Buchverlosung: „Die Wette“

Das Mädchen Lilo und der Gärtner Hein sind Freunde. Jeden Tag besucht ihn Lilo in seiner Gärtnerei. Dass auch eine Pflanze ein Freund werden kann, zeigt der weitere Verlauf dieses liebevoll und mit strahlenden Farben gehaltenen Bilderbuchs von Antje Damm.

Denn Lilo und Hein schließen eine Wette ab: Wessen Pflanze wird in vier Wochen wohl besser gedeihen?! Lilo fährt ihr Pflänzchen in ihrem Puppenwagen nach Hause und nimmt es ab sofort überall mit hin. Es bekommt nicht nur Sonne und Wasser, sondern auch jedes Menge Liebe und Musik und Gutenachtgeschichten. Bei Hein läuft es nicht so gut … er wird immer ungeduldiger mit seiner Pflanze. Wer am Ende gewinnt und was Menschen von den Pflanzen lernen können, das zeigt die vierfache Mutter und studierte Architektin Antje Damm, die für ihr im Moritz Verlag erschienenes Buch die Szenen aus Kartonelementen und ausgeschnittenen Figuren gebaut, kunstvoll komponiert und fotografiert hat.

„Die Wette“ ist ein wunderbares und originell illustriertes Buch, das die Fantasie von Kindern anregt. Wie könnte es weitergehen, könnte ich auch versuchen, eine Pflanze zu einem Freund zu machen und ihr beim Wachsen zu helfen? Und für Eltern bietet es, neben dem Vorlesevergnügen, ebenfalls Stoff zum Weiterdenken: wie können wir bewusst und achtsam mit der Natur und Miteinander umgehen.

Damm, Antje: Die Wette. Frankfurt: Moritz Verlag, 2021

Wir haben uns mit der Künstlerin Antje Damm über ihr neues Buch unterhalten.

 

Liebe Frau Damm, für Ihr Kinderbuch „Die Wette“ haben Sie die Szenen aus Kartonelementen und ausgeschnittenen Figuren gebaut, komponiert und fotografiert. Was reizt Sie an dieser Darstellungsform?

Ich arbeite ja schon länger mit dieser Technik und mag das sehr, denn ich kann experimentell arbeiten, die Anordnung der Figuren verändern und mit Licht und Schärfe spielen. Und ich mag die räumliche Tiefe, die in den Bildern entsteht. Die Machart ist ja gut zu erkennen und so hoffe ich, daß Kinder Lust bekommen auch solche Schachtelwelten zu bauen.

Kommt da auch ein bisschen Ihr Beruf der Architektin durch?

Ja, natürlich habe ich schon sehr viele Architekturmodelle gebaut, die oft ganz exakt und genau gebaut waren. Das Bauen der Bilderbuchkulissen ist viel spielerischer und natürlich auch gröber, aber im Grunde ist das eine ähnliche Arbeit.

Betrachten wir Ihre Bücher der vergangenen Jahre so werden einige Leitmotive deutlich. Kinder, natürlich, aber auch die Natur. „Mögen uns Pflanzen?“ haben Sie in „Was wird aus uns“ gefragt. Die Antwort interessiert uns: mögen uns Pflanzen?

Das Schöne an den philosophischen Fragen ist ja meist, dass man sie eben nicht allgemeingültig beantworten kann, aber man kann gemeinsam darüber nachdenken und das macht Spaß! Ich bin aber ziemlich sicher, dass mich meine Pflanzen mögen und mir meine gute Pflege mit Wachstum und Blüten danken.

Eine weitere Frage, die Sie stellen lautet „Haben Pflanzen Rechte?“. Leider nicht, müsste man korrekt antworten. Oder doch?

Auch das ist eine Frage, die natürlich viele neue Fragen aufwirft und ich finde es spannend darüber nachzudenken. Es gibt ja Pflanzen, die geschützt sind, weil sie sonst aussterben würden, also billigt man ihnen bestimmte Rechte zu. Aber ist das z.B. gerecht? Was würde ein Salatkopf dazu sagen?

Lilo behandelt ihre Pflanze als gleichwertiges Familienmitglied. Es bekommt Nahrung und Wasser, es darf überall dabei sein und sogar beim Spielen denkt sich Lilo eine super Rolle für das Pflänzchen aus: es darf sich groß und stark wie eine riesige Palme fühlen. Eigentlich kein Unterschied dazu, wie Kinder gern behandelt werden möchten, oder?

Ja, ein bisschen steckt das ja auch in dem Buch, das man Dinge nicht einfach großziehen kann und dass sie Zeit, Geduld und Zuwendung brauchen.

Woher weiß Lilo eigentlich so genau, was ihre Pflanze braucht?

Ich glaube, Kinder wissen das intuitiv. Meine Tochter ist eine richtige Pflanzenliebhaberin. Ihr Zimmer ist vollgestopft mit Topfpflanzen und sie produziert so viele Ableger, das wir manchmal gar nicht mehr wissen wohin damit. Sie hat uns schon als ganz kleines Kind erklärt, was Pflanzen außer Wasser und Licht brauchen. Das hat mich immer sehr erstaunt. Und tatsächlich wachsen ihre Pflanzen außergewöhnlich gut. Durch sie bin ich auf die Idee für „Die Wette“ gekommen.

Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“, sagen sich Eltern oft, wenn alle anderen Kinder im Kindergarten bereits tadellos ausschneiden können. Aber so richtig glauben die meisten das dann noch nicht und üben heimlich mit ihren Kindern. Ist „Die Wette“ vielleicht auch ein kleiner Hinweis darauf, dass Kinder eine eigene Zeit und ein eigenes Tempo brauchen?

Ja das hatte ich natürlich im Kopf, und man sieht ja, wohin das führt, wenn man an so einem Pflänzchen zu doll rumzieht.

Und zum Schluss sind wir natürlich neugierig: können Sie uns schon etwas über Ihr nächstes Projekt erzählen?

Das nächste Bilderbuch erscheint im Herbst im Moritz Verlag und erzählt von einer Abenteuerreise eines Jungen mit seinem Vater, bei der ein Teddy auf unerklärliche Weise verschwindet.

Antje Damm

Antje Damm, 1965 in Wiesbaden geboren, ging nach dem Abitur zunächst als Aupair-Mädchen nach Italien, bevor sie in Darmstadt Architektur studierte. Dies führte sie erneut nach Italien, denn in Florenz verbrachte sie ein Auslandsemester. Danach arbeitete sie mehrere Jahre freiberuflich für diverse Architekturbüros. Seit ihre Töchter auf der Welt sind, schreibt und illustriert sie Kinderbücher. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in einem alten Fachwerkhaus in der Nähe von Gießen.

 

Buchverlosung! 

Gemeinsam mit dem Moritz Verlag verlosen wir ein druckfrisches Exemplar des wunderbaren Kinderbuchs „Die Wette“. Wer gewinnen möchte, schreibt uns bis zum 15. April eine Nachricht. Betreff: Lilo.

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1. April 2021

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