Kommentar: Kein Kind darf um vier Uhr morgens von der Polizei aus dem Bett geholt werden

Gestern war internationaler Tag der Kinderrechte. Um vier Uhr morgens haben Polizisten eine  Gemeinschaftsunterkunft in der Nähe des Rimbacher Marktplatzes betreten. Dort lebt seit Mai eine vierköpfige Familie aus Armenien. Die Familie soll abgeschoben werden. Das ist rechtmäßig, denn die Familie hatte ursprünglich in der Slowakei Asyl beantragt. Genau dort sollte sie nun hin.  Es kommt zu einer schrecklichen Szene, als  die 26-jährige Mutter die Beamten mit einem Messer bedroht und die Polizei daraufhin Pfefferspray einsetzt.  Es ist nicht zu entschuldigen und nicht zu realtivieren, dass die Frau mit dem Messer Polizisten bedroht. Gleichwohl möchten wir uns gar nicht vorstellen, wie verzweifelt diese Mutter gewesen sein muss, wenn sie versucht, die Abschiebung mit derartigen Mitteln zu verhindern. Wir möchten uns nicht vorstellen, wie verängstigt diese Kinder sein müssen, wenn sie diese Szenen erleben. Die Mutter außer sich, Polizisten, die Pfefferspray einsetzen.
Die Mutter zudem hochschwanger.
Es ist unendlich traurig und wir sind der Meinung, dass Kinder ein Recht drauf haben, derartiges nicht erleben zu müssen. Nicht am Internationalen Tag der Kinderrechte und auch an keinem anderen Tag und erst recht nicht um vier Uhr morgens.

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