Buchtipps zum Weltlehrertag

Am 5. Oktober ist Welttag der Lehrer. Er hat das Ziel, auf die verantwortungsvolle Aufgabe von Lehrern aufmerksam zu machen und ihr Ansehen weltweit zu steigern. Die Stadtbibliothek Weinheim nimmt den Tag zum Anlass, um einige lesenswerte Bücher zum Thema Lehrer und lernen vorzustellen. Nicht nur für Lehrer.

Welchen Einfluss Lehrer haben, weiß jeder Schüler von seiner Grundschulzeit an. Lehrer beeinflussen nicht nur die Einstellung ihrer Schüler zur Schule, sondern auch zum Lernen, und sie können positive als auch negative Einflüsse auf Kinder und Jugendliche ausüben. Jeder Erwachsene erinnert sich an verhasste, aber auch an Lieblingslehrer. Was aber wohl jeder weiß: Lehrer haben eine anspruchsvolle, anstrengende Aufgabe.

Was einen guten Lehrer ausmacht, ist die Motivation seiner Schüler.

A.N. Mendler stellt in seinem Buch „Uninteressierte Schüler motivieren“ verschiedene Methoden vor, mit denen es gelingen soll, gleichgültige Schüler für den Unterrichtsstoff zu motivieren und zu begeistern.

Wer nicht fragt, bleibt dumm? Natürlich. Fragen bringen den Unterricht voran, wecken die Neugier des Schülers und helfen ihm, Zusammenhänge zu erkennen. In ihrem Buch „Mit guten Fragen lernt man besser“ zeigt N.L. Cecil, wie hilfreich es sein kann, wenn der Lehrer aktivierende und provokante Fragen stellt und seinen Schülern hilft, eigene Fragestrategien zu trainieren. Für die Primarstufe und die Sekundarstufe I, mit Unterrichtsbeispielen.

Nicht nur Respekt und Akzeptanz, sondern auch Wertschätzung sollte im Schulalltag herrschen, meint H. Brosche in ihrem Buch „Wie Wertschätzung in der Schule Wunder wirkt“. Für den Lehrer heißt das, auf jede Abwertung seiner Schüler zu verzichten, sondern bewusst auf echte Wertschätzung zu setzen. Die Autorin gibt viele praktische Tipps und Hilfen für den Unterrichteinsatz.

Wie aus einer Klasse eine Klassengemeinschaft wird, das beschreibt K. Paterson in ihrem Buch „Einer für alle – alle für einen“. Darin zeigt sie, wie aus einer Klasse mit sehr unterschiedlichen Schülern – verschiedene Erstsprachen, unterschiedliche Kulturen,

verhaltensbezogene und motivationsbedingte Unterschiede – eine Gemeinschaft geformt werden kann, in der die Schüler sich gegenseitig respektieren und wohlfühlen. Gut geeignet für die Sekundarstufe I.

Als anspruchsvollen und auch anstrengenden Teil ihrer Arbeit empfinden viele Lehrer die Elterngespräche, obwohl die natürlich enorm wichtig sind. Hier hilft G. Hoegg mit “Schwierige Eltern, schwierige Kinder“. In humorvollem Ton werden Elterntypen und Schülertypen dargestellt und Lösungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen aufgezeigt.

Was Schüler und Eltern von Lehrern erwarten, ist ein Vorgehen gegen Mobbing jeder Art. H. Lehner gibt Erklärungen und macht Vorschläge dazu in „Das Interventionsbuch: Mobbing an Schulen stoppen“.

Speziell mit Cyber-Mobbing beschäftigt sich K.E. Dambach in seinem Buch „Wenn Schüler im Internet mobben“. Ihm geht es hauptsächlich um die Prävention. Er rät auch, die Eltern von Anfang an in die Arbeit der Schule gegen Cyber-Mobbing einzubeziehen – und erfreulicherweise wird auch die Betreuung des Mobbing-Opfers nicht vergessen.

Der oft sehr anstrengende Lehreralltag lässt sich aber auch von einer äußerst heiteren Seite sehen. Die besten Beispiele liefert Frau Freitag mit den Schilderungen ihres Lehreralltags, zum Beispiel „Für mich ist auch die sechste Stunde“. In der CD „Man lernt nie aus, Frau Freitag“ lernt sie selbst wieder – für den Führerschein.

Diese und viele andere Medien zum Thema Lehren und Lernen finden Sie in der Stadtbibliothek dienstags, mittwochs, freitags 10 – 18 Uhr,  donnerstags 10 – 19 Uhr und samstags 10 – 14 Uhr.

 

 

5. Oktober 2018

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