„Pinocchio“ im Theater Heidelberg

Der Holzschnitzer Gepetto schafft sich aus einem Stück Holz eine Puppe – sie soll sein Sohn Pinocchio werden. Aber entgegen seiner Erwartung ist Pinocchio ein hölzerner Sturkopf, der den Worten des Vaters keine Beachtung schenkt. Statt die Geborgenheit der heimischen Werkstatt zu genießen, will er hinaus in die Welt und ein richtiger Junge werden.

In der Kinderbuchvorlage des italienischen Autors Carlo Collodi wird Pinocchio immer wieder mit Gegensätzen konfrontiert – Fleiß und Faulheit, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse. Es sind eben diese Gegensätze, die heranwachsende Kinder beschäftigen. Die damit verbundenen Erfahrungen und Erlebnisse prägen ihr Wesen.

Pinocchio begibt sich also auf eine Reise und wird dabei immer wieder zum Spielball zwischen Gut und Böse, erliegt den falschen Versprechen von Füchsin und Kater oder lässt sich im Land der tausend Spiele treiben.

Im Alten Saal des Theaters und Orchesters Heidelberg haben Lügen keine langen Beine, sondern große Nasen.

Die Schauspieler*innen des Jungen Theaters nehmen alle kleinen und großen Theatergäste ab 6 Jahren an die Hand und stellen sich gemeinsam die Frage »Was macht einen guten Menschen aus?«

Bei all den Lügen, in die sich Pinocchio mit der Zeit verstrickt, glaubt doch die Fee mit den nachtblauen Haaren an sein großes Herz und hilft ihm bei seinen Abenteuern. Gerade als Gepetto auf der Suche nach seinem hölzernen Sohn in große Gefahr gerät, beweist Pinocchio Mut und versucht, seinen Vater zu retten.

Die Bühnenfassung des Kinderbuchklassikers stammt aus der Feder des Heidelberger Dramaturgen Jürgen Popig, die Regie übernimmt Natascha Kalmbach, Leiterin des Jungen Theaters. Im Mittelpunkt der Inszenierung stehen Liebe, Vertrauen und die Kraft des Mitgefühls. Reicht das aus, um am Ende aus der Holzpuppe mit der wachsenden Nase einen richtigen Jungen aus Fleisch und Blut zu machen?

PINOCCHIO nach Carlo Collodi | Bühnenfassung von Jürgen Popig

Ab 6 Jahren

Infos und Ticktes unter: theaterheidelberg.de/produktion/pinocchio

 

24. Oktober 2019

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