens folgende Freizeiten ab: Wandern mit kurzer Anreise auf dem Soonwaldsteig, mit dem Fahrrad bis nach Venedig fahren oder im nahen Ausland in den Vogesen wandern. Interessierte finden weitere Informationen unter ak-freizeiten.de.

14. Februar 2020

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