DIY: Ostereier mit Naturmaterialien färben

Das alljährliche Färben von Eiern zum Osterfest ist in vielen Familien kaum wegzudenken. Doch künstliche Lebensmittelfarbe kann bei empfindlichen Personen allergieähnliche Reaktionen auslösen. Ganz abgesehen von der Schädlichkeit für Umwelt und Klima. Es lohnt sich also, auch beim Eierfärben auf natürliche Materialien zu setzen. Und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen!

Das wird benötigt:
• weiße Eier
• Essig
• Schwarztee
• Zwiebelschalen
• Heidelbeeren
• frische rote Beete
• Kurkumawurzel (alternativ Kurkumapulver)
• Rotkohl
• Alte Zeitungen oder sonstige Schutzunterlagen
• optional: Haushaltsgummis, Feinstrümpfe, Blätter, Blüten

So geht’s:
1. Bevor gefärbt werden kann ist es notwendig, die Farbsude anzusetzen. Die unten aufgeführten Färbezutaten dienen der Herstellung von jeweils 500 ml Farbbad. Damit können jeweils 2 bis 3 Eier gefärbt werden.

Achtung: Die Färbematerialien hinterlassen sowohl auf Stoff als auch auf Arbeitsflächen hartnäckige Flecken. Es empfiehlt sich daher, den Arbeitsplatz zunächst mit alten Zeitungen auszulegen.

Für die Herstellung der Farbsude gilt:

Material Menge pro 500 ml Wasser Zubereitung Farbergebnis der Eier

Schwarztee 3 Teebeutel 20 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen, anschließend Färbematerial entnehmen

Zwiebelschale Schale von 4 großen Zwiebeln braun-orange

Heidelbeeren 200 g 40 Minuten im heißen Wasser köcheln, anschließend Färbematerial entnehmen dunkelblau

Rote Beete 500 g rotbraun

Kurkumawurzel 35 g (alternativ 3 EL Pulver) gelb

Rotkohl 500 g Dunkelblau/dunkellila

2. Die rohen Eier mit etwas Essig abreiben, um Verschmutzungen und Stempel zu entfernen
und die Eischale für den Färbeprozess bereit zu machen.

3. Die gereinigten Eier werden nun in einen Topf mit kaltem Wasser gegeben, langsam erhitzt und vorsichtig ca. 15 bis 20 Minuten hart gekocht. Dieses behutsame Vorgehen ist notwendig, damit die Eier beim Kochen nicht aufplatzen. Der Verzicht auf das Anstechen der Eier dient hierbei der längeren Haltbarkeit der ungekühlten Ostereier.

4. Die hart gekochten Eier werden anschließend in die noch heißen Farbsude gelegt und bleiben mehrere Stunden, am besten über Nacht, darin liegen. Dabei ist es wichtig, dass die Eier vollständig bedeckt sind.

Und wem es einfarbig noch zu langweilig ist, kann mithilfe von Haushaltsgummis, Blätter und Blüten schöne Muster auf den Eier erzeugen.

Die Haushaltsgummis können vor dem Farbbad um die Eier herumgewickelt werden, Blätter und Blüten werden mithilfe eines Feinstrumpfes an der Eischale fixiert.

Übrigens:
Wer sich nun fragt, was er mit dem restlichen Obst und Gemüse  anstellen kann, das nach dem Färben übrig bleibt, der findet sicher einige köstliche Rezepte, die sich für einen ausgelassenen Osterbrunch anbieten. Auf unserer Ostertafel wurden die Gemüsereste beispielsweise in einer leckeren Garten-Focaccia verarbeitet.

Und auch die Farbsuds müssen nach dem Färben der Eier nicht weggeschüttet werden, sondern können im Rahmen anderer Basteleien noch verwendet werden, beispielsweise zum Einfärben von Salzteig.

Idee, Text & Bilder: Miriam Rummert

24. März 2021

Kommentar schreiben